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van Alex Olma
30. Oktober 2017 – 20:39 Uhr

AppleCare+ oder kein AppleCare+?

Eine der prominenten Fragen, die vor der Veröffentlichung des iPhone X zur Diskussion steht: AppleCare+ oder kein Apple Care+?

Ich persönlich hatte bislang noch nie AppleCare und hätte es in den letzten 10 Jahren auch nur einmal gebraucht1. Ich empfinde 229 Euro – bei einem iPhone-Verkaufspreis von 1.150 Euro (64 GB‑Modell) beziehungsweise 1319 Euro (256 GB‑Modell) – im Verhältnis zu teuer. Die Vorteile von AppleCare+ gelten für zwei Jahre. Sprich: Die Versicherung kostet 10-Prozent des Neupreises.

Die deutlich gestiegenen Reparaturpreise für das iPhone X rufen mir Apples Versicherung aber zumindest einmal wieder in die Erinnerung.

Die Displayreparatur für 321,10 Euro empfinde ich im Verhältnis zum iPhone-Anschaffungspreis als happig. Ein „Sonstiger Schaden“, der von komplett zerstört bis zu einem (möglicherweise simplen) Glassprung in der Rückseite reicht und 611,10 Euro kostet, scheint nach dem größten anzunehmenden Unfall kalkuliert.

AppleCare+ kostet wie gesagt 229 Euro und beinhaltet zwei Reparaturen (innerhalb von zwei Jahren), die deutlich den Preis reduzieren. Die Selbstbeteiligung beträgt 29 Euro beziehungsweise 99 Euro.

Um so bisschen mehr Perspektive auf AppleCare+ zu bekommen, habe ich mir die Details einer klassischen Elektronikversicherung angeschaut2. Generell sind das „All‑Risk‑Versicherungen“, die im Gegensatz zu AppleCare+ auch im Fall von einem Diebstahl oder dem Verlust zahlen.

Klassische Elektronikversicherungen beginnen bei einer Jahresgebühr von zirka 300 Euro. Für diesen Preis sind alle eure (eingetragenen) Elektronikgeräte bis zu einer Gesamtsumme von 20.000 Euro versichert. Sprich: Der iMac, das iPad, die Apple Watch sowie euer Smart TV passen in die Versicherungssumme locker rein. Die Selbstbeteiligung pro Schadensfall beträgt in der Regel 150 Euro.

Konkretes Beispiel: Wenn euch das iPhone X runterfällt, lauft ihr zu Apple und zahlt 611.10 Euro für einen „Sonstigen Schaden“. Dafür bekommt ihr ein neues iPhone und die Elektronikversicherung zahlt euch 611.10 Euro (minus 150 Euro für die Selbstbeteiligung) zurück.

Kleine Beigaben von AppleCare+: ein iPhone-Express-Austausch sowie der 24-Monate-Telefonsupport (an den man sich auch mit Software-Fragen wenden kann).

Bitte nicht falsch verstehen, aber ich gebe hier garantiert keine Empfehlung für oder gegen eine Versicherung. Schon deshalb nicht, weil eine Versicherung für manche Kunden und Kundinnen ein „peace of mind“ ist, den nicht jeder nachvollziehen kann.

Ganz objektiv lässt sich aber festhalten: AppleCare+ deckt jeweils nur ein individuelles Gerät ab, greift nicht im Fall von einem Diebstahl oder Verlust und kann in der Praxis die bequemere (Austausch‑)Methode sein, wenn man sein Telefon unbeabsichtigt zerlegt.

Die klassische Elektronikversicherung deckt dagegen euer gesamtes Equipment ab, zahlt auch bei Verlust oder Diebstahl, klammert aber die Kleinigkeiten aus, die man für Support und möglicherweise eine höhere Kulanz bei AppleCare+ bekommt.


  1. Und selbst über dieses „eine Mal“ lässt sich streiten. Mir ist mein iPhone 6s – vier Wochen vor dem Verkaufsstart des iPhone 7 – beim Aussteigen aus dem Auto aus der Tasche gefallen. Der Sprung im Glas auf der Vorderseite zog sich aber nicht einmal bis in den Bildschirm, sondern nur über die weiße Maskierung vom Gehäuserand bis zur Hörmuschel. 
  2. Ich habe weder den Überblick noch die Geduld andere „Handy-Versicherungen“ – beispielsweise von Mobilfunkanbietern – abzuklopfen. 

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