„Halide Mark III“
Der Release von Mark II liegt bereits sechs Jahre zurück. Das ist doppelt so lange, wie Lux von der ersten bis zur zweiten Version benötigte.
Große Sprünge der Versionsnummern sind natürlich nicht sehr aussagekräftig – Halide erfuhr über die letzten Jahre hinweg entscheidende Weiterentwicklungen.
Trotzdem hat sich das Mitbewerberfeld gegenüber dem Jahr 2020 signifikant vergrößert. Halide war für mich zuletzt lediglich eine von diversen Kamera-Apps, die sich in ihrer Qualität untereinander überschlagen. Ein Resultat davon ist sicherlich das kostenlose Upgrade auf Version 3 für alle Bestandskund:innen.

Mark III erhält Looks und ein Lab, wirkt aber aufgeräumter als Version 2, zu der man (für mich unverständlicherweise) weiterhin zurückspringen kann.
It’s hard to balance usability with aesthetics. While it’s tempting to put every control on screen at once, but when tools have equal visual importance, nothing has importance. Instead, Mark III exposes the most important tools by default.
Die Fotoentwicklung erstreckt sich bis zu externen RAWs von Fujifilm bis Canon und Nikon, konkurriert aber nicht mit Darkroom und Co., wohin die Kamera-Software weiterhin verlinkt.
Vielmehr positioniert Halide die diversen Drehrädchen und Schalter prominent, die häufig genutzt werden. Steigt man tiefer ein, wirkt der Mix aus horizontalen und vertikalen Scrollbalken ein wenig uneinheitlich. Und die „Kamerasteuerung“-Taste findet überhaupt keine Integration.
Nach einem ersten, kurzen Blick springt Mark III jedoch wieder in meine Top 5 unter den Dritt-Kamera-Apps. Das Interface präsentiert sich auf der Höhe der Zeit und unterstreicht das runde, in sich geschlossene Gesamtpaket von Halide.