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van Alex Olma
15. Januar 2018 – 14:42 Uhr

Facebook‘s Neujahrsvorsätze

The research shows that when we use social media to connect with people we care about, it can be good for our well-being. We can feel more connected and less lonely, and that correlates with long term measures of happiness and health. On the other hand, passively reading articles or watching videos — even if they’re entertaining or informative — may not be as good.

Based on this, we’re making a major change to how we build Facebook. I’m changing the goal I give our product teams from focusing on helping you find relevant content to helping you have more meaningful social interactions.

Mark Zuckerberg

Facebook verspricht diese Änderungen seit Jahren – ohne Wort zu halten. Jetzt steht Zuckerberg erstmals mit eigenem Namen dahinter. Und er besitzt weiterhin das ausschlaggebende Aktienstimmrecht, weshalb ich tatsächlich an einen bevorstehenden Wandel für das soziale Netzwerk glaube.

Ich weiß nicht wie es euch geht, aber mein persönlicher Facebook-Feed ist ein Desaster. Dort werden mir nicht nur überwiegend Personen vorgesetzt, dessen Aktivitäten mich nicht interessieren, sondern vornehmlich deren (für mich!) noch uninteressanteren Links.

Natürlich könnte ich die Arbeit reinstecken und Beiträge ab- beziehungsweise aufwerten. Wenn Facebook mehr über mich wüsste, würden sie meine Filterblase flauschiger auspolstern.

Mit dem derzeitigen Fokus, bei dem „brands und media“-Inhalte aber einen dominanten Teil meiner Timeline bespielen (dürfen), schnürt das jede Motivation ab. Den Deal mit der personalisierten Werbung gehe ich bewusst ein (wenn ich dort unterwegs bin). Das konstante Geschachere mit Artikel und (Werbe-)Videos, die mir ungefragt vorgesetzt werden wenn deren Anbieter dafür bezahlt, nimmt mir allerdings jeglichen Ansporn die Plattform überhaupt zu nutzen.

Fürs iPhoneBlog.de betreibe ich selbst eine Facebook-Seite (weil man es Lesern und Leserinnen so einfach wie möglich machen möchte). Für gefühlt jeden dritten Link, den ich dort teile, bekomme ich eine „This post is performing better than XY% of your other posts“-Mail. Darin werde ich aufgefordert, Geld einzuwerfen um mehr Leute zu erreichen.

Notwendig ist das, weil selbst ein „Like“, ein „Abonnieren“ oder das „Seite gefällt mir“-Däumchen nicht zwangsläufig dazu führt, dass man alle Posts von einem „Brand“ zu sehen bekommt:

Durch das hochgradig präzise Targeting, mit dem man sich als Publisher aussuchen kann wer Artikel vorgesetzt bekommt, hat sich Facebook eine Echokammer gebaut, die ihnen viel Geld einspielt, aber inzwischen um die Ohren fliegt. Und ich glaube es ist tatsächlich realistisch, dass Facebook diesen Geldhahn (weiter) zudreht und damit das Medienbild – von Fake News bis zu Clickbait-Überschriften – abermals drastisch verändert.

Facebook besetzt mit WhatsApp, Instagram und ihrem eigenen Messenger drei Sparten, die wie eine Faust aufs ‚Social Network‘-Auge passt. Dagegen ist Facebook.com – die Webseite und ihre App – aber derartig vom Kurs abgekommen, das Mark Zuckerberg nicht nur leicht nachjustieren muss. Und als erstes werden das die Publisher zu spüren bekommen.

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