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van Alex Olma
19. März 2017 – 16:13 Uhr

„Swatch Takes on Google, Apple With Watch Operating System“

Swatch Group AG said it’s developing an alternative to the iOS and Android operating systems for smartwatches as Switzerland’s largest maker of timepieces vies with Silicon Valley for control of consumers’ wrists.

The company’s Tissot brand will introduce a model around the end of 2018 that uses the Swiss-made system, which will also be able to connect small objects and wearables, Swatch Chief Executive Officer Nick Hayek said in an interview Thursday. The technology will need less battery power and it will protect data better, he said later at a press conference.

Bloomberg

Ein eigenes Betriebssystem! Viel Glück damit.

Wer es positiv sehen will: Die Swatch-Gruppe scheint ihre schwierige Lage inzwischen zu realisieren. Noch im letzten Sommer hieß es:

“We are not talking about competing with Apple,” said the colorful Mr. Hayek, who was dressed in a plaid shirt and scarf, occasionally donned a pair of Swatch sunglasses and puffed on a big cigar during the news conference. “They are consumer-electronics people and we don’t want to get into that sector.

“We are also competing with jewelry, it’s two different worlds.”

Swatch to Focus Smartwatch Technology on Its Plastic Swatch Brand

Erst jetzt, nach einem gefloppten Geschäftsjahr 2016, scheint man den Kampf ums Handgelenk ernst zu nehmen.

Zuvor rieb man sich an Namensrechten auf. Unvergessen bleiben die Bemühungen der Swatch-Gruppe gegen Apples Registrierung der Marke ‚iWatch‘ – einige Monate bevor Tim Cook die Apple Watch überhaupt präsentierte.

Auf Anfrage bestätigt die Leiterin der Unternehmenskommunikation, Serena Chiesura, in einer Stellungnahme, dass die Swatch-Gruppe gegen die von Apple registrierte Marke iWatch vorgehe. Das hängt mit der eigenen Armbanduhren-Serie iSwatch zusammen, deren Name sich nur durch einen Buchstaben von der iWatch unterscheidet.

„Wir beurteilen die Verwechslungsgefahr als gegeben, die Marken sind verwechselbar. In allen Ländern, wo die Marke eingetragen ist, gehen wir dagegen vor.“

via watson.ch (Mai, 2014)

Später folgten noch Markenanträge für „Tick different“ und „One More Thing“.

Wenn gegen „Ende 2018“ wirklich ein Betriebssystem für smarte Uhren von der Swatch-Gruppe folgt, welchen Entwicklungsstand besetzen dann bereits Android Wear und watchOS?

  • Ich denke, dass Swatch da durchaus etwas machen könnte, das eine Chance am Markt hat.

    „Ein eigenes Betriebssystem“ klingt vielleicht erst einmal nach viel, aber in Wirklichkeit sind Android und iOS beides Unix-Systeme mit einem ausgefeilten Application-Toolkit.
    Swatch könnte ein klassisches Embedded-System machen. Man muss sich bloß genau überlegen, welche Funktionen man in das Gerät bringen will.

    Ich frage mich durchaus, wie der nächste Schritt aussehen würde und ob Apple ihn machen wird. Beispielsweise denke ich, dass es vielleicht irgendwann unüblich sein könnte, ein Handy dabei zu haben und man stattdessen alles über die Uhr macht. Das kann WatchOS momentan nicht und ich vermute auch Android Wear ist gelegentlich auf das Handy angewiesen – auch wenn es in dem Lager durchaus SIM-Watches gibt.

    Für einen Persönlichen Hotspot sind die kleinen Akkus einer Uhr heute noch nicht ausreichend, aber vielleicht wird es auch da Entwicklungen geben, bei denen die SIM dann nur kurz benutzt wird und dann direkt LTE auf einem Gerät ohne SIM benutzt werden kann? Viele Lösungen sind denkbar.

  • Christian

    Im Inhalt des Links hinter „gefloppten“ wird doch lediglich auf die Entwicklung der Vorstandsgehälter bei Swatch eingegangen. Da sich diese sicherlich durch Boni etc. von Unternehmenserfolg ableiten kann ich mir implizit herleiten, dass die Geschäfte bei Swatch schlechter laufen. Aber wieso so kompliziert ? Im Kontext ist es hier besser beschrieben: http://www.wiwo.de/unternehmen/handel/swatch-spuert-die-flaute-nick-hayek-schnallt-den-guertel-enger/19524662.html

    • War der falsche Link. Danke für die Korrektur.

  • Auf kurz oder lang werde ich meine Apple Watch wieder verkaufen. Weder Apple noch Google verstehen das gleiche unter einer Smartwatch wie ich. Bei Apple besteht die Individualisierung darin Armbändern für teures Geld zu kaufen. Bei Google kann man das Watchface individualisieren. Alles nett, aber beide Betriebssysteme laufen auf Gräten die mit ihren OLED Displays auf Laufzeiten von zwei Tagen kommen, aus meiner Sicht völlig inakzeptabel. Smart wäre eine Watch die mit Benachrictigungen und Fitnessfunktionen eine Woche durchhält. Ein Paperdisplay mag zwar nicht so schön leuchten, frisst aber kaum Strom und ist auch bei Tageslicht super lesbar. Ich werde mein Glück mal bei Garmin versuchen.

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