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van Alex Olma
3. März 2020 – 16:56 Uhr

„A portless iPhone is starting to make a lot of sense“

The FBI would like a backdoor to iOS devices, Apple would not. Stuck in the middle of the two, is a grey area of third party exploitation, Bootrom jailbreak hacks and companies like Cellebrite who claim to be able to bypass iOS security. Indeed, many arguments against the FBI’s call for a backdoor, state that the FBI doesn’t need one because it can get third parties to do the job for them. Cellebrite, Checkm8 and Grayshift’s GrayKey are but three examples. But all of these solutions need a physical port to connect to your iPhone. What better way to stop anyone (including the FBI) from trying to back door your iOS security, than by taking away the one thing they need to connect to your iPhone?

Personally, I think that this is one of the most interesting and compelling reasons Apple has to think about ditching ports in its iPhone.

Stephen Warwick | iMore

Klingt nach einem guten Argument, ist aber keins.

Erst in der letzten Woche verlangte der britische Geheimdienstdirektor nach „exceptional access“ für Chat-Apps. Das ist kein Unverständnis für echte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, sondern die mittlerweile typische Art politischen Druck für Gesetzesinitiativen aufzubauen.

Diese Fälle nehmen nicht nur an Häufigkeit zu, sie stehen inzwischen regelmäßig auf der Tagesordnung. Und ich halte es für absolut unrealistisch, dass diese und ähnliche Anfragen von Geheimdiensten zukünftig abnehmen. Ganz im Gegenteil: Wir sehen schon jetzt das sich eine Routine aus Schuldzuweisungen einspielt, die direkte Auswirkungen auf die öffentliche Wahrnehmung hat.

Apple dürfte die (technische) Suche nach Exploits insgesamt sportlich betrachten, aber „laser-focused“ auf den Zehenspitzen stehen wenn es um die Öffentlichkeitsarbeit dafür geht.

Wenn Bundesstaaten und Länder weiterhin für Schwachstellen bezahlen, aber gleichzeitig in der Öffentlichkeit von einer fehlenden Kooperationsbereitschaft sprechen, steigen die politischen Chancen für eine „Backdoor“ – steter Tropfen höhlt bekanntlich den Stein.

Die Existenz von GrayKey und Checkm8 führten nicht zu einer besseren Zusammenarbeit zwischen Apple und dem FBI. Das PR-Schauspiel hat eher zugenommen. Die Forderung der Sicherheitsbehörden beschränkt sich nämlich nicht auf die Hilfe der Entsperrung einzelner Geräte, sondern eine generelle Hintertür.

Egal also ob komplett kabellos oder weiterhin kabelgebunden: Die Zielscheibe auf dem Rücken von Apple bleibt. Zumindest solange bis akzeptiert wird das sich Verschlüsselung nicht mehr abschalten lässt – das Mathematik nicht plötzlich aufhört zu existieren – und das dies positiv ist.

Nichtsdestotrotz: Standardeinstellungen bestimmen grundlegend wie wir Technologie verwenden. Ohne Lightning-Port wird der Zugriff auf die Telefondaten drastisch limitiert – egal wer danach fragt.

Wann es allerdings dazu kommt, ist eine Frage anderer Technologien: Qi-Charging ist ineffizient, langsam und in vielen Situationen unpraktisch. Audio ist mittlerweile ein gelöstes Problem, aber eine „Over-The-Air”-Wiederherstellung muss erst noch programmiert werden. Von kabelgebundenem Carplay lässt sich Apple sicherlich nicht aufhalten, aber welche iCloud-Backup-Optionen bietet man an, wenn sich Kunden tagtäglich selbst aussperren?

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