Hochaufgelöste Selfies mit der Insta360 Snap
Seit einer Woche knipse ich Selfies über den Snap-Screen (Affiliate-Link). Ob ich ihn dauerhaft „im Alltag einstecke“, war bei der Bestellung meine größte Frage. Diese Frage kann ich nach nur einer Woche nicht beantworten, möchte aber erste Bemerkungen zur Benutzung abwerfen.

Das Kabel ist an der Displayseite fest verbaut und lässt sich nicht abziehen! Ich hatte nicht nur geplant, es gegen eine kürzere Strippe zu ersetzen, sondern dies auch als Pluspunkt für seine Langlebigkeit eingeplant. USB-C verschwindet auf absehbare Zeit nicht, aber Kabel knicken. Sprich: Ein kaputtes Kabel bedeutet einen kaputten Selfie-Screen.
Es deutet sich jedoch an, dass das Kabel nicht unnötig strapaziert wird: Bildschirm und Kabel sind zu viel Kladderadatsch, um sie dauerhaft am MagSafe zu belassen. Die magnetische Halterung am iPhone trägt zwar den Screen, das Telefon ist aber kein Ort, um den Screen herumzutragen.
Ein nettes Detail: Bei Nichtgebrauch klappt das Kabel in die entgegengesetzte Richtung und hält magnetisch am Cover. Das wirkt aufgeräumter als ein nicht eingestecktes Kabelende.
Von der Schutzabdeckung hatte ich mir erhofft, dass sie sich auch zwischen iPhone-Rückseite und Selfie-Screen versteckt. Das hält magnetisch jedoch nicht, weshalb sie zwangsläufig über dem Smartphone-Screen hängt, um unbeabsichtigte Berührungen zu vermeiden.
Das klappt erwartungsgemäß und lässt mich einen kleinen Bildschirmausschnitt noch per Touch erreichen. Für meine Fotoanwendung der Wahl bedeutet das: Mit Wischgesten wechsele ich weiterhin Filmemulationen.
Das „Anti-Touch“-Cover überdeckt beim Umklappen auch die Kamerasteuerung – den Button. Das verhindert jedoch nicht, dass man den Auslöser weiterhin (durch-)drücken kann.
Das ist grundsätzlich hervorragend, außer man stellt sich ungeschickt an und löst Wischgesten auf diesem Button aus. Passiert das aus Versehen, ist es umso umständlicher, eine Einstellung gezielt zu widerrufen.

Gerätekompatibilität ist kein Witz: Die Snap funktioniert etwa nicht am iPhone Air. Dagegen perfekt: Ohne eigenen Akku muss ich ihn separat nicht aufladen. Ich vermute, dass ein separat aufzuladender Screen ein Showstopper für mich wäre.
Der Screen startet direkt beim Einstecken; ein solcher Kaltstart erfolgt immer und dauert zirka fünf Sekunden. Diese Wartezeit hat mich in ein paar Situationen bereits überrascht, aber nicht gestört, weil man einfach seine Selfie-Arbeitsschritte umstellt.
Der Lichtring spiegelt sich in meiner Brille – genau wie jedes andere Licht, das im Abstand einer Armlänge vor mir hängt.
Ebenfalls offensichtlich, aber tatsächlich unterschätzt: Die rückseitigen Kameras produzieren bei (Gruppen-)Porträts echte Hingucker! In perfekt ausgeleuchteten Situationen ist Apples neue Center-Stage-Frontkamera absolut famos; alle anderen Fotostimmungen fangen die Rückkameras besser ein.
So sitze ich nun endlich mit im Bild, auch wenn die Kinder nach einer intensiven Selfie-Woche bereits arg genervt von meinen Tests sind.
Den Firmware-Updater als simple macOS-App könnten alle Kamera-Companys kopieren: keine Treiber, keine wilden Berechtigungen und ein verständlicher Prozess.
Um die Touch-Funktion auf dem Selfie-Bildschirm zu aktivieren, muss die Zoom-Funktion (➝ Bedienungshilfen) aktiviert sein. Solange man nicht mit drei Fingern doppelt auf den iPhone-Screen tippt, hat das keine Auswirkungen auf die alltägliche Nutzung des iPhones.
So bleibt der Snap insgesamt ein optionales Zubehör, für das man sich nicht arg verrenken muss und das dem iPhone tatsächlich neue Kamerafunktionen freischaltet.