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van Alex Olma
6. April 2016 – 2:15 Uhr

Die Libratone ZIPP und ZIPP MINI

Ich empfand die alten Libratone-Lautsprecher-Modelle als eher mäßig hübsch. Die zwei neuen Versionen dagegen, der ZIPP (Affiliate-Link) und der ZIPP MINI (Affiliate-Link), sind in meinen Augen richtig attraktiv.

Ich konnte beide neuen Lautsprecher über die Osterferien ausprobieren und ein paar Erfahrungen damit sammeln.

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Zur Einordnung: Die Libratone sortieren sich technisch zwischen tragbaren Bluetooth ‚Allerwelts‘-Lautsprechern und stationären Multiroom-Systemen à la Sonos ein. Das gilt auch für ihren Preis: Der MINI kostet um die 200 Euro und liegt damit oberhalb der Gruppe von typischen ‚Unterwegs‘-Boomboxen. Der ZIPP findet sich mit 270 Euro in einem Preissegment, das auch Sonos mit seinen PLAY:1 und PLAY3 besetzt.

Aus dieser Einstufung lassen sich leicht meine persönlichen Vor- und Nachteile ableiten. Die Libratone empfangen Musik und Podcasts über AirPlay – eine drahtlose Verbindung, die Sonos weiterhin schmerzlich vermissen lässt. Gleichzeitig konfiguriert die Libratone-App (kostenlos) nicht unabhängig Musikquelle (Napster, Amazon Music, Soundcloud, etc.), die dann ohne Umwege mit den Boxen kommunizieren – Spotify Connect, das direkt eine Verbindung zwischen den Libratone und den Spotify-Servern aufbaut, einmal ausgenommen. Das bedeutet: Streamt mein iPhone von Apple Music an die Boxen, unterbrechen andere Soundausgaben des Telefons – Tastaturklicks, YouTube-Videos, Netflix, etc. – die Musik auf dem Lautsprecher.

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Für mich ist neben dem Klang (huch, wo kommt dieser Bass her?!) die Optik das entscheidende Verkaufsargument. Das gilt insbesondere für einen Lautsprecher, der mit 360-Grad-Sound um eine zentrale Platzierung – beispielsweise die Tischmitte – wirbt (und deshalb auch über mehrere Stunden auf Akkubetrieb läuft).

Die wechselbaren Überzüge, die sich mittels Reißverschluss tauschen lassen, verzücken (mich). Die Touch-Knöpfe an der Stirnseite sehen stilvoll aus, erschließen sich mir aber ohne Blick in die Anleitung nicht. Clever ist dagegen die Idee, seine Hand einige Zentimeter über eine der Lautsprecherboxen zu halten, um diese damit temporär verstummen zu lassen.

Die App, die mehrere Libratone-Boxen zu einem ‚SoundSpace‘ zusammenschnürt, ist dagegen schlicht und intuitiv. Leider booten die Boxen, die sich im Akkubetrieb ohne Musikwiedergabe von alleine abschalten, schnarchend langsam.

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Der Ausflug auf die Libratone hat mir einmal mehr gezeigt, das verkabelte Lautsprecher für mich keine Attraktivität mehr besitzen. Die Sonos brauchen Strom und funktionieren dann innerhalb der eigenen vier Wände. Die Libratone führen diese Idee noch einen Schritt weiter. Es sind Multiroom-Lautsprecher, die für acht Akku-Stunden komplett aufs Kabel verzichten.

Für mich persönlich sind die Abstriche, die diese Portabilität mit sich bringt, zu groß. Die unterschiedlichen Vorlieben sind aber klar erkennbar: Die Ostertage – mein Testzeitraum für die Libratone – verbrachte ich bei meinen Eltern. Und dort im Haus war es förmlich ein Genuss die beiden Lautsprecher-Modelle der dänischen Firma vom Esszimmer in den Garten, vom Garten in die Garage und zurück in die Küche zu tragen.

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