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van Alex Olma
1. Februar 2019 – 16:43 Uhr

Q1/2019 – mehr Sein als Schein

Q1/2019 war Apples erstes Quartal ohne Nennung exakter Stückzahlen für verkaufte iPhones und iPads. Dafür hagelte es einen Strauß anderer Informationen, die Apple so konkret noch nie fallen ließ – beziehungsweise zu denen nur sehr alte Hausnummern existierten.

Beispielsweise erfuhren wir, dass die „iPhone installed base” die Marke von 900 Millionen Geräten überschritt. Insgesamt befinden sich dort draußen 1.4 Milliarden Apple-Geräte.

Diese Zahl ist so bedeutsam, weil sie die Zielgruppe für das Ökosystem umschreibt, die man als Entwickler von Software oder über Serviceangebote erreichen kann. Es ist die „user base”, über die wir auch im Zusammenhang mit Kundenzufriedenheit sprechen. Und es ist die potenzielle Anzahl von Kunden, die am Upgrade-Zyklus von Hardware teilnehmen.

Die iCloud-Umsätze haben im Vergleich zum Vorjahresquartal um 40-Prozent zugelegt. Apple gewann in den letzten 12 Monaten zirka 120 Millionen Kunden und Kundinnen für seine bezahlten Aboangebote (Musik, Speicherplatz, Apps, etc.). Apple News hat in seinen drei Ländern, in denen es derzeit verfügbar ist (USA, UK und Australien), insgesamt 85 Millionen „monthly active users” und Apple Pay verdoppelte die Anzahl seiner Transaktionen (1.8 Milliarden) gegenüber dem Vorjahresquartal.

Apple legte erstmals den iPhone-Modell-Mix offen: Im Weihnachtsquartal hat sich unter den neuen Geräten (!) das iPhone XR am besten verkauft; gefolgt wird es vom iPhone XS Max. Das iPhone XS war am wenigsten nachgefragt.

Die iPhone-Umsätze fielen weltweit um 15-Prozent – dafür ist nicht nur China verantwortlich, sondern eine generell stagnierende Nachfrage für Smartphones. Apple hat mit seinem iPhone definitiv nicht nur ein Problem in China.

Einige der Gründe für die sinkende Nachfrage kennen wir aus Apples zurückgeschraubter Umsatzprognose. Die Telefonkonferenz ließ jedoch durchblicken, dass iPhone-Kunden nicht auf Android-Geräte wechseln, sondern als bestehende Kunden primär ihre alten Geräte länger behalten.

Luca Maestri: “We had a lower number of iPhone upgrades then we had anticipated at the beginning of the quarter.

Apple zielte in diesen Quartalszahlen thematisch kräftig auf die Service-Sparte. Man sollte das jedoch richtig einordnen: Apples Wert liegt im Ökosystem aus Hardware, Software und Services. Services sind nicht neu, sondern waren schon immer ein Bestandteil davon – angefangen bei iTunes über Apple Care bis zu Apple Maps.

Apple musste in diesem Quartal demonstrieren, dass ihre anderen Geschäftsfelder so finanziell bedeutend sind, dass sie selbst schwächelnde iPhone-Verkaufszahlen abfedern können. Und das hat größtenteils geklappt: Apple ging mit einem Umsatz von 85 Milliarden US-Dollar sowie einem Gewinn von 20 Milliarden US-Dollar nach Hause. Unterm Strich war es ihr zweitbestes Jahresviertel in der Firmengeschichte.

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