Dekompiliert und portiert: Retro-Games auf neuen Plattformen

Über Quiver schaut ihr lediglich durch einen Türspalt auf die rasant wachsende Szene aufwendiger Spieleportierungen durch Reverse Engineering, die sich mit KI-Tropf am Arm gegenseitig aufputschen.

Das Verzeichnis gibt einen Einblick in die kaum mehr einzufangende Community, die den Maschinencode von Retro-Games entschlüsselt und auf ihnen fremden Plattformen wieder auferstehen lässt. Think: Super Mario auf PlayStation oder Animal Crossing auf der PS Vita.

Zielplattform ist auch iOS – wie die Subreddits r/EmulationOniOS und r/NativePortsOniOS dokumentieren.

Smartphone screen displaying a grid of game recommendations including titles like Street Fighter and a game featuring a character in a green hood with a mask, all with tags such as 'New' and icons indicating platform compatibility. The device shows a time of 22:39 and has indicators for signal, Wi-Fi, and battery at the top.

Obwohl der App Store die jahrelang gescholtenen Emulatoren inzwischen entgegennimmt, rennen Sonic und Mario schon aus Prinzip zuerst aufs iPhone. Was mal verboten war, bleibt reizvoll.

An Rechenleistung mangelt es den Telefonen nicht; das Apple-Verbot für die Just-in-Time-Kompilierung steht noch. Native Ports benötigen keine Laufzeitübersetzung fremder CPU-Befehle. Ihr Programmcode wird für die Zielplattform kompiliert; Emulatoren bauen dagegen eine JIT-Aktivierung gelegentlich direkt ein. Zwei technisch unterschiedliche Wege, die aber zum gleichen Ziel führen: Konsolenspiel auf dem iPhone.

Nicht jede Rekonstruktion von Quellcode ist aber erfolgreich; nicht jede Portierung läuft: Die Hast und Dringlichkeit, mit denen hier aber Community-Projekte ausbrechen und das iPhone gleichwertig mit einbeziehen, empfinde ich erwähnenswert.