Behalten oder löschen? ByePhotos gamifiziert das Ausmisten der Fotobibliothek
Exakt ein Jahr lang sortiere ich nun schon Fotos aus – und zwar täglich.
Pflichtbewusst, fast religiös, bin ich dieser täglichen Aufgabe nachgekommen. Keinen Tag habe ich verpasst; irgendwie konnte ich immer ein paar Minuten fürs Ausmisten finden und so über ein paar schöne Erinnerungen stolpern.
Schlussendlich konnte ich meine Bibliothek um zirka 15.000 Fotos reduzieren – und dabei einigen Aufnahmen gleich noch ein Herz verpassen.

ByePhotos adaptiert die grundsätzliche Idee, sich über Tinder-Style-Wischgesten für oder gegen Bilder zu entscheiden. Shutter Declutter ließ mich im Gegensatz dazu ganze Bilderstrecken ignorieren und lediglich die misslungenen Aufnahmen löschen.
Nicht so bei ByePhotos: Es fordert von euch eine explizite Entscheidung: behalten oder wegwerfen?
Pro Foto trefft ihr diese Auswahl und ByePhotos zählt mit: Eine Prozentanzeige zeigt, wie viele Fotos ihr bereits „reviewed“ habt.
Dieses Konzept ist für mich motivierend genug, noch mal anzufangen … insbesondere weil ich bislang meine rund 3.000 Videoclips komplett ignoriert habe. Hier kann ich meine Bibliothek nach Dateityp oder Album filtern (Screenshots, Favoriten etc.), was die Durchsicht erheblich vereinfacht.
ByePhotos bietet zusätzlich die Möglichkeit, eure Schnappschüsse gesammelt in Alben zu stecken, Videos und Fotos kleinzurechnen sowie Miniänderungen direkt vorzunehmen – etwa einen besseren Zuschnitt. Nicht selten habe ich mir das im letzten Jahr gewünscht, war dann aber immer zu faul, das jeweilige Bild in der Bibliothek aufzustöbern.
Wie schon vor einem Jahr betont: Gesparter Speicherplatz ist mir relativ egal, ich genieße die Übersichtlichkeit.