Jabra Sport Rox Wireless – kabellose Kopfhörer fürs Fitnesstraining.

Ich hätte erwartet, dass Apple zum Release seiner Watch auch einen kabellosen Kopfhörer vorstellt. Die Uhr wird explizit als Fitnessgerät verkauft, misst die Schrittlänge beim Joggen selbst ohne iPhone und kann eigenständig 2 GB Musik transportieren. Obendrein hat Apples Beats bereits entsprechende Klanggeber im Programm. Neue Kopfhörer-Modelle beschert uns Apple aber nicht – zumindest vorerst.

Egal. Die Uhr gab mir den Ansporn durch das Angebot verschiedener Kopfhörer-Hersteller für passendes Sportequipment zu wühlen. Ergebnis: Mit den ‚Jabra Sport Rox Wireless‘ (135 €; Affiliate-Link) habe ich ein grandioses Bluetooth-Accessoire gefunden.

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Die Reichweite der Bluetooth-Jabra ist offiziell mit 10 Metern angegeben. Diese Behauptung stimmt. Während eines Trainings sind die Geräte ohnehin nicht so weit von einander entfernt. Es gibt jedoch BT-Kopfhörer, die kämpfen selbst über kurze Distanzen bei starker Bewegung mit einer unterbrechungsfreien Wiedergabe. Die Jabra Sport Rox Wireless gehören nicht in diese Problemkategorie.

Kabellos ist die Batterielaufzeit von BT-Kopfhörern gewöhnlich stark begrenzt – so auch hier. Mit zirka fünf Stunden sollte eine Akkuladung zwar auch sehr sportliche Tage überstehen; für jede Benutzung außerhalb vom Training ist der Strombedarf allerdings knapp kalkuliert. Mit einem Blick auf die Miniatur-Bauweise verwundert das nicht. Die Jabra sich eindeutig Kopfhörer für den Sport.

Mit 22 Gramm wippen sie überraschend leicht im Ohr. Ich bin normalerweise sehr empfindlich bei allen Stöpseln, die sich nicht gleich mehrere Zentimeter in den Gehörgang schrauben. Apples Earpods beispielsweise halten sich keine fünf Schritte in meinen Ohren. Die Jabra sitzen dagegen toll. Sie bohren sich nicht unangenehm tief ins Ohr und halten im Zusammenspiel mit den kleinen Flügeln – liebevoll ‚EarWings‘ genannt, bombenfest.

Es liegen vier Gummiaufsätze (‚EarGels‘) und drei Varianten der ‚EarWings‘ bei. Viele Variationen musste ich nicht ausprobieren um für mich einen perfekten Sitz zu finden.

Eine Besonderheit ist die magnetische Rückseite, mit der sich der linke und rechte Ohrhörer aneinander klammern. So bildet sich eine Halsschlaufe, die nicht nur einem Verlust vorbeugt, sondern die Kopfhörer auch vom iPhone abmeldet.

Das spart in erster Linie Akku – selbst bei kleinen Pausen. Die Funktion wäre natürlich komplett nervig, wenn der Kopfhörer aus diesem Standby-Mode nur im Schneckentempo wieder aufwacht. Das tut er nicht. Bis ihre die Stöpsel erneut in den Ohren habt, ist er bereits wieder mit dem iPhone verbunden. Eine gesprochene Ansage (sowie eine grüne LED) informiert über die bestehende Bluetooth-Verbindung1.

Am kurzen Kabel befindet sich eine Fernbedienung, die durch eine Doppelbelegung ihrer drei Tasten erstaunlich viele Funktionen anbietet. So lassen sich beispielsweise Anrufe annehmen oder ablehnen, der Batteriestand erfragen und Musiktitel überspringen.

Wer sich auf Amazon umschaut, wird neben dem ‚Jabra Sport Rox Wireless‘ auch den ‚Jabra Rox Wireless‘ (78 €; Affiliate-Link) finden, die deutlich preiswerter ausfallen, sich aber nur marginal unterscheiden. Für fünfzig Euro weniger bekommt man nur die Ausführung in der Farbe Schwarz, keine leicht optimierten EarGels und EarWings, eine geringere Wasser- und Schmutz-Toleranz (IP54 gegenüber IP53) und muss auf das Jogging-Armband verzichten.

Ich habe nur die Sportausführung getestet, fühle mich aber mutig genug auch die Jabra Rox Wireless als günstigere Variante zu empfehlen.

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Im Alltag sind Bluetooth-Kopfhörer nicht mehr wegzudenken; beim Sport war ich bislang immer verkabelt. Die neue Bewegungsfreiheit gefällt. Richtig reizvoll werden die Sportkopfhörer von Jabra aber mit Blick auf die Apple Watch, die es mir dann erlaubt, ohne iPhone (und GPS) aber mit Musik zu joggen. Wenn ich genau das Ende April einige Male getan habe, komme ich auf diesen Artikel noch einmal zurück.


  1. Die Jabra können über Bluetooth oder NFC gleichzeitig mit mehreren Mobilgeräten verbunden sein.