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van Alex Olma
29. März 2016 – 8:40 Uhr

#FBIvsApple – über den unbefriedigenden Ausgang

The DOJ official said the government is not committing to telling Apple how it managed to crack the phone’s security protections, as Apple had requested. That means the FBI is leaving other iPhone users vulnerable to the same hack (…).

Feds drop fight with Apple over terrorist’s iPhone

Das FBI verweigert außerdem in ihrem Statement ob nützliche Informationen auf dem iPhone 5c sichergestellt wurden, was der Jailbreak/Exploit/0day gekostet hat und mit wem zusammengearbeitet wurde – alles ‚classified‘.

Damit steht nun auch offiziell fest, dass die ursprüngliche Aussage der US-Regierungsbehörde, „As a result, without any other alternative, on February 16, 2016, the government applied for […] an Order pursuant to the All Writs Act.“, eine Falschaussage war. Sie sind nicht, „as promised to explore every investigative avenue“, im Interesse der US-Bevölkerung jedem Hinweis zur Aufklärung (und zur Verhinderung neuer Anschläge) nachgegangen. In Bezug auf das iPhone 5c verlief die Kriminalarbeit eher so nach dem Motto: Erst (auf alles) schießen, dann recherchieren.

So ist es schwer optimistisch zu bleiben. Und trotzdem: Ich hoffe, dass die Richter zukünftiger Fälle kritischer rückfragen ob ein GovtOS wirklich „alternativlos“ ist (und welche desaströsen Konsequenzen entstehen wenn jedes unserer Geräte eine Hintertür hat).

Derzeit fühlt sich der Ausgang dieses Streits wie eine Wette beim Pferderennen an, bei dem das FBI seinen Wetteinsatz auf der Zielgeraden zurückzieht und sein gesetztes Geld wieder einsteckt. Kein Ergebnis, keine Konsequenzen – als ob nix passiert wäre. Läuft das jetzt jedes Mal so?

Es klingt hochtrabend, aber ein Prozess wie dieser zielt schlussendlich auf die Frage ab in was für einer Gesellschaft wir leben wollen. Es gibt nämlich nur Verschlüsselung oder keine Verschlüsselung – Privatsphäre oder keine Privatsphäre.

Kriminelle haben sich diese Frage bereits beantwortet: Sie verschlüsseln. Die Mathematik dafür ist freies Wissen – auf jedem (Smartphone‑)Computer einzusetzen. Wer sich auskennt, schützt seine Informationen, seine Privatsphäre und seine Kommunikation. Ein Gesetz dagegen trifft nicht diese Leute, sondern potenziell alle anderen.

Setzen wir Verschlüsselung mit Privatsphäre gleich ist diesen „anderen“, den Leute die darauf Wert legen aber ihr Betriebssystem und ihre Apps nicht selbst kompilieren, nur ein iPhone zu empfehlen.

iPhoneBlog.de_Verschluesselung_iOS_Android

Quelle: Ars Technica

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