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van Alex Olma
11. Januar 2019 – 15:18 Uhr

Ember – eine Kaffeetasse mit Firmware

„Natürlich hat meine Kaffeetasse eine Firmware! Wieso die Frage?”

Die Ember (Affiliate-Link) war ein Weihnachtsgeschenk. Ich hätte mir die Tasse, die die Trinktemperatur mit einer Akkuladung bis zu einer Stunde aufrechterhält, nicht geleistet. Meine Büromiete beinhaltet nämlich den unbeschränkten Zugriff auf einen schnieken Kaffeevollautomaten. Deshalb war ich immer der Annahme: Wenn mein Kaffee kalt wird, mache ich mir einfach eine neue Tasse.

In der Praxis ist das natürlich Quatsch: Die letzte halbe Tasse trinkt man dann doch kalt – beziehungsweise deutlich kälter. Mit dem ‚Ceramic Mug‘ bleibt mein Kaffee bis zum letzten Schluck auf der exakt gleichen Temperatur. Nur wenige Dinge im Leben klingen nach einem größeren „first world problem“ – und trotzdem möchte (auch) ich die Ember nicht mehr missen.

Ein paar kurze Anmerkungen:

  • Die Tasse besitzt lediglich eine Beschichtung aus Keramik – unter der Oberfläche ist es eine Edelstahltasse. Das erklärt (wahrscheinlich) die Konstruktion von dem recht kantigen Griff. Nichtsdestotrotz: Die 400 Gramm, die die Tasse inklusive Akku auf die Waage bringt, fühlt sich fantastisch an, auch wenn das Fassungsvermögen durch die Technik, die im Fuß sitzt, arg eingeschränkt ist.
  • Der Lade-Untersetzer arbeitet nicht mit Induktion (wie man das dieser Tage vermuten würde), sondern lädt die Tasse über zwei Metal-Pins. Diese zwei Nadeln sollen (nach offizieller Aussage) von Flüssigkeiten ferngehalten werden. Das widerspricht meiner Auffassung von einem „Untersetzer“. Ich habe mir also angewöhnt die Tasse, die nicht in einen Geschirrspüler oder eine Mikrowelle darf, nach dem Ausspülen abzutrocknen.
  • Die iOS-App, über die man die gewünschte Temperatur einstellt oder die Farbe der LED ändert, ist nicht verpflichtend. Die Tasse strebt von selbst eine festgelegte Solltemperatur an (54,4 °C), die sie dann hält. Allerdings schickt die App auch Push-Benachrichtigungen beim Erreichen der gewünschten Temperatur – aufs iPhone oder die Apple Watch. Obendrein verzeichnet sie euren Koffein-Input in Apple Health. Sprich: Ohne App macht‘s weniger Spaß.
  • Der fest verbaute Akku hält euren Kaffee oder Tee bis zu einer Stunde warm – die Tasse bleibt dabei von außen angenehm kühl. Setzt man die Tasse auf dem Untersetzer ab, behält euer Getränk dort quasi den ganzen Tag die voreingestellte Temperatur. Durch den automatischen Ruhemode muss man sich in der Praxis keine Gedanken um den Batteriestand machen und die Tasse auch nicht von Hand ausschalten.

Wie bereits betont: Eine Tasse mit Temperaturregelung klingt super-überflüssig. Machen wir uns nichts vor: Sie ist in unserem Büroalltag (!) super-überflüssig.

Trotzdem bleibt der Reiz nach diesen „netten Kleinigkeiten im Leben“. Ich vergesse beim Schreiben regelmäßig meine gefüllte Tasse mit Kaffee, obwohl sie direkt neben mir steht. Die freudige Überraschung, zu einer Tasse mit Kaffee zurückzukehren, die noch genauso schmeckt wie vor einer halben Stunde, funktioniert für mich noch wie am ersten Tag.

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