„The Death of Spotify: Why Streaming is Minutes Away From Being Obsolete“

Spotify, Apple Music, Amazon Music, and Tidal all offer the exact same product: A library of 100 million songs. As Jimmy [Iovine] points out in the podcast, this lack of differentiation turns music into a utility. Music is now indistinguishable from tap water or electricity. […]

Iovine put it bluntly: “The streaming services have a bad situation, there’s no margins, they’re not making any money.” This model only works for Apple, Amazon, and Google, because they don’t need their music platforms to be wildly profitable.

Joel Gouveia

Neben Apple Music zahle ich für YouTube Premium und damit verbunden auch für YouTube Music – weil’s im Bundle enthalten ist. Heute habe ich einmal ausprobiert, wie wenige Klicks es braucht, bis man seine Playlists und Likes umgezogen hat.

Spoiler: Es sind wirklich wenige Klicks! Und inzwischen bieten alle Musik-Streamer für den Transfer einen Dienstleister an – von TuneMyMusic bis SongShift (wenn man nicht selbst die Umzugskisten packen möchte).

Die TuneMyMusic-Weboberfläche zeigt nach einer Musikübertragung den Status „Übertragung abgeschlossen!“ an. Der Bildschirm fasst das Ergebnis mit „8605 Erfolgreich übertragen“ und „94 Fehlende Titel“ zusammen.

Damit sind die Anbieter dieser „library of 100 million songs“ komplett austauschbar – es besteht kaum Differenzierung1. Es ist quasi egal, von wo ihr das neueste Popalbum streamt.

Spotify streicht für niedrige Bezahlungen der Künstler:innen sowie die versuchte Übernahme von Podcasts regelmäßig Prügel ein. Zu Recht, aber eine unbequeme Frage bleibt dabei unbeantwortet: Wie lange spielt bei Apple, Google und Amazon die Musik, wenn’s nicht direkt Geld erwirtschaftet, sondern durch andere Projekte querfinanziert wird?

Wie lange legen sie Wert auf Qualität, wenn Musikstreaming ein geduldetes Verlustgeschäft bleibt, weil es iPhones und das Prime-Abo verkauft?

Publisher hätten sich vor einigen Jahren auch nicht träumen lassen, dass Google für seine Suchergebnisse die Überschriften von Artikeln umschreibt

Musikstreaming ist sicherlich nicht „wenige Minuten davon entfernt, obsolet zu sein“ – aber Standalone-Streaming-Dienste sind es, weil sie damit Geld verdienen müssen.

  1. Ich empfinde Apples MusicKit für Dritt-Apps, die (Radio-)Shows bekannter Musiker:innen, 3D-Audio, Lossless sowie Classical als Alleinstellungsmerkmale.