Apples Spezialveranstaltung zum MacBook Air, iLife ’11, Mac OS 10.7 und ‘FaceTime for Mac’ als Podcast und Stream verfügbar

Zu Apples gestrigem Spezial-Event existiert nach dem hervorragenden HTTP-Live-Stream mittlerweile auch das Podcast-Downloadangebot mit 911 Megabyte (iTunes-Link). Darin enthalten sind die Ankündigungen zum neuen MacBook Air (Affiliate-Link*), Mac OS X 10.7 (Lion), iLife ’11 (Affiliate-Link) und ‘FaceTime for Mac‘. Als Stream ist die 90-minütige Veranstaltung unter diesem Link abzurufen.
* Vielen Dank für die Unterstützung!
Reuters-Bericht: EA kauft App-Store-Publisher Chillingo

Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet von einer $20 Millionen US-Dollar-Akquisition, mit der sich Electronic Arts, aktuell weltgrößter Spielepublisher, das Software-Unternehmen Chillingo einverleibt.
By acquiring Chillingo, EA Mobile is increasing its market leadership on the Apple platform as well as reaffirming its position as the world’s leading wireless entertainment publisher,” EA spokeswoman Holly Rockwood said in a statement
via Reuters
Das Software-Verlagshaus zeigte sich vornehmlich in jüngerer Vergangenheit für App-Store-Hits wie Helsing’s Fire (0.79 €; App Store-Link), Guerrilla Bob (2.39 €; App Store-Link), Knight’s Rush, MiniGore oder Radio Flare Redux verantwortlich. Auch das unangefochtene iOS-Highlight Angry Birds (0.79 €; App Store-Link) vertreibt die in Großbritannien ansässige Firma.
Nachdem der Reuters-Bericht impliziert, dass sich EA durch den Kauf auch die zweifellos populäre Franchise der fliegenden Vögel seines finnischen Entwickler-Studios einkassierte, dementiert Rovio-Mobile über Twitter.
Gegenüber TechCrunch sagte Rovio-Häuptling Peter Besterbatka: “We’re remaining an independent company and are continuing full speed ahead. This sale has no impact on us, as Chillingo is just a publisher of the iPhone and iPad games, and that’s it.”
via TechCrunch
Chillingo betätigt sich außerdem am Software-Vertrieb für Windows Mobile, RIM sowie der Sony PSP oder den Nintendo-Plattformen DSiWare und WiiWare. Des Weiteren betreiben sie den Game-Center-Konkurrenten ‘Crystal’ als soziales Netzwerk zum Austausch von Highscore-Listen und Leaderboards für iOS-Titel.
Erst in der vergangenen Woche kassierte die japanische Firma DeNA den App-Store-Spieleproduzenten ‘ngmoco‘ ein, der ebenfalls sein eigenes Spielenetzwerk namens ‘Plus+’ in die Übernahme mitbrachte.
‘FaceTime for Mac’ – Videotelefonie zwischen iOS und Computer im Beta-Download

Mit ‘FaceTime for Mac’ veröffentlicht Apple am heutigen Abend eine erste Beta-Version der Videotelefonie für Mac OS 10.6. Diese verknüpft die bereits 19 Millionen verkauften iOS-Geräte (iPhone + iPod touch 4.Gen mit mindestens iOS 4.1 und WiFi-Verbindung) in eine Bild-in-Bild-Telefonschaltung mit dem Computer. ‘FaceTime’ integriert sich nicht entgegen den Erwartungen in Apples Kommunikations-Programm iChat sondern tritt als eigenständige Applikation auf.
Der 14MB-Download greift nach der Installation auf angeschlossene und integrierte Web-Kameras wie die Apple iSight (ab sofort anscheinend offiziell “FaceTime-Kamera”) oder (beispielsweise) einer Logitech Vision Pro zurück und bedient sich des Adressbuchs für die Kontaktauswahl. Ohne zusätzliche Konfiguration, über eine hinterlegte Apple ID oder eine Standard-E-Mail-Adresse, lassen sich Videoanrufe zwischen FaceTime-Benutzern (sowohl Mac-Computern als auch mobilen iOS-Geräten) initiieren. Ist die gleiche E-Mail-Adresse in ‘FaceTime for Mac’ sowie einem iPod touch hinterlegt, klingeln beide Geräte.

‘Super Twario’: Twitter trifft Jump’n'Run
Das heutige Apple-Event ‘Back to the Mac’ um 19 Uhr (MEZ) streamt über einen HTTP-Livestream von Apple.com auf eine iOS-Hardware ab Firmware 3.x oder ein Mac OS X 10.6-System. Da die Aufmerksamkeitsspanne der kleinen Internet-Welt sich bereits seit mehreren Stunden auf dieses eine Thema reduziert hat, und der Tunnelblick noch bis zum morgigen Donnerstag anhalten könnte, hier eine gedankliche Leichtigkeit.
‘Super Twario‘ (1.59 €; App Store-Link) folgt dem eigenen Twitter-Zeitstrahl während man im (Super-Mario-)Jump’n'Run-Stil ein kleines Häschen über den Bildschirm scheucht – “Tweet, Reply und Retweet” sowie eine Game-Center-Unterstützung natürlich inklusive. Der Idee gilt die Aufmerksamkeit.
via Recombu / (Danke, Mirko!)
Wahrscheinlichkeits-Potenzial einer CDMA-Variante vom iPhone (4) steigt
Nach den zahlreichen (und hauptsächlich zahnlosen) Gerüchten und Spekulationen um eine mögliche CDMA-Version vom iPhone-4-Modell in den vergangenen Monaten, nähern wir uns der nächsten Mutmaßungs-Phase mit möglichen Prototypen und Detail-Thesen. Bereits am Montag berichtet ‘The Boy Genius Report’ aus “einer ihrer soliden Apple-Quellen” über ein bereits im Code aufgeführtes iPhone 3,2 Modell im “AP”-Test-Stadium. Das soll die letzte Kontroll-Periode vor der Produktion von finaler Verkaufshardware sein.
Am 11. August berichtete John Gruber auf Daring Fireball:
It’s certainly not in production yet, and hasn’t reached DVT status (device verification test — like Gray Powell’s infamous stolen unit), but it is, a few little birdies claim, at EVT (engineering verification test). That’s one step below DVT, which is one step below production.
Als Termin handelt die Gerüchteküche weiterhin den Jahresanfang 2011. Damit wäre zwar das Weihnachtsgeschäft verpasst, dass nächste Quartalsergebnis jedoch gesichert. Da sich Apple derzeit wenig Sorgen machen muss, die (zweifelsfrei hohen) Erwartungen der nächsten Geschäftszahlen zu erfüllen, wäre eine Verlagerung ins Q2/2011 nur von Vorteil. Die Zeitspanne bis zu einer nachfolgenden iPhone-Generation im späten Sommer 2011 wäre (meiner Meinung nach) immer noch ausreichend. Es bleibt zu bedenken, dass Apple die auslaufende iPhone-Generation generell weiter im Verkauf bestehen lässt. Das iPhone 4 würde sich als CDMA-Version demnach auch über einen iPhone-5-Start hinaus in den Geschäften befinden. In der Vergangenheit erprobt: Die Verkäufe vom iPhone 3G verliefen auch nach dem iPhone-3GS-Start gewinnbringend. Ebenso verkauft sich das iPhone 3GS (scheinbar problemlos) weiter, auch wenn derzeit das iPhone 4 allseits Anklang findet.
Zu beachten: Eine mögliche CDMA-Variante des Apple-Telefons erregt besonders in den US-Blog ihre Aufregung. AT&T steht seit drei Jahren in der Kritik, in Nordamerika schlechtere Performance als die Verizon-Konkurrenz zu bieten. Ob und wie das Mitstreiter-Netz in den Ballungszentren einem Ansturm von mehreren Millionen datenhungrigen iPhones Stand hält, bleibt im Moment noch unbeantwortet.
Der US-zentrierte Blickwinkel ist global betrachtet jedoch nur die halbe Wahrheit. Die veraltete CDMA-Technologie ist auch in China (China Telecom) und Indien (diverse Mobilfunkanbieter) populär. Insgesamt keine kleinen Märkte. Asymco.com ermittelte kürzlich über 500 Millionen potenzielle (Neu-)Kunden. Ohne Frage: für diesen denkbaren Abnehmerkreis lohnt sich eine eigene Produktionsstraße.
Für mich steht außer Diskussion, dass ein mögliches Januar-Gerät optisch identisch zu den jetzigen Modellen ausfällt. Der Artikel von ‘The Boy Genius Report’ bestätigt dies indirekt, will zusätzlich jedoch von einem Simkarten-Einschub wissen, der untypisch für CDMA-Telefone wäre.
CDMA carriers in the U.S. require proprietary handsets that are linked to one carrier only and are not card-enabled. To upgrade a CDMA phone, the carrier must deactivate the old phone then activate the new one.
via Wisegeek
Für möglich wird erachtet, dass der SIM-Platzhalter für eine Roaming-Mobilfunkkarte im Ausland vorgesehen ist. Der berichtete Prototyp kann jedoch schlicht und ergreifend auch nur dem GSM-Modell angelehnt sein. Ein Zwitter-Smartphone auf CDMA- und GSM/HSPA-Technologie scheint technisch bereits bewerkstelligt, mit Blick auf Apples konservativer Adaptionsrate in der Vergangenheit, ist dies jedoch nicht sehr wahrscheinlich. Wir erinnern uns an das iPhone Classic, das auf Datenübertragungen aus einem EDGE-Netz setzte, obwohl UMTS bereits im Markt verfügbar war. Apple schien sich damals dem erhöhten Stromverbrauch über die schnelleren UMTS-Geschwindigkeit unsicher.
Im Weblog eines bislang absolut unbekannten Richy Rich, welches erst seit Juni 2010 mit insgesamt 89 Einträgen existiert (!), sollen angeblich erste Fotos vom CDMA-Telefon gezeigt werden. Als Quelle dient ein vietnamesisches, nicht näher spezifiziertes Reparatur-Geschäft. Den unscharfen, vornehmlich mit Wasserzeichen versehenen Bildern, fehlt bis auf ein paar Display-Einblendungen jedoch jeglicher Hardware-Hinweis, der die CDMA-Behauptung stützt.

via MacRumors
Das jedoch mehr und mehr Informationen über eine iPhone-Telefonvariante beim US-Anbieter Verizon Wireless mit CDMA-Technik an die Öffentlichkeit dringen, dürfte weder Apple noch dem Mobilfunkpartner schaden. Falls sich Apple, wie in weltweit allen Märkten mit mehreren großen Mobilfunkanbietern, von der Exklusivitäts-Vermarktung verabschiedet und seine Umsätze auf die Stückzahl von verkauften Einheiten setzt, dürften die Vertragsdetails auch in den USA schon unterschrieben vorliegen. Peter Oppenheimer erwähnte in den Erläuterungen zu den Quartalszahlen Q4/2010, dass die Strategie von einem mehrköpfigen Vermarktungsmodell bei diversen Anbietern international sehr erfolgreich sei.
Es spricht (meiner Meinung nach) wenig dagegen, eine CDMA-Variante vom aktuellen iPhone-4-Modell in die dafür geeigneten Märkte zu werfen. Ohne Sperenzchen und ohne wesentliche Neuerungen. Einfach solange Abverkaufen, bis die Nachfrage gestillt ist. Mit einer möglichen fünften iPhone-Generation im nächsten Jahr, welche auf die UMTS-Nachfolgetechnologie LTE setzen könnte, darf dann spekuliert werden.
Natürlich soll nicht unerwähnt bleiben soll, dass im Nachsatz des Artikels von ‘The Boy Genius Report’ das iPhone 5 als im Stadium “EVT” (engineering verification test), einem Schritt unter “DVT” (device verification test), bezeichnet wird.
[KlimBim] TiltShift Video, TweetDecks Android-Pflege, Apples Umsätze, Party-Beleuchtung, Jailbreak-Aussichten und U-Bahn-Musik
Bevor Verwirrung aufkommt: Das hier eingebettete Bewegtbild entstand nicht mit der ‘TiltShift Video’-Software (1.59 €; App Store-Link), die im Folgenden Erwähnung finden soll. Der Effekt fällt jedoch ähnlich ‘miniaturisiert’ aus. Außerdem entstammen a) die Aufnahmen meiner Heimatstadt Bremen und b) ebenfalls einer iPhone-Kamera.
‘TiltShift Video’ ist ein erster, noch nicht fehlerfreier Angriff, um dem von Fotos bekannten Effekt, auch auf bewegtes Film-Material anzuwenden. Ausprobieren schadet nicht. Sein Entwickler Fidel Lainez hat uns zusätzlich mit vier US-Promocodes ausgestattet, die ich gerne gegen einen Kommentar an euch weiterreiche.
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Das Android-Ökosystem von TweetDeck (kostenlos; App Store-Link) scheint Steve Jobs Aussagen entsprechend umfangreich.
TweetDeck CEO Iain Dodsworth sieht für sein Programm die Markt-Zersplitterung durch unterschiedliche Hardware-Geräte mit verschiedenen Google Betriebssystem-Versionen als kein Problem an. Das mag für eine Anwendung mit plattformübergreifendem Adobe-Air-Hintergrund jedoch auch nicht ungewöhnlich sein…
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Grafik: asymco
60 percent of Apple’s sales are from products that did not exist three years ago
via Asymco
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Party-Keller sind auch nicht mehr so angesagt wie in den 80ern…
via MacStories
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Der iOS-Jailbreak ‘greenpois0n‘ ist mittlerweile in Revision 4 auch als Mac- und Linux-Download verfügbar und ‘knackt’ obendrein das iPod-touch-Modell der zweiten Generation.
Angeblich griff George Hotz, der ‘greenpois0n’ mit seiner ‘limera1n’-Veröffentlichung zuvorkam, auf Comex‘ ‘Untethered’-Heck zurück, um einen (weiteren) eigenen iBoot-Level-Exploit für zukünftige Geräte in der Hinterhand zu behalten.
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Nerdkultur in freier Wildbahn.
Steve Jobs Teilnahme in der Telefonkonferenz zu den Apple Geschäftszahlen Q4/2010
Zweifelsohne: Steve Jobs hatte am vergangenen Montag einiges zu sagen. Sein unangekündigtes und überraschendes Erscheinen in der Telefonkonferenz zu den aktuellen Quartalszahlen ließ bereits vor seiner Ansprache hellhörig aufhorchen. Als Anlass deklarierte das Apple Oberhaupt die Überschreitung der Marke von $20-Millarden US-Dollar im Umsatz.
But I just couldn’t help dropping by for our first 20-billion-dollar quarter.
Es wäre naiv anzunehmen, dass dies der einzige Grund für seine Teilnahme war. Seine darauf folgender Vortrag bestätigte dies.
Mit Genugtuung wiederholte er die bereits vorab verkündete Zahl von 14.1 Millionen iPhones, die alleine in den letzten drei Monaten über die Ladentresen wanderten. Nur indirekt bestätigte sich über diesen Verkaufserfolg, dass die von den Medien aufgebauschte ‘Antennagate’-Problematik, keinen Einfluss auf die Absätze hatte. ‘Keinen Einfluss’ ist dabei weit untertrieben. 14.1 Millionen iPhones hat Apple noch nie in einem Quartal abgesetzt. Die letzten Höchstwerte pendelten sich zwischen acht und neun Millionen Geräten ein.
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Danach erfolgte die harsche Kritik in Richtung der Mobilfunk-Mitbewerber. RIMs Blackberrys traf es dabei am härtesten, weil sie von Jobs extrem kurz abgekanzelt wurden.
We’ve now passed RIM. And I don’t see them catching up with us in the foreseeable future. They must move beyond their area of strength and comfort, into the unfamiliar territory of trying to become a software platform company.
Googles Android scheint höheres Mitstreiter-Potenzial in Cupertino zu genießen. Suchmaschinen-Oberhaupt Eric Schmidts 200.000 Android-Aktivierungen pro Tag diskreditierte Jobs mit: “Unfortunately, there is no solid data on how many Android phones are shipped each quarter. We hope that manufacturers will soon start reporting the number of Android handsets they ship each quarter, but today that just isn’t the case.”. Nach Jobs Meinung bleibt abzuwarten, wie sich Apple im Vergleich zu den vom Statistik-Institut Gartner prognostizieten 10 Millionen Android-Telefone im letzten Quartal schlägt. Derzeit aktiviert Apple täglich 275.000 iPhones iOS-Geräte.
Die Kampfansage, die der Apple-Boss hier annimmt, erscheint nicht nur zu hochgegriffen sondern auch ein klein wenig größenwahnsinnig. Obwohl sich Apple derzeit eindeutig bemüht, bei mehreren Mobilfunkanbietern vertreten zu sein, gegen ein lizenzgebührenfreies OS, das alle großen Hardware-Buden auf ihre neu zusammengeschraubten (Smart-)Phones packen können, sollte nicht im Fokus der Betrachtung stehen.
Wie Jobs richtig ausführt, ist der Markt für Telefone mit dem Google-Betriebssystem extrem fragmentiert.
Many Android OEMs, including the two largest, HTC and Motorola, install proprietary user interfaces to differentiate themselves from the commodity Android experience.
Als Software-Beispiel zieht Jobs den Twitter-Client TweetDeck (kostenlos; App Store-Link) heran. Gegenüber zwei überschaubaren App-Store-Programmen (iPhone + iPad), sollen sich im Android-Markt “more than a hundred different versions” auf “244 different handsets” tummeln.
Many Android apps work only on selected Android handsets, running selected Android versions. And this is for handsets that have been shipped less than 12 months ago!
Software regiert. Ohne Frage bleibt seine Argumentation nachvollziehbar und zu unterstreichen. Trotzdem hätte ich mir gewünscht, dass Jobs ausführlicher betont, dass man sich nicht auf einen reinen Zahlenkampf einlassen möchte. “Sollen Sie doch mehr verkaufen” wäre als Aussage angemessen; aber vielleicht unpassend vor Analysten-Publikum.
Die Zahlenschieber hätte ich persönlich außerdem expliziter mit der Frage konfrontiert: “Was ist ein Android-Telefon?”. Mit ein paar Beispielen, wie abgespeckt und vollgepackt, eine auf Masse gefertigte Telefon-Hardware ausfallen kann, hätte der Erklärung gut getan. Dagegen wirkte die Darlegung über ein “offenes” und “geschlossenes” System dem Zuhörerkreis unangemessen. In den anschließenden FAQ-Nachfragen wurde deutlich, dass einige der zugeschalteten Finanzexperten diese Diskussion ohnehin nicht interessierte.
In reality, we think the open versus closed argument is just a smokescreen to try and hide the real issue, which is, “What’s best for the customer – fragmented versus integrated?”
In den Nachfragen wird außerdem auf den Telefonmarkt als Nullsummenspiel angespielt, welche folgende Antwort erhält:
As you know, the largest market of phones today around the world are non-smartphones. And so over the next several years, many of those non-smartphones are going to convert to smartphones. And the pie is gonna continue to grow.
Im kleinen Seitenhieb auf den Marktführer Nokia lässt Job (bewusst) unter den Tisch fallen, dass die Gewinnmargen bei der Konkurrenz erheblich geringer ausfallen…
Nokia makes $50 handsets, and we don’t know how to make a great smartphone for $50. We’re not smart enough to have figured that one out yet, but believe me I’ll let you know when we do.
…was wenige Minuten später deutlich wird:
You’re looking at it wrong. You’re looking at it as a hardware person in a fragmented world. You’re looking at it as a hardware manufacturer that doesn’t really know much about software, who doesn’t think about an integrated product but assumes the software will somehow take care of itself. And you’re sitting around saying, well, how can we make this cheaper? Well, we can put a smaller screen on it, and a slower processor, and less memory, and you assume that the software will somehow just come alive on this product that you’re dreaming up, but it won’t.
Tablets
Die harten Diskussions-Kaliber hielt sich der Apple Chef jedoch für sein Tablet auf. Unbestritten: Jobs sieht den iPad-Ansatz als (s)ein zukünftige IT-System. Am morgigen Mittwoch könnte beim “Back to the Mac”-Event deutlich werden, wie sehr Mac OS X und iOS gemeinsame Wege beschreiten (sollen).
As you know, we’re already shipping more of them than Macs after just a few quarters. [...] The iPad is clearly gonna affect notebook computers. And I think the iPad proves it’s not a question of if, it’s a question of when.
Eine deutliche Absage erteilte er einer 7-Zoll-Version seines Touch-Computers.
One naturally thinks that a seven-inch screen would offer 70 percent of the benefits of a 10-inch screen. Unfortunately, this is far from the truth. The screen measurements are diagonal, so that a seven-inch screen is only 45 percent as large as iPad’s 10-inch screen. You heard me right: just 45 percent as large.
Dieses Statement hätte die aufstrebenden Mitbewerber bereits ausreichend disqualifiziert. Doch wer Jobs über die Jahre erlebte weiß, dass er nicht bei einer indirekten Diskreditierung stoppt.
These are among the reasons that we think that the current crop of seven-inch tablets are going to be DOA—Dead on Arrival. Their manufacturers will learn the painful lesson that their tablets are too small, and increase the size next year, thereby abandoning both customers and developers who jumped on the seven-inch bandwagon with an orphaned product. Sounds like lots of fun ahead.
Hybrid-Modelle, die sich nicht entscheiden können, ob sie Smartphone oder Computer spielen wollen, stehen ebenfalls nicht hoch in der Cupertino-Priorität.
The seven-inch tablets are tweeners: too big to compete with a smartphone, and too small to compete with an iPad.
Nur als Nebensatz fällt: “So we’re out to win this one!”. Es sagt jedoch eine ganze Menge über die Anstrengungen aus, mit denen sich Apple in dieses Geschäft wirft.
Nachsatz
Die Pressemitteilung zur den Geschäftszahlen im vierten Quartal beinhaltet (wie gewohnt) ein Steve Jobs Zitat, das diesmal auf folgende Zeile endet:
Und wir haben noch einige Überraschungen für das laufende Kalenderjahr parat.
Mit Blick auf das derzeitige Barvermögen von 50 Milliarden US-Dollar wäre eine offensivere Strategie für Akquisitionen nicht unrealistisch. Ob sich Apple nach dem eher defensiven und strategischem Einkaufsverhalten der letzten Jahren auf ‘gewagteres’ Terrain begibt, bleibt abzuwarten.
We don’t let it burn a hole in our pocket, we don’t allow it to motivate us to do stupid acquisitions. And so I think that we’d like to continue to keep our powder dry, because we do feel that there are one or more strategic opportunities in the future. That’s the biggest reason.
Eine annähernd komplette Mitschrift des Telefonats liefert Macworld. Das Gespräch ist auch als Podcast (iTunes-Link) nachzuhören. Des Weiteren veröffentlichte Bloomberg TV in der letzten Woche ein fünfzigminütiges Steve-Jobs-Spezial.










