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van Alex Olma
7. Februar 2017 – 12:41 Uhr

„Future iOS update will shut the door on apps from the dawn of the smartphone“

As Apple says, purging older apps and keeping them from running is mostly good for users; even if an older app still runs on iOS, it won’t support all the newest APIs, and users may experience crashes and other issues that an actively maintained app wouldn’t suffer from. The main problem, as is often the case with software and services, is about how to archive these older apps for study or for later use or emulation. When these apps—many of them games—stop working and are removed from the App Store, it will become that much harder to recall the dawn of the modern smartphone era and to research it for other projects.

Andrew Cunningham | Ars Technica

So romantisch die Idee auch ist, (alte) Software für die Nachwelt aufzuheben, so unrealistisch ist sie mittlerweile. Mit dem Vertrieb über kopiergeschützte App-Store-Plattformen von Apple und Google tendiert die Archivierbarkeit von Software gegen Null.

As it stands, without exploits for security vulnerabilities for these devices, it isn’t even possible to get a copy of the apps to run in an emulator, due to the as-yet uncracked DRM used by Apple (which may or may not use hardware AES keys; I still haven’t figured this out). So even if you had an iPhone emulator (and you don’t, and might not for a very long time, if ever), you also need to obtain an unencrypted copy of Trainyard (the app in the banner image of this article) to run on it, as if they really are using hardware AES keys for that, your emulator is going to be missing those.

saurik

Wenn Apple mit iOS 11 alle 32-Bit-Apps ausschließt, wonach es im Moment aussieht, wird das viele Apps aus dem Katalog kegeln. Betroffen sind dabei Apps und Spiele, die seit mindestens eineinhalb Jahren nicht aktualisiert wurden. Seit Sommer 2015 zwingt Apple bereits zur 64-Bit-Pflicht.

Das bedeutet im Umkehrschluss: Apps, die seitdem kein Update mehr erfuhren, werden auch nicht mehr gepflegt; von einer aktiven Entwicklung einmal ganz zu schweigen.

So zurückgelassene Apps zeigen falsche oder veraltete Dialoge, unterstützen keine neuen Schnittstellen, vermissen eine Anpassung an die inzwischen größeren iPhone-Bildschirme oder stürzen einfach ab. Apples Motivation mit dem (bereits eingeläutetem) Ende von 32-Bit-Apps liegt klar auf der Seite seiner App-Store-Kund_innen, die keine Zeit und kein Geld mehr in alte (Crash‑)Software investieren sollen. Es ist eine von mehreren notwendigen Bestrebungen den App-Store-Katalog instand zu halten.

  • Da ist mir doch ein wenig zu viel Apple-Hörigkeit vorhanden. Apple wird mit iOS 11 Applikationen ausschließen, die zwar nicht mehr aktualisiert wurden, die aber noch problemlos laufen (in meinem Fall z.B. geoDefense) und für die es auch keine Alternative gibt. Ja, mir ist bewusst, dass es viele Applikationen gibt, die mittlerweile alt und fehlerhaft sind, teilweise nicht einmal mehr starten. Es gibt aber auch viele, die problemlos funktionieren und die Apple jetzt tötet. Es ist für Apple kein Problem, den Neukauf dieser alten Apps zu unterbinden. Stattdessen werden sie den Start dieser Apps verhindern. Das ist einfach nur falsch.

    • karlimann

      Wenn eine App seit Sommer 2015 nicht mehr aktualisiert wurde, ist diese für mich faktisch tot. Und wenn die App nicht an die größeren Bildschirme angepasst wurde, ist es noch schlimmer.

      Ich weine diesen Apps keine Träne nach.

      • Also auf meinem aktuellen SE funktioniert die App problemlos und nutzt den vollen Bildschirm aus. Das hätte ich gerne auch weiterhin. Die Entscheidung sollte bitte mir überlassen bleiben. Startverbot ist Irrsinn, Kaufverbot sinnvoll. Das eine bestraft die User, das andere schützt sie und erzeugt Druck auf die Entwickler.

      • Das hat ja nichts mit der Bildschimgröße zu tun, das iPhone SE ist ein 64Bit Gerät, alle Apps die für 64Bit entwickelt wurden werden auch weiterhin laufen.

      • Alex

        So pauschal ist das sicherlich nicht richtig. Ich spiele das Spiel „Fieldrunners 2“ beispielsweise immer noch sehr gerne, ist aber leider nur 32 Bit, d.h. beim Start kommt eine Warnung. Und gerade bei Spielen sind neue iOS-Features häufig irrelevant, d.h. eine Aktualisierung unnötig. Speziell Spiele sind durchaus häufig irgendwann einmal fertig. So wäre es sicherlich schade, wenn da so einige Apps, wie Fieldrunners 2, verschwinden würden.

      • Spaßeshalber habe ich mir etliche „alter“ Spiele noch einmal geladen, um sie spielen zu können, bevor Apple das verbietet: Doom Resurrection, Civilization Revolution, Mirror’s Edge, Rolando, Rolando 2 (die laufen noch problemlos). Etwa 50% der Spiele funktionierten allerdings nicht mehr. Die Intention von Apple kann ich nachvollziehen, die Vorgehensweise schießt allerdings über das Ziel hinaus*. Je nachdem, wann man mit dem iOS angefangen hat, hat man irgendwann einmal ein Set an Applikationen, welche all das können, welches man benötigt und diese benutzt man, solange es möglich ist. Ich verwende sogar noch eine alte App im alten iOS-Layout, da es keine Alternative mit demselben Funktionsumfang gibt.

        *Wenn das Ziel nur die AppStore-Bereinigung ist. Sie nutzen das allerdings sicherlich, um auch etliche alten Codezöpfe aus dem OS zu entfernen, der für 32bit-Apps mitgeschleppt wird.

      • karlimann

        Du hast das „für mich“ in meinem Post schon gelesen?

      • mercalli12

        Das kann ich so nicht unterschreiben. Ich spiele immer wieder gern Die Siedler auf dem iPhone. Also die Portierung von Die Siedler IV. Aber die App wurde schon ewig nicht mehr aktualisiert und ist mittlerweile auch nicht mehr im Store. Ich finde es schade, dass es keine Lösung dafür gibt. Ich habe einige Apps, die mir beim Starten die „macht ihr iPhone langsamer“-Warnung auswerfen. Mit dem Update warten geht dann auch nicht. Im Herbst gibt’s vermutlich ein neues iPhone. Dann sind meine 2 Jahre wieder rum.

    • speedlimiter

      Sie verhindern gar nichts. Es fehlt dann wahrscheinlich schlicht der Code in iOS 11 um diese ausführen zu können.

      Apple zwingt allerdings auch niemanden das Update einzuspielen. So lange neue Apps iOS 10 noch unterstützen, kann man seine alten Apps problemlos weiterverwenden.

      Ich schätze die Nutzung von solchen alten Apps auf weniger als 1% aktuell. Der Aufschrei wird sich in Grenzen halten.

      • Alex

        Naja, Apple zwingt durchaus zur Nutzung der neusten iOS-Version, falls man das Gerät z.B. wechselt oder neu aufsetzen muss. Auch andere Produkte, wie die Apple Watch, können einen zwingen, auch das iPhone zu aktualisieren, weil Apple hier Abhängigkeiten schafft.

  • bogge101

    Solange wir Kunden die bereits geladenen und gekauften Apps trotzdem weiter laden können, finde ich das gut und konsequent. Denn wenn man schlecht oder nicht funktionierende Apps lädt/kauft ist das vertane Zeit und (verlorenes) Geld.

    • Maurice

      Das Problem ist dann doch, dass du die App zwar weiter laden „könntest“, diese aber nicht mehr unter iOS11 startet. Da bringt es einem auch nix, wenn man immer wieder an alte Apps ran kommt 😂

      • bogge101

        Dann finde ich es nicht richtig, denn die Apps hat man als Kunde ja ggf bezahlt und Apple sperrt die Kunden dann von deren Nutzung aus. Finde ich nicht gut. Also ich bin sauer, wenn ich dann manche gekaufte Apps nicht mehr benutzen kann. Löscht Apple die Apps beim Update dann einfach vom Telefon?

      • Maurice

        Das ist Apple leider 💩egal, da sind die extrem „Kundenunfreundlich“.

        Die App wird nicht gelöscht, bleibt auf deinem iPhone aber sie wird einfach nicht mehr starten.

      • das findest du so lange schlecht bis durch eine veraltete App kritische Sicherheitslücken auftreten.

      • Alex

        Das kann natürlich auch passieren, aber viele der ausgeschlossenen Apps dürften aber in sich abgeschlossen sein und keine Anfälligkeit zu Sicherheitslücken aufweisen. Ein Spiel oder eine Musik-App ohne Verbindung nach außen ist unkritisch. Kritisch sind üblicherweise nur Apps, die mit einem Konto verbunden sind, und diese werden üblicherweise auch regelmäßig aktualisiert solange der zugrundeliegende Dienst existiert.

    • Basti

      Beschwert sich eigentlich noch jemand, dass seine Windows XP/2000/98 Programme

      Nicht mehr laufen?

      • bogge101

        Ich hab so einige CD Roms, die ich gern nochmal spielen würde. Unter Windows 8.1 hatte ich keinen Erfolg

  • Georg

    Hört sich ja grundsätzlich schön an. Wenn aber dann irgendwann Yamaha die App für meinen Receiver nicht mehr aktualisiert, würde mir das schon auf die Nerven gehen. Den letzten Receiver hatte ich rund 20 Jahre und ich würde mich ärgern, wenn ich die iOS App irgendwann nicht mehr verwenden kann, obwohl sie noch funktionieren würde.

  • Pingback: Die 64-Bit-Pflicht. – iPhoneBlog.de()

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