Der Pioneer Panda Pack 2.0

Ein schwarzer Rucksack steht auf dem Boden in einem büroähnlichen Raum zwischen einem Stuhl und einem Sofa, wobei eine Sonnenbrille am vorderen Reißverschluss befestigt ist.

Pioneers Panda Pack feiert Reißverschlüsse: Es sind robuste, grobzähnige und butterweich zu ziehende YKK-Vizlon-Zipper. Chunky, aus gespritztem Kunststoff, die sich unglaublich gut fassen. Insgesamt sind acht Stück innen und außen eingenäht.

Diese Reißverschlüsse geben dem Rucksack einen technischen Look, den das Material dankbar unterstreicht. Mandarin 840 nennt der Hersteller sein eigenes Ballistic Nylon, das reiß- und abriebfest ist, dabei aber nicht militärisch aussieht.

Eine Hand mit einer Smartwatch hält den oberen Tragegriff eines dunklen Rucksacks.

Es ist ein verdrehtes Garn, das sich substanziell anfühlt, Wasser abweist und nicht zu schwer aufträgt.

Der Rucksack wiegt so viel wie ein MacBook Air und bietet genug Platz für größere Laptops: Bis zu 17-Zoll-Computer verschwinden in einem vollständig abgetrennten Kompartment. Und sogar dort ist noch einmal eine Trennwand eingezogen – damit iPad und MacBook etwa nicht aneinander reiben.

Der Panda Pack kommt in drei Farben, die in ihrer Unauffälligkeit an die verschiedenen Tönungen ehemaliger iPhone-Pro-Modelle erinnern – bevor sich Apple mit Cosmic Orange weit aus dem Fenster lehnte.

Ein solches Telefon lässt sich sowohl in den vorderen Außentaschen als auch in den zwei inneren Mesh-Pockets transportieren – abhängig davon, ob ihr euren Mitmenschen vertraut, weil die Fächer außen definitiv leicht zugänglich sind.

Auch die inneren Abteile lassen sich zippen – mit kleineren, aber genauso hochwertigen Reißverschlüssen. Ganz ernsthaft: Diese Reißverschlüsse will ich an allen meinen Taschen!

Nahaufnahme eines dunkelgrünen Rucksacks aus strukturiertem Stoff, mit Fokus auf den robusten Reißverschluss und einen verstärkten Tragegriff.

Pioneer verkauft seine Rucksäcke nicht direkt in Deutschland; sie lassen sich aber über einige europäische Länder easy beziehen und natürlich aus den USA importieren. Dann aber Achtung: Zoll!

Das alleine schränkt ihre Verbreitung hierzulande ein und ist nicht nur sprichwörtlich ein exklusives Alleinstellungsmerkmal.

Der Feel musste mich zuerst vom Look überzeugen. Ich war mir anfangs unsicher, ob mich dieser „Dad Style“ abholt. Es stellt sich heraus: Die Prioritäten mit Kids und Mitte 40 verschieben sich.

Spaß beiseite: Ich weiß den Komfort der leicht gebogenen Straps sehr zu schätzen. Die gepolsterte Rückseite ist extrem bequem und bietet eine Art von fest vernähtem Autogurt, um ihn über Teleskopgriffe an Reisekoffern zu hängen.

Aber hier schreite ich dann doch ein: Für Reiserollkoffer fühle ich mich definitiv noch zu jung.

Trotzdem schleppe ich ihn gleichermaßen auf informelle Pressetermine, in ein Kaffeehaus oder auf ein Familienwochenende. Optisch überall reinzupassen, scheint eine dieser neuen Prioritäten.

Eine kleine, gelbe, tragbare Spielkonsole mit einer markanten Kurbel und schwarzen Tasten, die halb in der Vordertasche eines dunklen Rucksacks steckt.

Ein Brustgurt, der beide Schultergurte verbindet, um das Tragegewicht gleichmäßig zu verteilen, fehlt. Und die Rückseite besitzt nur einen schmalen Kanal, der das Kreuz lüftet. Für mich ist es kein Rucksack, den ich 12 Stunden auf einen Tagesausflug durch eine neue Stadt mitnehme.

Ich rechne Pioneer wirklich hoch die sparsame Verwendung ihres Logos an: Sichtbar ist lediglich ein Schriftzug, der daumengroß an einer der Seitentaschen farblich untergeht. So lauft ihr nicht als Werbetafel durch die Gegend, was man beim Preis von über 400 Euro auch erwarten darf.

Nahaufnahme einer dunkelgrünen, strukturierten Tasche mit dem eingeprägten Wort „PIONEER“, die an einem Stuhl hängt.

Der Panda bleibt, ohne sich anzulehnen, aufrecht stehen und er öffnet sein Hauptfach fürs einfache Bepacken vollständig. Die halbhohe Innenabtrennung vermisst die steife Eleganz, die sich sonst überall durchzieht. Mich stört die offene, Nintendo-Switch-hohe Trennwand nicht funktional, sondern optisch.

Pioneer bewirbt alle seine Taschen – inklusive des Panda Packs – mit einer „Lifetime Guarantee“. Nach vier Monaten mit diesem Rucksack auf meinem Rücken stelle ich das nicht ansatzweise infrage. Selbst ohne ein solches Versprechen mache ich mir keinerlei Sorgen, dass dieser Rucksack irgendwas abbekommt. Der wird in ein oder zwei Jahrzehnten noch genauso aussehen.

Nahaufnahme einer grauen Metallschnalle an einem strukturierten, hellgrünen Riemen.

Die Kombination aus einem technischen Material ohne einen technischen Look lässt sich nur schwierig in Text und Bild transportieren: Es ist gehobene Alltagsqualität mit einem Hauch von urbanem Understatement (matt und seidig!) sowie durchdachten Details, die den Panda ganz natürlich zu einem täglichen Begleiter machen.

Ein dunkelgrüner Rucksack steht aufrecht im tiefen, frischen Schnee vor einem unscharfen Winterwald.