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van Alex Olma
13. Juni 2019 – 13:20 Uhr

„The time has come to recognize the platform in a special way.”

Mit diesem Satz – dem Satz aus der Überschrift – leitete Craig Federighi nicht nur iPadOS ein, sondern nahm Apple in die Pflicht das iPad in seiner Softwarezukunft regelmäßig und substanziell voranzutreiben. Das iPad bekam auf der diesjährigen WWDC nicht nur einen eigenständigen Namen für sein Betriebssystem, es bekam nach zehn Jahren die überfällige Unabhängigkeitserklärung – das öffentliche Bekenntnis nicht mehr auf dem iPhone-Rücken reiten zu müssen.

Mit einem solchen Statement geht obendrein eine Art geteiltes Leistungsbewusstsein einher, in dem es nicht vorstellbar sein wird, im nächsten Jahr einfach kein signifikantes iPadOS-Update auszugeben. Die Zeiten, in denen das iPhone als Schwergewicht alle anderen Baustellen gestoppt hat, sind schwieriger zu rechtfertigen wenn diese „anderen Baustellen” einen konkreten Namen haben. Selbst tvOS und watchOS erhielten in allen Jahren, in denen das iPhone die höchste Priorität genoss, ihre Updates – auch wenn die Neuerungen teilweise überschaubar ausfielen. Das iPad saß im direkten Vergleich dagegen oft nur auf der Auswechselbank.

Natürlich wird es auch zukünftig Jahre geben, in denen der Fokus einseitig ausfällt. Ressourcen in der Softwareentwicklung lassen sich nur begrenzt mit Geld ausbauen. Und es bleibt nicht zu vergessen, dass die generelle Weiterentwicklung von iOS natürlich nicht nur dem iPhone hilft, sondern auch dem Apple TV, eurem HomePod, der Apple Watch und natürlich dem iPad.

Trotzdem: Der Name verpflichtet. Alles andere als eine jährliche Weiterentwicklung von iPadOS ist ab sofort nicht mehr vorstellbar.

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