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van Alex Olma
26. Dezember 2016 – 17:46 Uhr

AirPods — typisch Apple.

Zwei oder drei kompakte Anmerkungen zu Apples AirPods.

Touchtasten sind (meistens) Mist. Richtige Knöpfe kosten Platz und Gewicht. Hätte Apple zwei Lautstärkeschalter an den AirPods (irgendwie) integrieren können? Ja. Wäre der Kompromiss zu groß? Ja.

Wenn ich auf meine persönlich Kopfhörer-Nutzung schaue, wähle ich grundsätzlich die zwei Lautstärkeknöpfe am iPhone. Nur selten nutze ich die Tasten direkt am Kopfhörer. In der (Hosen-)Tasche ist das Telefon nämlich immer zu erreichen – ein iPhone außer Reichweite kommt selten vor. In den wenigen Fällen, in den das iPhone tatsächlich nicht zur Hand ist, nutze ich die Apple-Watch-Komplikation Louder! (0.99 €) um mit einem einzelnen Fingerzeig (und einem Dreh an der Digital Crown) die Lautstärke aufzudrehen. Das ist für mich praktischer als jeder Lautstärke-Kippschalter, der direkt an einen Kopfhörer klebt bzw. an einem Kopfhörerkabel baumelt.

Amüsante Randnotiz: Lautstärketasten an Kopfhörern sind eine relativ neue Idee. Zu iPod-Zeiten hatten wir alle noch überwiegend Kabelkopfhörer, die komplett ohne Fernbedienung auskamen. Erst mit kompakten In-Ear-Ohrsteckern und Bluetooth-Headsets etablierten sich die Funktionstasten.

Apple AirPods fallen zurück auf die Steuerung per Telefon und Uhr, springen gleichzeitig aber auch in die Zukunft indem sie verstärkt auf die Siri-Sprachsteuerung setzen.

Keine Frage: Der Sprachbefehl „Volume Down“ ist derzeit noch Quatsch. Doch denken wir ein paar Jahre weiter: Ohne die typische Verzögerung, die Siri im Moment noch braucht, und eine 100-prozentige Erkennung, wirkt eine Lautstärkeänderung per Sprache gar nicht mehr so abwegig.

Das ist aber noch Zukunftsmusik. Und deshalb ist die Lautstärkesteuerung per Sprachbefehl derzeit noch keine akzeptable Option.

AirPods sitzen bei mir super-sicher. Trotzdem bleiben Einzelberührungen mit der Handfläche oder den Fingern nicht aus. Und deshalb kann die Einzelberührung nicht mit einer Funktion belegt sein.

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AirPods sind glatt. Ich hätte mir einen griffigen Gummiring gewünscht.

Apples erste iPod-Kopfhörer, das Mondgesicht-Modell, hatte einen Gummirand. Jahre später zerbröselte bei vielen der Exemplare diese Umrandung. Für die Griffigkeit war das Detail jedoch hervorragend. AirPods könnten eine solche (besser fassbare) Zone am Kopfhörer-Stamm gebrauchen. Eine wirkliche Gefahr, dass die AirPods aber purzeln, besteht in erster Linie beim Aus- und Einsetzen zwischen Ladecase und Ohr.

AirPods stecken nicht in den Ohren, sie hängen.

Ich gehöre zu einer Gruppe von Menschen, bei denen Apples kabelgebundene EarPods nicht in den Ohren steckenbleiben. Die beim iPhone 7 beigelegten Lightning-EarPods waren mein letzter erfolgloser Versuch mit dieser Kopfhörerform. Wenn ich nicht (nahezu) bewegungslos am Schreibtische sitze, halten die dem iPhone beigelegten Kopfhörer nicht in meinen Ohren.

Mit den AirPods dagegen spaziere ich ungebunden durchs Haus, die Natur und den öffentlichen Nahverkehr. Übertriebene Kieferbewegungen rütteln die Ohrstecker nicht aus meinen Ohren. Ein noch in der U-Bahn akzeptiertes Headbanging schafft es ebenso nicht die Kopfhörer aus meinen Ohren zu schleudern. Die Verantwortung für den festen Sitz schiebe ich auf das fehlende Kabel.

Kein Kopfhörer mehr ohne W1 Chip.

Der Gerätewechsel zwischen einem iPhone, iPad, der Apple Watch und dem Mac ist das mit Abstand beste Feature. Ich habe in der vergangenen Woche mehrmals täglich zwischen zwei iPhones, einem iPad sowie dem Mac meinen Arbeits- und Entertainplatz getauscht. Mein Kopfhörer zog anstandslos mit. Nie war ein nerviges Entkoppeln oder ein zeitraubendes Pairing notwendig. In der besagten Woche habe ich nicht ein einziges Mal das Bluetooth-Menü gesehen. Traumhaft.

Wer ausschließlich nur ein iPhone und ein Pärchen an Kopfhörern bei sich trägt, dem entgeht eine der Hauptfunktionen der AirPods.

Kopfhörer rein; Musik raus. Zieht man einen der AirPods aus seinem Ohr, pausiert die Wiedergabe. Setzt man den Ohrstecker nicht wieder zeitnah ein, spielt die Musik auch nicht automatisch weiter. Dann muss man umständlich nach dem iPhone tasten, den Dopple-Tap der AirPods mit Play/Pause belegt haben oder sich mit dem Sprachbefehl „Play“ an Siri wenden. Das ist eine komische Situation.

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Garantiert ohne Kabelbruch und mit Einzel-Ohr-Tragekomfort.

In vielen meiner vergangenen Kopfhörertests habe ich die jeweiligen Ohrwärmer darauf abgeklopft ob sie sich einseitig tragen lassen. Das wurde nicht selten belächelt. Doch ich stehe zum Ein-Ohr-Setup – einfach um zu hören was um mich herum passiert.

Die zwei AirPods lassen sich nicht nur separat benutzen, sondern wechseln clever vom Stereo-Mode auf eine Mono-Wiedergabe. Das zahlt sich spätestens bei Hörbüchern oder Podcasts aus, bei denen unterschiedliche Stimmen nach links und rechts abgemischt sind. Im Mono-Mode verliert man so keine Informationen.

Ich brauche es bestimmt nicht explizit zu erwähnen, aber die zwei AirPods lassen sich natürlich ganz romantisch teilen – fürs gemeinsame Musikhören in der Bahn oder einer Lieblingsserie unter der Bettdecke.

Verlustgefahr? Ich wünschte, ich könnte das AirPods-Case piepsen lassen.

Ich bin nicht besonders besorgt die kleine weiße Box zu verlegen, aber ich empfände es als nette Ergänzung das Gehäuse über die Uhr oder das iPhone zu lokalisieren.

Und wo es hier gerade ums Ladecase geht: Auch wenn das Plastikgehäuse essentieller Bestandteil der Kopfhörer ist, und ich deshalb eine gewisse Qualität erwarte, schlägt die kleine Schachtel (mit magnetischer Klappe) alles was ich in den letzten Jahren bislang an traurigen Tragetaschen und Beuteln von anderen Kopfhörern so gesehen habe.

Old School Apple Magic

Die AirPods sind ein typisches Apple-Produkt. Sie ecken an und sie begeistern. Der W1-Chip, der es ermöglicht kinderleicht zwischen seinen iPhones, iPads und Macs zu wechseln, funktioniert wie beworben. Für einen belebten Kopfhörermarkt wünsche ich mir das Apple seinen Chip an andere Hersteller lizenzieren würde.

Der W1-Chip ist nämlich nicht nur ein exzellentes Verkaufsargument für das iPhone, sondern hebt die AirPods auch klar von anderen Kopfhörern ab – ein durchaus zweischneidiges Schwert.

Die AirPods konkurrieren nämlich beileibe nicht um alle Kunden. Jemand der auf langen Flugreisen Noise-Cancelling-Kopfhörer braucht, greift hier nicht zu. AirPods wollen auch nicht der Kopfhörer sein, der sich als Mitbewerber für die dicken Polster der On-Ear- oder Over-Ear-Kopfhörer anbietet. Fürs Klassikkonzert im eigenen Zuhause will man keine AirPods.

AirPods nehmen in ihrer ersten Generation vielmehr den alltäglichen Kopfhörergebrauch ins Visier. Sie klingen ausreichend gut für alles was man ihnen im Alltag vorwirft – von Musik bis Podcasts. Mit 180 Euro sind sie noch (lange) nicht im Mainstream angekommen. Aber man stelle sich einen Kopfhörermarkt vor, in dem die AirPods dem iPhone beiliegen. Bis 2020 wird das passieren.

  • Marco P.

    Naja, vergleichbare Bragi sind bei € 299. Ohne die ganz Chip-Technik, Sensorik, iCloud-Funktionalität.. Und wie war dort gleich die Akku-Laufzeit..?

    • Alex

      Vergleichbar sind Bragi „The Headphone“ – 169 Euro, 6h Akku

      • Marco P.

        One-touch-pairing? Einmal gepaired, mit all Deinen Geräten verbunden? Seemless switching? Beide voll einzeln einsetzbar? Haste sicher schon alles getestet. Achso, sind im Gegensatz zu den vor mir verglichenen Dash, noch gar nicht aufm Markt? Achso, ja dann..

  • Chris

    Gehen die AirPods auch an einem MacBook Pro das unter Bootcamp/Windows läuft? Wie schaltet man da hin und her?

    • Andreas Reinelt

      Lassen sich koppeln wie normale Bluetooth Kopfhörer. Nur der Sync, das sie von alleine auf allen Geräten mit gleichem iCloud Account erscheinen, geht nicht.

  • Christoph Klauss

    Mal zum Thema mehrere Zuspieler. Ich hab seit nem Jahr etwa die Sennheiser Momentum Wireless, und auch bei dem Kopfhörer kann ich problemlos zwischen den Geräten (bei mir MBP und iPhone) wechseln, ohne dass ich jedesmal neu pairen muss, oder ein Gerät ausschalten muss, damit das andere sich pairt. Der Kopfhörer verbindet sich einfach zu BEIDEN Geräten (was ich akustisch auch durch ein zweimaliges „connected!“ bestätigt bekomme. Der Kopfhörer wechselt, immer entsprechend auf das Gerät, das zuletzt eine Musikwiedergabe startet.
    Eigentlich sehr praktisch, aber in einem Punkt sehr nervig. Wenn ich am Laptop Musik höre, währenddessen mein iPhone in die Hand nehme und dort eine App starte die nur einen kurzen Hinweiston oder Tastenklick ausspuckt, dann wird die Musikwiedergabe vom Laptop unterbrochen.

    Wie ist das mit den AirPods? Also Musikhören daheim über den Laptop und z.B. gleichzeitig Super Mario Run auf iOS zocken?

    Würde mich wirklich interessieren.

    • AirPods wechseln nicht automatisch das Gerät, sondern immer nur auf „Zuruf“.

      • Christoph Klauss

        ah okay, danke! Ich behelfe mir derzeit einfach, indem ich in beschriebener Situation das iOS Device einfach stummschalten. Dann kann ich es komplett benutzen und muss nicht befürchten, dass einzelne Soundeffekte die Wiedergabe vom Laptop unterbrechen.

      • Martin Cygan

        Was genau meinst Du mit Zuruf?

  • Kaspar

    Hast du mit den Dingern mal telefoniert?
    Habe schon einige Telefonate mit meinen geführt (sowohl normale Anrufe als auch FaceTime etc.) und bin von der Sprachqualität fast rückwärts vom Stuhl gefallen. Und das leider nicht vor Begeisterung…
    Gerade von FaceTime war ich bisher mit den klassischen EarPods kristallklaren Klang gewöhnt. Mit den AirPods beginnt jeder Satz des Gesprächspartners mit einem Knacken oder Kascheln und alles weitere ich mit einem nicht zu überhörenden Rauschen unterlegt. Wechselt man im Gespräch zu den EarPods ist alles wieder kristallklar.
    Können das andere Nutzer bestätigen?
    Hoffe insgeheim noch, dass ich Montagsgeräte bekommen habe, aber wenn das der Standardfall ist, gebe ich die Teile zurück. Denn bei allem Komfort den die Kopfhörer liefern, 180€ hinzulegen, um dann bei jedem Telefonat doch das Telefon oder die EarPods rauskramen zu müssen, ist ziemlich absurd.

    • Kaspar

      Ich würde sagen, 1st AirPod-Gate is approaching: https://discussions.apple.com/thread/7794112?start=0&tstart=0

      • Ich habe mehrere FaceTime-Anrufe übers Weihnachtswochenende geführt und es hörte sich immer so an, als ob der Gesprächspartner neben mir sitzt.

        Mal abwarten ob da noch was kommt.

      • Kaspar

        Ok. Kein Rauschen, kein Rascheln, kein Knacken?
        Dann bleibt ja Hoffnung…

      • Martin Cygan

        Habe – leider – genau das selbe Problem. Könnte echt ko*z*n! Wenn man nur wüsste ob es ein HW oder SW Problem ist, doch Apple Support weiß im Moment auch nichts.

  • DominikC

    Hast Du die AirPods im Flugzeug ausprobiert?
    Würde mich interessieren, ob die Lautstärke ausreicht, weil sie für mich lauter klingen als die EarPods.

    • Nope. Erst in einer Woche komme ich dazu.

  • Manuel Kandt

    Amüsante Randnotiz: Lautstärketasten an Kopfhörern sind eine relativ neue Idee. Zu iPod-Zeiten hatten wir alle noch überwiegend Kabelkopfhörer, die komplett ohne Fernbedienung auskamen. Erst mit kompakten In-Ear-Ohrsteckern und Bluetooth-Headsets etablierten sich die Funktionstasten.

    Der war gut. Mein alter Panasonic Walkman hat schon Funktionstasten am Kopfhörer für play/pause, Vor-/Zurückspulen zum Nächsten oder Übernächsten Titel und ein Rädchen für Lautstärke.

    Da hat apple geschlafen.

    • Wie immer bestätigen Ausnahmen die Regel.

      • Manuel Kandt

        Ganz so selten war das nun nicht. War eher eine Budgetfrage. Wenn ich da an die MiniDiscPlayer von Sony oder aiwa denke. Die hatten fast alle Fernbedienung am Kopfhörer, teilweise sogar mit Display.
        Meinen Panasonic DiscMan konnte ich auch immer schön in der Hosentasche von meiner Jeans lassen.
        Meine alte PSP hat auch Funktionstasten am Kopfhörer. ;)

        Ich hab mich dran gewöhnt und mag nur ungern auf Hardwaretasten am
        Kopfhörer verzichten, vor allem weil ich auch ohne hinschauen weiß, wo
        ich drücken muss.

        Beim iPod nano habe ich die Fernbedienung aber nicht so vermisst, weil man da schön Snake spielen kann und die Bedienung auch Spass macht und das Gerät schön klein ist.

        Ich werde die AirPods mal testen, aber ich glaube nicht, dass Sie vom Klang gegen meine Sennheiser inEars bestehen können.

        Hast du schon im Bett mit den AirPods im Ohr auf der Seite gelegen? Das stelle ich mir nicht so bequem mit denen vor. Das mache ich öfter, wenn ich ins Bett gehe und noch nicht schlafen will/kann und da wäre ohne Kabel wohl schöner.

  • Martin Cygan

    Was genau ist hier mit dem Umschalten zwischen Geräten „auf Zuruf“ gemeint? Wenn ich am Mac Musik höre und mich nun jemand am iPhone anruft, wie schaltet man denn da „automatisch“ um?

    • Die Audioausgabe wechselt nicht automatisch. Wenn du am iPhone drangehst, kannst du danach bestimmen per Hand auf die AirPods umzuschalten.

  • Wo ist der Vorteil von Louder! Gegenüber der nativen Musiksteuerung auf der Apple Watch / des iPhones?

    • Der Vorteil ist die Komplikation auf dem Zifferblatt. Damit kommst du extrem schnell an den Lautstärkeregler.

      • Patrick Becker

        Ist es denn viel schneller als die Musik Komplikation?

      • Oh, du hast Recht. Nee, die ist genauso schnell.

  • Ist ja gut, ist ja gut, ich hab welche bestellt…

  • pfabian

    Zunächst einmal herzlichen Dank für den interessanten Beitrag und auch für die 24-Tage-Video-Serie.

    Seit ich vor einigen Tagen die AirPods erhalten habe, bin ich äußerst angetan. Der Tragekomfort ist wirklich sehr gut, auch wenn ich mir noch Sorgen mache, dass ich einen verlieren könnte, ohne dass ich das merke. Ich habe auch das Gefühl, dass ich in der Bahn weniger von den Umgebungsgeräuschen mitbekomme, und dass ich die Lautstärke daher nicht so stark aufdrehen muss.

    Das einzige, was mich etwas enttäuscht hat, ist dass die Airpods nicht automatisch auf ein anderes Gerät umschalten (Beispiel: ich habe die Airpods mit dem iPhone genutzt und die Nutzung mit dem iPhone beendet. Dann stecke ich sie in die Ohren und starte eine Videowiedergabe vom iPad. Der Ton kommt nicht automatisch über die Airpods, sondern ich muss sie am iPad auswählen.) Das nimmt dem W1-Chip etwas von seiner Magie.

  • Ugur

    Ist ja schön und gut, dass du Airpods magst und damit zufrieden bist, hier ein paar Gegenansichten warum ich sie so gar nicht mag:
    -Ich und viele andere wollen fast nie am Abspielgerät selber das Playback und die Lautstärke steuern – Hardware Tasten am Telefon sind fast immer weiter weg für mich als Tasten am Kopfhörer (Kabel) und Bildschirm von dem Touch Gerät einschalten zur Steuerung geht gleich garnicht wenn ich Kopfhörer in der Nacht nutze und andere und mich selbst im Bett nicht stören will mit grellem Licht.
    Meine Apple Watch hab ich verkauft weil sie sich in der aktuellen Form als komplett sinnfrei für mich rausgestellt hat, und selbst als ich sie noch hatte hab ich sie Nachts immer nicht am Arm gehabt weil beim aufladen. Und ich höre halt fast immer Podcasts im Bett mit Kopfhörern..
    Bei meinen Bluetooth Kopfhörern (welche die zwischen den Stöpseln ein Kabel haben, aber keins zu Abspielgerät) benutze ich IMMER die Druckknöpfe an den Stöpseln und das ist einer der besten Aspekte dieser Teile.
    Vor allem bei der Sportnutzung (was für mich der einzige Anwendungsfall ist bei dem ich überhaupt Bluetooth Kopfhörer ohne Kabel zum Abspielgerät nutze).
    Kann mir absolut garnicht vorstellen dass es auch nur ansatzweise sinnvoll wäre beim Sport wie Joggen oder Biking da am Touch Gerät rumzufummeln um da abspielen oder Volume zu steuern. Geht ja mal garnicht =)

    Das Lautstärke Tasten eine ziemliche Neuhheit wären bei Kopfhörern ist erstens Unsinn weils die von mehreren Anbietern schon zig Jahre vor bei Apple gab, zweitens auch egal, weil blos weil es was sinnvolles und gutes nicht so lange (bei einem Anbieter) gab machts deshalb auch nicht weniger Sinn es nicht mehr zu haben ohne ne mindestens genauso gute Alternative. Ist für mich genauso unsinnig so zu argumentieren wie wenn manche meinen Wegkürzung von MagSafe wäre ok bei den Macbook Pros weil das gabs ja eh noch nicht solange, davor sind wir doch auch ohne ausgekommen.

    -Die Airpods fallen bei mir auch super leicht aus dem Ohr, ist mir schon mehrmals beim probieren im Store passiert, sind daher für mich für Sport Nutzung komplett ungeeignet (was neben Nacht Nutzung und Nutzung im öffentlichen Raum die Hauptnutzungs Anwendungsfälle für kabellose Kopfhörer sind, daher ein komplettes No go, da hätte ich lieber nen Bügel über den Ohrwaschel als diese Dinger die bei vielen bei der kleinsten Kopfdrehung/Neigung rausfallen.
    Oder zumindest Memory Foam oder mehrere Stöpsel Enden für verschiedene Ohren.
    Da hätte man dann auch Knöpfe an den Stöpsel Enden sinniger anbringen können wenn die Dinger sicherer im Ohr sitzen.
    So sehr ich auch Beats allgemein nicht so dolle finde, die Beats w1 Kopfhörer mit Bügel für die Ohrwaschel dürften für viele vor allem bei Sport Anwendung die viel bessere Option sein, die Airpods machen da für die meisten Leute 0 Sinn.

    Siri Sprachsteuerung fänd ich auch dann noch ein komplettes No Go wenn Apple das mal irgendwann in 5 weiteren Jahren so hinkriegt dass das sofort funktioniert statt immer mit massivem Delay und dauernd falsch verstehen der Befehle.
    Kopfhörer nutze ich meistens wenn ich keinen Lärm für andere machen will, da will ich dann auch nicht grad dann Audio Befehle von mir geben.

    Alles in allem bleibt bei Airpods für mich nettes Syncing und nette Aufladebox, aber ansonsten für mich weil ohne Hardwaretasten für komplette Playback und Volume Steuerung und leicht rausfallen etc ein komplettes no go für so ziemlich alle Nutzungsfälle wo ich überhaupt Kopfhörer nutzen will.

    Die Airpods sind auch komplett nicht Oldschool Apple für mich sondern eins der besten Beispiele für Post Jobs Apple.
    Etwas was die meisten Features weggestrichen hat die sehr viele Nutzer gewollt hätten und dafür mit deutlich weniger verbliebenen sinnvollen Anwendungsfällen dann inzwischen ein lachhaft-traurig schlechtes Angebot ist.
    (Dieses Post Jobs Apple ist bei den iPhones noch am wenigsten zu spüren, bei der ganzen Mac Sparte aber schon extrem).

    • Tipp: (Dann) nicht kaufen!

      • Ugur

        Ja, klar, mache ich auch so =) Deine Ansichten sind teilweise nur so extrem einseitig dass ich da manchmal das Gefühl hab da sollte man auch mal ne andere Meinung einbringen =)

      • Frank

        Sehr guter Beitrag. Ich habe in den letzten Tagen auch das Gefühl, dass das gerade eher eine Werbeblog für AirPods ist.

        Ich finde, dass der Preis bei allen Besprechungen zu häufig außer acht gelassen wird. Wir haben hier Kopfhörer im hohen Preissegment, mit einer Klangqualität von 25€ Kopfhörern. Das wird dann auch immer erwähnt aber direkt mit dem Nachsatz, dass man das ja eh nicht braucht. Aber was ist denn der Sinn eines Kopfhörers.

        Ich denke der Grund ist, dass die Kopfhörer überlassen werden und man nicht wirklich 180€ auf den Tisch legen muss übrigens sehe ich auch hier den Grund für die Schere im Kopf egal ob bewusst oder unbewusst. Ich denke nicht, dass man dieses Privileg verlieren möchte. Apple hat ja schon mal bewiesen, dass wenn man in Ungnade gefallen ist, seine netten Gadgets wieder selber zahlen muss. Sowas schmälert das Einkommen gerade bei Apple-Produkten ja schon ziemlich. Ich bin der Meinung jeder Blogger sollte bei solchen überschwänglichen Post überlegen wäre ich auch so begeistert wenn ich die 180€ bezahlt hätte und die 1000€ für das iPhone und die 120€ für die Hülle. Ich bin mir ja nicht sicher was ein Blogger so verdient, aber ich denke die Ausgaben würden das Familieneinkommen schon deutlich senken.

      • Wem wurden AirPods „überlassen“? Mir jedenfalls nicht.

      • Frank

        Ok. Dann habe ich mich getäuscht und bitte höflichst um Entschuldigung. Ich hätte meinen Beitrag ja gelöscht, das hätte aber die Diskussion verfälscht. Nochmals sorry.

      • Ugur

        Ich gehe schon davon aus dass der Alex die Sachen kauft wenn er es nicht explizit ausweist, dass ihm etwas gestellt/geliehen wurde.
        Trotzdem ist da was drann, der Alex verdient sein Geld natürlich damit über Apple Sachen zu bloggen/Videos zu machen etc, da ist die Ausgabe natürlich eine geschäftliche Ausgabe. Auch wenn er diese Dinge super findet und sie sich auch so vielleicht gerne kaufen würde (er würde ja kaum einen Blog mit reinem Apple Fokus machen wenn er das alles schlecht fände), ists natürlich leichter für sich selbst viel mehr und höhere Ausgaben zu rechtfertigen wenn man es als praktisch Geschäftsinvestition sehen kann.
        Daran ist an sich auch nichts auszusetzen, aber man sollte es sich schon vergegenwertigen wenn er (und andere Blogger mit einem Firmen Fokus) allzu positiv über etwas schreibt.
        Für sehr viele normale Leute die nicht mit über dieses Gerät bloggen/Videos machen Geld verdienen, auch wenn sie ansonsten gut verdienen, ist es durchaus bedenklich wenn Kopfhörer in diesem Preis Segment ne Klang Qualität von 5-30 Euro Kopfhörern haben.
        Man sollte sich schon klar machen, dass das im Prinzip genauso schlechte Klang Qualität ist wie die Billo Kabel Kopfhörer die Apple (noch) beipackt, aber jetzt haben sie halt durch die kabellos Option nen Super Weg gefunden um dafür 150+ mehr zu verlangen.

    • Alex

      Kann ich so null – Komma – null nachvollziehen. Ich selber nutze NIE irgendwelche Tasten am Headset weil ich dann nie weiß ob es in der App (Macbook) oder allgemein verstellt wird. Außerdem sehe ich auch nicht wie weit ich aufegeregelt habe, wenn zum Beispiel der Podcast oder die Musik anders abgemischt sind.

      Tasten am Headset machen beim Sport schon gar keinen Sinn. Ich stecke die Kabel immer unter die Sachen, bei Bluettoth teilen kann ich beim Laufen, Radfahren oder Ski fahren kaum vernünftig irgendwelche Taster oder Rädchen bedienen. Bevor ich irgendwelche Tasten unter der Mütze mit Habdschuhen bediene, nutze ich lieber das iPhone das eh jederzeit für Schnappschüsse parat ist.

      Gerade erst wieder über Weihnachten an der See erlebt. Von 100 Fußgängern am Winterstrand hatte EINER eine DSR – alle anderen haben mit Smartphones bilder gemacht.

      Im Fitnessstudio bediene ich schon immer die Kopfhöher mit der Uhr da diese auch damit gekoppelt sind. Alles um einiges bequemer als das ertasten von irgendwelchen Knöpfen. Ich kann mir zum Beispiel bis heute nicht merken an welcher Seite bei meinen Sportkopfhörern laut und leise ist.

      Außerdem wollen die Airpods hat keine Sportkopfhörer sein. Ich nutze meine Earpods meist am Mac und da niemals die Fernbedienung

      • Ugur

        Viele Sport Bluetooth Kopfhörer haben zB. solche Tasten:
        https://www.amazon.de/gp/product/B00N95OZOK/ref=oh_aui_search_detailpage?ie=UTF8&psc=1
        Allso jeweils eine größere auf jeder seite und dann oft noch eine oder mehrer kleinere.
        Die kann man auch selbst noch bequem beim Fahrrad fahren drücken, will ich mal sehen wie einer bequem beim Fahrrad fahren was auf dem iPhone oder Apple Watch Bildschirm macht.

      • Alex

        Ich sehe an den Kopfhörern keine Lautstärkeknöpfe. Gar nicht. Nur die Lautstärketasten am iphone, die kann ich locker ertasten, sowohl in der jacke als auch in der Hose

      • Ugur

        Das ist bei verschiedenen Kopfhörern unterschiedlich gelöst, manche haben ne einzelne Taste dafür, bei anderen machts was anderes bei länger drücken/öfter drücken.
        Bei den verlinkten ist da so ein Huckel Nubsi kleinerer Klicker dafür. Sieht man auf dem Bild schlecht, lässt sich aber mit nur einer Hand super durch reines erfühlen bedienen (weil eben raussethender Nubsi der sich fühlbar abhebt).
        Beim Fahrrad fahren oder joggen etc drücke ich lieber mit einer Hand so einen Knopf als da in der Hose oder Jacke rumzuwursteln.
        Aber ja, jedem das seine, ich will auch nicht versuchen deine Meinung zu ändern, wollte nur eine andere darstellen.

      • stq66

        Vorausgeschickt: auch ich finde es wäre nicht schlecht, hätten die Kopfhörer zusätzlich Steuerungselemente. Aber gerade die Sportkopfhörer (und ich verwende einige davon) kann ich gerade mal im Fitnessstudio einigermaßen bedienen. Am Fahrrad würde ich das nicht machen wollen. Da ist ein Griff zum Telefon vor mir in der Halterung x-mal flotter und sicherer.
        Genauso im Bett: für mich ist das auch ein Anwendungsfall für Musikhören.
        Und ja, ich stelle da auch immer wieder mal am Kopfhörer die Lautstärke ein, aber mindestens genauso oft greife ich zum Telefon und verstelle die LS an den seitlichen Tasten. Und das OHNE das Display anmachen zu müssen.
        Da ist es viel störender, dass die meisten BT Kopfhörer eine extrem grelle Bereitschafts LED besitzen, die dann oft auch noch während der Aktivität blinkt. DAS geht gar nicht.
        Bezüglich Sitz werde ich mal sehen, ob die passen, andernfalls gehen sie einfach zurück. Aber allein auf das problemlose Umschalten zwischen den Geräten freu ich mich tierisch.
        Das ist das, was mich derzeit am Meisten an den vorhandenen Hörern nervt: maximal mit zwei Geräten gleichzeitig koppelbar und vor allem dass sie permanent nerven, wenn man ausser Reichweite eines Geräts kommt.
        Und zwar nicht mit einem einmaligen Hinweis sondern je nach Hörer mit einem Ton/einer Ansage alle 5 – 30 Sekunden. Die Wiedergabe wird dabei aber immer so unterbrochen, dass wesentliche Informationen verloren gehen.
        Einfach nur ätzend.

      • Ugur

        Bei dauerlicht bei manchen Teilen stimme ich dir voll zu, das geht echt garnicht =) Die Teile die ich verlinkt hatte leuchten nur rot beim laden und blau sobal voll geladen und noch am ladekabel, sobald man sie abmacht vom ladekabel leuchtet das Licht nicht mehr, macht Sinn =)
        Das sind jetzt auch nicht die besten von meinen Bluetooth Kopfhörern, nur diejenigen die ich meistens beim Sport benutze weil stabilster Sitz bei noch genug Kabelfreiheit und eben Hardwaretasten.
        Und ja, manchmal nutze ich auch die Hardwaretasten am Telefon für Lautstärkerägelung, aber eben nicht immer, und beim Fahrrad fahren hab ich ne Trinflasche in der Halterung, nicht mein Telefon.
        Und ja, neben Lautstärker will ich eben auch noch Hardwaretasten direkt mit dem Finger erreichbar für mindestens noch Playback/Pause dazu, wenn nicht noch mehr.
        Bezüglich nahtloses umswitchen zwischen Geräten, ja, das find ich auch nett, aber dafür alleine (wie gesagt, die meisten anderen Aspekte find ich eher nachteilig) würd ich nicht so nen Preis für diese Qualitätsstufe von Kopfhörern zahlen. Hängt vielleicht auch davon ab ob man iOS Geräte in jedem Zimmer hat oder doch meistens die meisten Geräte entweder im gleichen zimmer oder doch so weit auseinander dass das automatische umsteigen jetzt auch nicht so praktisch ist.

    • ge

      Ich werde deinen ewig langen Blog-Post garantiert nicht lesen, vermute aber mal: die AirPods sind einfach nichts für dich ;-)

  • Vielleicht kannst Du mir dazu eine Frage beantworten? Kann ich ein Video mit dem iPhone aufnehmen, so dass der Sound über das Mic der Airpods aufgenommen wird (so wie bei den kabelgebundenen Earbuds)?

  • ge

    Wenn ich alleine bin, nutze ich Siri gerne. Zum Beispiel um mal kurz 10 Sekunden zurück zu springen, nicht nur für laut und leiser. Aber unter Leuten … never.

  • speedlimiter

    44 Kommentare bevor ich diesen schrieb. Das ist schon eine Menge unter einem einzelnen Beitrag von Alex.

    Das heißt, die AirPods polarisieren. Meistens ein untrügliches Zeichen eines erfolgreichen Apple-Produkts.

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