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van Alex Olma
12. August 2015 – 16:01 Uhr

HTC versenkt sein Flaggschiff

HTC verspielte in nur vier Jahren sein Smartphone-Geschäft.

In fall of 2011, things couldn’t have looked better for HTC. It had the second-largest North American smartphone market share, according to Gartner, just one percentage point shy of Apple’s iPhone. In fact, on the strength of its Evo line, HTC sold one out of every three Android phones in the region, and one in five smartphones of any kind.

Less than four years later, HTC barely registers. Its North American market share clocked in at 3.5 percent in the first quarter of this year, according to Gartner, good enough only for seventh overall. The worldwide picture is even more grim; HTC has only 2 percent of the global smartphone market.

Brian Barrett | „HTC’s Epic Tailspin Isn’t Even Its Fault

Ein derartiger Absturz lässt sich selten an nur einem einzigen Problem festmachen. Ein Hoffnungsschimmer waren für mich in den letzten Jahren die konkurrenzfähigen ‚One‘-Modelle. Alle andere HTC-Telefone waren beliebig austauschbar; finanziell kaum tragfähig und ohne Image.

HTC has trouble making a profit. That’s because it doesn’t have any sort of advantage. And it doesn’t have any sort of advantage because it fragmented its resources, for years. It probably did that because it didn’t have an identity. […]

It took HTC until 2012 — that’s five years after Apple had announced the iPhone — to focus its R&D on a flagship device, the HTC “One”. But it was a false focus. “One” products were, ironically, many. And HTC kept fragmenting its R&D by continuing to launch mid-tier and low-tier smartphones.

Daniel Ushev | „Why HTC Struggles

Anstelle jedoch das iPhone-Handbuch zu kopieren, das sich a) zu einem strengen Produktzyklus rät, b) pro Jahr maximal zwei neue Telefone in den Fokus zieht und c) dafür gleichbleibende Preise empfiehlt, flutete HTC mit einem Dutzend nicht zu unterscheidenden Telefonen verschiedene Mobilfunkmärkte. Die Wikipedia-Seite zeigt die Misere auf.

Selbst den Kauf eines aktuellen One M9, HTCs unmissverständlich positioniertes Flaggschiff, verdirbt man nun den lukrativen Early Adaptern mit einem ‚Plus‘-Modell. Seit Mitte April lässt sich das One M9 kaufen. Das One M9 Plus war zu diesem Zeitpunkt offiziell nur für den chinesischen Markt angekündigt. Das Versprechen, dieses signifikant aufgebohrte Modell (Fingerscanner, bessere Bildschirmauflösung, schnellerer Prozessor, Duo-Kamera, etc.) nicht in den europäischen Verkauf zu bringen, bricht man zwei Monate später.

Apple hat es bislang einmal gewagt den jährlichen Rhythmus zu missachten. Das iPad 4 erschien bereits 7.5 Monate nach dem iPad 3. Technisch war das Upgrade, dass die Kompromisse des ersten iPads mit Retina-Bildschirm ausbügelte, nachvollziehbar. Das PR-Feuerwerk war in diesem Jahr trotzdem dunkel überschattet.

Wie gesagt: HTCs Probleme sind vielschichtig; die hier herausgegriffene Panne in einer komplexen Fehlerkette wahrscheinlich nur eine Randnotiz. Trotzdem will es mir nicht einleuchten wie man bei seinem wichtigsten Smartphone-Modell die vermeintlich aufgeschlossenste, informierteste und vielleicht sogar treuste Erstkäuferschaft so vor den Kopf stoßen kann.

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