Keine Promo-Codes für Programme mit einer Altersfreigabe von 17+

von alex olma | 18. Juli 2009 | 17:33 Uhr

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Letztes Wochenende feierte der App Store seinen ersten Geburtstag. Der Erfolg, mit einem Programmkatalog von 65.000 Anwendungen und 1.5 Milliarden Downloads, ist beachtlich und kann gar nicht zu hoch bewertet werden.

Proportional zum Erfolg steigt jedoch die Anzahl der Probleme: Angefangen beim zweifelhaften Genehmigungsprozess und den daraus resultierenden Ablehnungen, bis zur haarsträubenden Präsentation ohne Demos oder Anwendungs-Videos.

Ganz gemütlich bessert Cupertino an einigen Stellen nach. Ein verbessertes Bewertungssystem und mehr als nur einen Screenshot zeigt der mobile App Store auf dem iPhone mittlerweile an.

Auch die im letztes Jahr eingeführten Promo-Codes für Entwickler zum kostenlosen Verteilen ihres Programms, waren ein guter Schachzug. Leider beschränkt sich diese Möglichkeit bislang ausschließlich auf den amerikanischen iTunes-Store. In meinem ganz persönlichen Fall wird die Kommunikation mit Entwicklern dadurch unnötig verlängert. Mittlerweile zahlt sich der TextExpander-Baustein zur Beantwortung der Frage: “Haben Sie einen US iTunes-Account?” in unglaublichem Maße aus. Es wäre schön, wenn jemand bei Apple auf den Kopf für die weltweite Freischaltung drücken könnte.

iTunes.jpg

50 dieser Promo-Codes – mit einer Gültigkeit von einem Monat zur einmaligen Einlösung – darf ein Entwickler von seinem Programm pro Version in iTunes Connect zum Download beantragen. Es wird darüber Buch geführt, wann welche Codes im Textdatei-Format heruntergeladen wurden.

Nach den neusten Entwicklungen werden Promo-Codes für Anwendungen, die eine hohe Altersbeschränkung mit 17+ erhalten haben, anscheinend nicht mehr bereitgestellt. So berichtete TUAW am gestrigen Freitag und wurde von mehreren Kommentatoren damit bestätigt.

Mit der kürzlich eingeführten, eigenständige Bewertung von Altersangaben, die der Programmierer für seine App vergibt, erhoffte sich die Internet-Presse eine schnellere Genehmigung und ‘erwachsentauglichere’ Programme im Store. Der jetzige Fall zeigt, dass das Gegenteil der Fall ist.

Nun beinhalten die Anwendungen mit der Altersbewertung von 17+ nicht ausschließlich Bikini-Bildbände oder fluchende Comic-Figure. Nein. Anwendungen, die einen eingebetteten Web-Browser mitbringen, können in diese Kategorie fallen. Dies zeigt und beschreibt exemplarisch der Web-Dateimanager ‘Downloader’ (1.59 €; App Store-Link) von Dan Leehr:

Downloader is rated 17+ because it provides access to any web site through the integrated web browser. There is no content bundled with the application.

Extrem unverständlich, abschreckend in seiner Darstellung (siehe Screenshot) und abermals unnötig kompliziert. Jugendschutz okay, Zugangssperren sinnlos: ‘It is the internet!’ – wenn sich das nur einmal herumsprechen würde

  • Alex

    Tja, mit den unsäglichen Altersfreigaben ärgere ich mich auch gerade herum. Nicht nur, daß die Altersfreigaben von Apple extremst inkonsistent behandelt werden (RSS-Reader werden aktuell immer noch mit der Freigabe “4+” akzeptiert, wogegen viele andere Programme, die irgendwie aufs Web zugreifen können, anscheinend aktuell eine Freigabe “17+” verlangen. Als ob es keine “Porno”-RSS-Feeds gäbe, oder RSS-Reader nicht auch mindestens die jeweils zugehörigen Web-Seiten öffnen können), sondern auch wenn Apple meint, die vom Entwickler angegebene Altersfreigabe passt nicht, wird das Programm einfach nur abgelehnt, ohne jegliche Information, welche Altersfreigabe Apple denn gerne hätte (es gibt nämlich rund 10 Kriterien die in jeweils 3 Stufen eingestellt werden müssen). D.h. Der Entwickler probiert danach eine neue Altersfreigabe aus, stellt sein Programm wieder ein, und der “Review”-Prozess geht wieder von vorne los. Passt es Apple wieder nicht, wieder die Altersfreigabe ändern, wieder App einstellen und wieder den kompletten Review-Prozess durchlaufen. D.h. aus 2-3 Wochen Review-Zeit werden dann eben gerne mal Monate…

    Warum Apple nicht einfach die Altersfreigabe selbst verbessert, ist unbekannt. Die derzeitige Art und Weise, mit den Altersfreigaben umzugehen, macht Apple nur unnötig viel Arbeit wegen der ganzen unötigen doppelt und dreifachen Review-Prozessen, und Entwickler treibt dieses Verfahren auch nur in den Wahnsinn.

    Am Ende wird es wohl dazu führen, daß Entwickler im Zweifelsfall einfach alles als “17+” deklarieren, auch wenn eine niedrigere Altersfreigabe möglich wäre, was dann das ganze System endgültig ad absurdum führt.

    • komacrew

      Am Ende wird es wohl dazu führen, daß Entwickler im Zweifelsfall einfach alles als “17+” deklarieren, auch wenn eine niedrigere Altersfreigabe möglich wäre, was dann das ganze System endgültig ad absurdum führt.

      exakt so wird es kommen ;) naja oder :(

  • Alex

    Tja, mit den unsäglichen Altersfreigaben ärgere ich mich auch gerade herum. Nicht nur, daß die Altersfreigaben von Apple extremst inkonsistent behandelt werden (RSS-Reader werden aktuell immer noch mit der Freigabe “4+” akzeptiert, wogegen viele andere Programme, die irgendwie aufs Web zugreifen können, anscheinend aktuell eine Freigabe “17+” verlangen. Als ob es keine “Porno”-RSS-Feeds gäbe, oder RSS-Reader nicht auch mindestens die jeweils zugehörigen Web-Seiten öffnen können), sondern auch wenn Apple meint, die vom Entwickler angegebene Altersfreigabe passt nicht, wird das Programm einfach nur abgelehnt, ohne jegliche Information, welche Altersfreigabe Apple denn gerne hätte (es gibt nämlich rund 10 Kriterien die in jeweils 3 Stufen eingestellt werden müssen). D.h. Der Entwickler probiert danach eine neue Altersfreigabe aus, stellt sein Programm wieder ein, und der “Review”-Prozess geht wieder von vorne los. Passt es Apple wieder nicht, wieder die Altersfreigabe ändern, wieder App einstellen und wieder den kompletten Review-Prozess durchlaufen. D.h. aus 2-3 Wochen Review-Zeit werden dann eben gerne mal Monate…

    Warum Apple nicht einfach die Altersfreigabe selbst verbessert, ist unbekannt. Die derzeitige Art und Weise, mit den Altersfreigaben umzugehen, macht Apple nur unnötig viel Arbeit wegen der ganzen unötigen doppelt und dreifachen Review-Prozessen, und Entwickler treibt dieses Verfahren auch nur in den Wahnsinn.

    Am Ende wird es wohl dazu führen, daß Entwickler im Zweifelsfall einfach alles als “17+” deklarieren, auch wenn eine niedrigere Altersfreigabe möglich wäre, was dann das ganze System endgültig ad absurdum führt.

    • komacrew

      Am Ende wird es wohl dazu führen, daß Entwickler im Zweifelsfall einfach alles als “17+” deklarieren, auch wenn eine niedrigere Altersfreigabe möglich wäre, was dann das ganze System endgültig ad absurdum führt.

      exakt so wird es kommen ;) naja oder :(

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  • http://twitter.com/Hunnenk0enig Attila Beke

    Das ist nicht mehr der fall. Man kann auch für 17+ apps promo codes bekommen.

    Es gibt eine seite, wo man promo codes zu iphone apps mit einem tastendruck bekommt.

    Kein gewinnspiel oder sonstwas. Die codes kommen von den entwicklern und man kann hunderte von apps von itunes gratis herunterladen.

    Es ist absolut kostenlos für users und entwickler.

    http://promodispenser.com

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