Photo-des-Tages #48 – Refurbished

Apple Certified Refurbished iPhones – gibt es jetzt im US-Store.

Apple Certified Refurbished iPhones – gibt es jetzt im US-Store.
Warum der Vertrieb von iPhone-Software nichts außer einem vollen Erfolg sein wird. Für alle!
Photo: danielbroche (cc)
Digitaler Musikvertrieb boomt. iTunes ist Musik-Reseller Numero Due weltweit. Warum? Weil das Kaufen von Musik so bequem geworden ist? Sicherlich. Weil man beim ‚Stöbern‘ und ‚Reinhören‘ in iTunes neue Songs entdeckt und verwandte Musikgruppen kennenlernt? Ganz sicher.
Der Distributionskanal iTunes funktioniert. Features, die ‚Band der Woche‘, Highlight-Songs, Bestenlisten und die ‚Top Neueinsteiger‘ – in Kombination mit den Empfehlungen der anderen Käufer, bietet die Musiksoftware von Apple und damit eine der besten Werbeplattformen.
Wie oft passiert es noch, das man in der Stadt ein Plakat für eine neue CD sieht und dann nach Hause fährt um diese Online zu kaufen? Man stelle sich den direkten Vergleich vor, bei dem einzelne Songs, die man im iTunes Store präsentiert bekommt, einfach gleich mitnimmt.
Das ist Erfolgsgarant Nummer eins.
Der Zweite ist der Preis. 99 Cent für einen Lieblingssong. Ein guter Deal, und man muss nicht die ganze CD in den Einkaufswagen legen. Stichwort Micropayment. 99 Cent werden auf für Klingeltöne berappt. Warum? Weil es 99 Cent sind. Kleinstbeträge, die ohne großes Referieren mitgenommen werden – vergleichbar mit den Süßigkeiten/Batterien/Kugelschreibern an Supermarkt-Kassen.
Spinnt man diesen Faden weiter und überträgt die ‚Erfolgs-Komponenten‘ auf den ‚App Store‘ des iPhones, kann man sich ausmalen wie vielversprechend dieses Geschäft ausfallen wird. Da der Programmierer, den Preis für seine Software selbst festlegt, kann ich mir vorstellen, dass ‚Kleinstbeträge‘ wie 1,99 EUR oder 3,99 EUR einen Boom erleben werden.
Für diesen Betrag denke ich nicht lange nach wenn eine Software Funktionen für das iPhone bietet, die ich bislang noch nicht hatte. Natürlich wird ein großes EA-Spiel wie Spore etwas mehr kosten. Wenn man hier jedoch klug agiert, setzt man auf ‚Fortsetzungs-Content‘. 20 neue Level für Super Monkey Ball für 2,99 EUR.
Aber klar doch!
Ich habe keine Erfahrung im praktischen Bereich des Softwareverkaufs. Doch was man hört klingt nicht sehr erquickend. ‚Spenden‘ funktionieren fast gar nicht, Shareware läuft okay wenn diese Raubkopierer nicht wären, Freeware fehlt es an Bekanntheit und populären Distributionskanälen.
10.000.000 iPhones sollen bis Jahresende verkauft werden. Wenn die Produzenten von iPhone-Software ihren Code für einen geringen Obolus aber an beispielsweise 10% der iPhone-Besitzer abgeben, könnte man davon fast locker seinen Unterhalt finanzieren – ohne PayPal-Gebühren oder Schwierigkeiten bei der Kreditkarten-Abwicklung.
Das führt zu Motivation der Programmierer, Zufriedenheit der Kunden, mehr Geld für Apple und schlussendlich besserer Software.
VoIP wurde definitiv nicht ausgeschlossen. Take Steves word!
Photo: The Eggplant (cc)
Nach der Präsentation blieb die Presse für eine kurze ‚Frage-und-Antwort‘-Runde. Dabei wurde die spannende brennende Frage aufgeworfen, wie man dem Voice over Internet Protokoll für Programme gegenüber stehen würde.
via Looprumors
Interessiert wird dies sicherlich in den nächsten Monaten von Skype und Google mitverfolgt. Da Apple aber kräftig an den Einnahmen von AT&T (O2, Orange + T-Mobile) mitverdient, sollten wir das alle einmal im Hinterkopf behalten wenn sich der Juni nähert.
In diesem Zusammenhang sei kurz erwähnt, dass die VoIP-Anwendung Siphon jetzt Open-Source ist: -> http://code.google.com/p/siphon/
(Danke, Martin!)

Was dagegen klar ausgeschlossen wurde ist jeglicher ‚Porn‘ (für Amerika also Softcore-Erotik), Schadsoftware oder Unlock-Tools. Wer hätte das gedacht…
Apropos gedacht. Die Alpha-Version des SDKs hat sich noch niemand so richtig angeschaut, oder? Da fehlt irgendwie die Hälfte, die Gestern versprochen wurde.
Ich mein ja nur.

Photo: iPhoneAtlas
Noch drei Monate Zeit, auch den Rest der (Entwickler-)Welt mit einzubeziehen.
Derzeit dürfen zwar, diejenigen, denen Ideen für tolle Programme im Kopf herumspuken die 2.1 GB aus dem Internetz laden, jedoch nur als US-Bürger am ‚Developer Program‘ für das iPhone teilnehmen.
Damit kann man beispielsweise als Europäer keine Support-Anfragen absetzen, (im Juni) Software verkaufen oder diese direkt auf dem Phone ausführen/testen.
Was bleibt, ist das SDK und der Simulator.
Ob Apple damit die Gründung von Briefkastenfirmen in den USA fördern möchte, die Zahlungsmodalitäten noch nicht im Griff hat oder sich bislang noch unsicher ist, ob dies alles bis Juni steht, bleibt Spekulation.
Aus technischer Sicht dürften keine Probleme bestehen, die Welt am Entwicklungsprogramm teilnehmen zu lassen. Meine persönliche Vermutung bezieht sich daher auf rechtliche Unsicherheiten. Verschiedene Länder, verschiedene Rechtsprechung. Im speziellen wird wohl der Vertrieb und die Abrechnung zu klären sein.
Falls es sich wirklich um diese Formalitäten handelt, bin ich guter Dinge das dies in 3 Monaten zu regeln ist und sich Apple einfach ein bisschen Bedenkzeit erbeten hat.
Ansonsten alles gut mit dem SDK, oder?