HEY NUTRI

Eine Investition in Komfort: das Nuki Smart Lock 3.0 Pro


Wir sprachen in Episode #857 von Bits und so bereits über dieses smarte Türschloss. Den Auszug aus dieser Podcast-Folge verstehe ich ergänzend zu diesem Blogpost.

Für diesen Artikel wurde ein Haus gebaut. Nein. Das ist natürlich eine Lüge. Für diesen Artikel wurde ein Haus umgebaut.

Weil ich die Kompatibilität der smarten Nuki-Schlösser mit den finnischen Türriegeln nicht abschließend klären konnte, musste meine Schwester ein Eigenheim renovieren. So kann ich jetzt darüber schreiben.

Bild zeigt eine geöffnete Tür und das Nuki-Türschloss.

Man möchte unbedingt das Nuki Smart Lock 3.0 in seiner Pro-Version (Affiliate-Link). Der Straßenpreis für den 280-Euro-Knauf liegt häufig schon bei rund 220 Euro. Integriertes WiFi und ein USB-C-Akkupack sind Komfort-Features der Pro-Version, die man bei diesem Komfort-Gadget unbedingt möchte. Obendrein bekommt man das Pro nicht nur in Weiß, sondern auch in der Farbe Schwarz.

Ich verstehe, warum Nuki die preislich attraktivere Nicht-Pro-Version im Store führt, und auch, warum die „Bridge“ sowie der „Power Pack“ weiterhin separat zu kaufen sind, aber sie dezimieren die Übersichtlichkeit für Neukunden. Deshalb gilt: Wer noch kein intelligentes Türschloss hat, schaut einfach nur aufs „Nuki Smart Lock 3.0 Pro“.

Bevor ihr jedoch im Online-Store aufschlagt, ist der „Installation Check“ zu durchlaufen. Ich habe gelernt: Schließzylinder fallen recht unterschiedlich aus; Türen öffnen sich nicht zwangsläufig nur nach innen. Eine Handvoll Fragen prüft, ob Kompatibilität mit eurer Eingangstür besteht.

Bild zeigt eine geschlossene Tür und das Nuki-Türschloss.

Zwei Kriterien seien aus dieser Prüfung hervorgehoben: Das Klötzchen, das an der Innenseite auf dem Schließzylinder klebt, dreht einen Schlüssel, der dauerhaft steckt. Sprich: Wer seine Installation vorbereitet, legt besser einen Ersatzschlüssel bereit.

Zweiter Aspekt: Obwohl Nuki optional einen „Universal Cylinder“ verkauft, erfordert das Smart Lock grundsätzlich keinen Austausch des vorhandenen Schließmechanismus, neue Schlüssel oder handwerkliche Fähigkeiten bei der Befestigung.

Ich möchte das doppelt unterstreichen: Für Mitbewohner:innen, die sich dem schlüssellosen Zugang verweigern, ändert sich absolut nichts, und die Installation ist wahlweise in wenigen Minuten rückgängig gemacht.

Und ja, ich schämte mich ein wenig, als ich am Tag der Einrichtung mit einem Werkzeugkoffer in der Tür stand.

Drei Screenshots der Nuki-App.

Im Gegensatz zur Installation der Hardware verbringt ihr ein bisschen Zeit beim Einrichten der Software. Ihr arbeitet euch durch eine Checkliste mit Einstellungen, vergebt Kontonamen sowie Passwörter und verschickt Einladungen an Personen.

Es war hilfreich, diesen Prozess in einem ruhigen Stündchen anzugehen, und Oma und Opa mit den Kindern zur Eisdiele zu schicken.

Das Set-up nimmt euch dabei an die Hand. Es dauerte lediglich ein paar Minuten länger, als ich mir das vorgestellt hatte. Mir fehlt die Erfahrung mit der Nuki-Software aus den letzten Jahren, aber die aktuelle Version warf mit keinerlei Türstoppern um sich; alles funktioniert unkompliziert und nachvollziehbar, wenn man nur ein wenig Technikfreude aufbringt.

Drei Screenshots der Home-App.

Einmal eingerichtet, fällt die tagtägliche Nutzung – über die Nuki-App oder die Einbindung in Apple Home – fast minimalistisch aus. Wahlweise öffnet sich euer Schloss, wenn ihr (mit schweren Einkaufstüten in beiden Händen) davor steht; vielleicht möchtet ihr es aber auch explizit über Siri aufsperren. Mein Software-Schlüssel für das Haus von Schwesterherz galt für exakt die Zeitspanne von meinem Besuch; mit beschränktem Zugang in den Abendstunden.

Diese temporäre Schlüsselvergabe an Großeltern, Lieferanten, eure Airbnb-Besucher:innen oder das Hauspersonal, ist ein unterschätztes Feature. Schlüssel auszuleihen oder gar unter Blumentöpfe vors Haus zu legen, sind Gewohnheiten aus einer anderen Zeit.

Das Türschloss bindet ihr in Szenen der Home-App ein, die es zu unchristlichen Stunden etwa komplett verriegelt, während die Tür tagsüber lediglich ins Schloss fällt.

Bild vom Nuki-Tür-Sensor.

Der 50-Euro-Türsensor (Affiliate-Link) ist hier ein sinnvolles Zubehör, auch wenn ich die nicht gängigen ½ AA-Akkus deutlich kritisieren möchte.

Der Sensor informiert über offenstehende oder offengelassene Türen – eine insbesondere hilfreiche Information, wenn du nicht Zuhause bist. Die Nuki-App führt Protokoll, wer, wann welche Tür geöffnet hat. Beispielsweise, wenn ihr wissen möchtet, wann das Kind (nach der Schule oder Party) wieder Zuhause eingecheckt hat.

Bild vom Nuki-Keypad.

Die Kleinen sind auch das Stichwort fürs Keypad 2.0 (Affiliate-Link), das die Zutrittscodes speichert und als einziges Accessoire von außen die Benutzung eines Smart Locks preisgibt.

Die Zurück-Taste lässt sich mit dem Zuschließen-Befehl belegen; bis zu 20 Touch-ID-Fingerspitzen merkt es sich. Die Kinder meiner Schwester haben noch keine Telefone und verschaffen sich darüber nun Zugang – ohne die Gefahr, ihren Haustürschlüssel zu verbummeln.

So etwas will man unbedingt als Vermieter:innen von Ferienwohnungen anbieten, ansonsten setzt man dieses optionale Zubehör auf seine Weihnachtswunschliste und probiert zuerst das automatische Auf- und Abschließen, die Sprachsteuerung oder die Watch-App.

3x Screenshots der Nuki-App auf der Apple-Watch.

Als ein wirklich notwendiges Zubehör zum Schloss (in der Pro-Version!) empfinde ich nur den Türsensor. So bleibt auch der Einstiegspreis erschwinglich.

Das Nuki ist nämlich kein Luxus, sondern bezahlbarer Komfort. Ich finde, Nuki könnte den optionalen Power-Pack noch hübscher integrieren und eine andere Batterielösung für den Türsensor wählen. Ausreichend kompakt und moderat leise ist ansonsten aber der Motor, der den Schlüssel dreht.

Software-Schlüssel bieten eine flexible Zugangskontrolle für euch und andere. Software-Schlüssel gehen nicht verloren und müssen nie gesucht werden. Mein Ziel ist es zukünftig auf den kompletten Schlüsselbund zu verzichten. Nuki macht den Anfang für die Haustür – auch wenn’s erst einmal nur meine Schwester ist, die in dieser Zukunft bereits angekommen ist.