„Jahresabo mit monatlicher Abbuchung“ oder Software auf Pump

Today, we’re introducing a new way that people can pay for your auto-renewable subscriptions on the App Store: monthly subscriptions with a 12-month commitment. This new payment option allows you to offer subscribers more affordable options. People can cancel their subscription at any time, which will prevent the subscription from renewing after they’ve completed their agreed-to payments to fulfill their commitment.
Eine verpflichtende Jahresbindung, die man in Monatsbeiträgen abstottert, ist eins dieser Zahlungsinstrumente, die ein Geschmäckle hinterlassen. Eine potenzielle Kostenersparnis steht hier in keinem Verhältnis zur Intransparenz, die das „Jahresabo-als-kein-Jahresabo“ schafft.
Man bindet sich an einen festen Jahresbeitrag, ohne dabei Veränderungen von Lebens- oder Jobsituationen einzubeziehen sowie die fortlaufende Nützlichkeit der abonnierten Software vollumfänglich abzuschätzen.
Verschwitzte oder blockierte Ratenzahlungen führen zwangsläufig zu Zahlungsaufforderungen, die mindestens psychologisch stressen und das Vertrauen in Software und „Software as a Service“ weiter untergraben.
Von unbeabsichtigten App-Store-Abos hören wir nicht selten. Es bleibt eine anhaltende Diskussion, wie weit sich Apple in die Preisgestaltung der App-Store-Entwickler:innen auf einem freien Markt einmischen darf oder soll.
Diese Finanzierungsoption ist jedoch ein solcher Eingriff, den ich gerade deshalb für problematisch erachte, weil’s in den meisten Fällen gar nicht um dreistellige Eurobeträge geht.
Ob man sich einen (gesamten) Jahresbetrag leisten kann oder will, lässt sich abschätzen. Wenn man unsicher ist, bleibt das Monatsabo eine legitime Option. „Buy now, pay later“ verschiebt lediglich die Entscheidung für Investitionen in diesem (kleinen) Preisrahmen, ohne echten Vorteil für Kund:innen.