„My iPad Runs Steam Now“

„My iPad Runs Steam Now“ ist nur einer von mehreren interessanten Aufhängern1 dieses sorgfältig recherchierten Videos von Quinn Nelson. Und ich stimme ihm zu: macOS in einer virtuellen Maschine auf dem iPad war vor einigen Jahren mal verlockend; inzwischen will man dort schlicht und direkt Mac-Apps benutzen.
Mit einem Fernzugriff läuft macOS nämlich bereits in einem Fenster von iPadOS. Heute fehlt dem iPad der bunte Blumenstrauß von Software, die gerade auf macOS entsteht – selbstgeschriebene Apps und KI-Agenten, die sich in die (hervorragenden und weitreichenden) Bedienungshilfen hängen.
Speziell stolpert Software bei der Distribution über den App Store. Dieser Vertriebsweg erscheint mit Blick auf persönliche Software veraltet – nicht nur sein Prüfprozess, sondern insgesamt der Aufwand, um Software zu teilen.
Native Apps waren Web-Apps seit nunmehr 20 Jahren überlegen. Mit personalisierter Software nähern wir uns jedoch einem Punkt, an dem ich lieber meine selbstgehosteten Apps und Skripte im privaten Tailscale-Netzwerk über den Browser öffne. Ich bekomme sie nicht nur schwierig in den App Store, sondern ich will sie dort überhaupt nicht veröffentlichen. Es ist Software für mich und iOS/iPadOS scheinen auf diese Zukunft nicht vorbereitet.
- Seine Jailbreak-Exkursion wäre ein eigenes Video wert. „Er ist tot, Jim!“ ↩