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van Alex Olma
2. August 2018 – 11:15 Uhr

Apple stellt sein Affiliate-Programm für Apps ein

Viele App-Entwickler holen sich durch die Verwendung eines eigenen Affiliate-Links ein paar zusätzliche Cent von ihrer 30-Prozent-Provision zurück, die Apple bei jedem Kauf einbehält. Zurecht: Der alte 70/30-Split gehört überdacht.

Unabhängig davon zahlte Apple in den letzten Jahren enorm viel Affiliate-Umsatz an Link-Farmen wie AppShopper oder AppGratis, die abseits von Preisänderungen kaum einen Mehrwert boten. Apple griff zumindest im App Store gegen diese reinen Schaufenster-Anwendungen durch.

Ähnlich viel Affiliate-Geld floß an zweifelhafte Gratis-Spiele, die „Credits” gegen den Referral-Download von anderen App-Store-Apps boten. Und weil aufspringende In-App-Ads oder Werbe-Push-Aufforderungen ausserhalb des Prüfprozesses laufen, fällt es schwer diese Kandidaten aus dem großen App-Store-Teich herauszufischen.

Aber man muss eigentlich gar nicht zu diesen fragwürdigen App-Store-Apps schauen: Große Suchmaschinen und Soziale Netzwerk haben das Affiliate-Programm (aus‑)genutzt wenn dort jemand eine schlichte Werbeschaltung für Software gebucht hat.

Durch die heute bekanntgegebenen Änderungen, die in zwei Monaten in Kraft treten, kommen selbstverständlich auch unabhängige Blogs und Podcasts unter die Räder, die das Affiliate-Programm als alternative Einnahmequelle zu klassischen Werbebannern benutzt haben. In den seltensten Fällen reichen die Affiliate-Einnahmen zur kompletten Finanzierung einer Webseiten aus, durch professionelle Testberichte oder kurierte Softwareempfehlungen halfen die Erlöse aber die Miete zu bezahlen.

Natürlich verschwimmen auch hier die Grenzen: Beachtlich viele Webseiten verlinken Apps oder Amazon-Angebote nur weil dadurch Affiliate-Umsätze entstehen und nicht weil man sich mit der Software oder dem Produkt auseinandergesetzt hat. Wie verdient diese Einnahmen dann sind, variiert von Fall zu Fall.

Unterm Strich finde ich es sehr bedauerlich, dass Apple keine differenziertere Lösung gefunden hat. Man hätte mit monatlichen Höchstgrenzen experimentieren können, mit einer limitierten Provision wenn man sehr viel Affiliate-Umsatz einstreicht oder sich generell anschauen können von wo die Klicks stammen um Teilnehmer gegebenenfalls aus dem Programm zu werfen.

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