[iOS-Game] Death Rally (+ Video)
Dies ist ein kurzer und knackiger Verweis auf Death Rally. Das Top-Down-Rennspiel ohne Mehrspielermodus aber mit beeindruckender Optik geht auf einen Klassiker von 1996 zurück. Remedy Entertainment – die finnischen Produzenten hinter Max Payne oder Alan Wake – zeigten sich sowohl damals wie auch heute für den Titel verantwortlich. Dieser Tage treten sie als Publisher der actionlastigen Umsetzung mit Micro-Machines-Spielprinzip auf. Kleines Schmankerl: Die eingestaubte PC-Version steht zum kostenlosen Download auf der Hersteller-Webseite.
Zusammengeschustert haben die explosive App-Store-Hatz das Grafik- und Programmier-Team von Mountain Sheep sowie Cornfox & Brothers. Zumindest den ersten Namen hat man schon einmal in Zusammenhang mit iOS-Spielesoftware gehört. Oder wer erinnert sich nicht mehr an John Gores Abenteuer Minigore?
Lustig: Die Spieleschmieden klemmen Hauptdarsteller aus ehemaligen Produktionen wie Duke Nukem oder den besagten Mr. Gore hinters Steuer der sechs Fahrzeuge. Diese lassen sich durch Erfolge auf der Strecke mit Geld und Fähigkeiten aufstufen. Die Steuerung fällt anfangs gewöhnungsbedürftig aus. Gut, dass der menschliche Daumen sich als sehr lernfähig erweist. Am iPad darf eine ‘Fling‘-Nachhilfestunde empfohlen werden – das hat schon dieser Podcast hier in Episode #242 befürwortet.
Wer Freude an ein paar Spielzeug-Autos auf Rundkursen mitbringt, die sich gegenseitig heftigen (Feuer-)Gefechten aussetzen und es dabei knallen, krachen und schmettern lassen, ist hier genau an der richtigen Stelle.
* Alle selbstproduzierten Videos gibt es neben der oben eingebundenen HD-Version auch ‘iPhone-kompatibel’ in unserem Podcast-Feed, den ihr beispielsweise über iTunes oder einem anderen Multimedia-Verwaltungsprogramm eurer Wahl abonnieren könnt.
[update] Eye-Fi plant Update für direkte Foto-Übertragung zum iPhone
Die SD-Karten der Firma Eye-Fi erfahren noch in dieser Woche eine Aktualisierung für den bereits angekündigten ‘Direct Mode’. Dabei überträgt die WiFi-Speicherkarte auf ihr abgelegte Fotos und Videos direkt an ein iOS-Gerät. Das kostenlose Update soll noch bis zum Ende dieser Woche für alle X2-Karten (Pro, Connect, Explore und Geo) bereitgestellt werden.
The Eye-Fi card can now establish a direct connection to the mobile device by creating its own Wi-Fi network anywhere users capture memories, even if that is miles from a Wi-Fi hotspot.
Bislang mussten sich die Geräte für die drahtlose Weitergabe im gleichen Netzwerk aufhalten. Durch den ‘Persönlichen Hotspot’ mit iOS 4.3 ist dies zwar von unterwegs aus vereinfacht worden, die Umstellung zurück aufs Heimnetzwerk war jedoch nie eine große Freude. Durch den direkten Transfer aufs Tablet oder das iPhone stehen die Schnapsschüsse zur Nachbearbeitung und zum Upload bereit.
Der Eye-Fi ‘Direct Mode’ schlägt damit den Kamera-Herstellern ein gehöriges Schnippchen, weil viele dieser Hardware-Produzenten es bis heute nicht ermöglichen, die geschossenen Fotos ohne Aufwand (oder Kabel) aus dem Gerät heraus zur Verfügung zu stellen.
Direct Mode will be available as a free upgrade to all Eye-Fi X2 cards later this week, along with accompanying free mobile apps for iPhone, iPad and Android devices.

Update
Der Eye-Fi Direct Mode ist ab 20. Mai 2011 als kostenloses Upgrade für alle Eye-Fi X2 Karten verfügbar, ebenso wie die dazugehörigen Eye-Fi Apps in deutscher Sprachausführung für iPhone, iPad und Android-Smartphones.
Mein Fehler: Leider müssen wir auf das Update noch gut einen Monat warten.
(Danke, birnenblog!)
‘RSS Fuse’ – der persönliche RSS-Download-Feed

RSS Fuse erzeugt einen individuellen RSS-Feed, der sich vom iPhone aus mit neuen (Download-)Dateien bestücken lässt. Wer sich die darüber erzeugte Feed-Adresse in einen RSS-Reader oder Download-Manager auf dem Computer oder Server seiner Wahl abspeichert, ‘pflegt’ so von Unterwegs seine Download-Warteschlange.
Praxisorientierter ausgedrückt: Wer einmalig aus der App einen RSS-Feed erzeugt und diesen an irgendeinem Rechner hinterlegt, kann so aus der Ferne automatisch Downloads anstoßen. Die unterstützten Dateitypen decken das gängige Spektrum ab: von Torrent über MP3 bis zu ZIPs oder PDFs. Was ist dafür zu tun? Nach der ersten Einrichtung fügt man direkte Link-Verweise, zum Beispiel auf eine ISO-Datei, über den in der App integrierten Webbrowser seinem Feed hinzu. Ein Download-Manager oder RSS-Reader, in dem der Feed eingetragen ist, erkennt die Aktualisierung und lädt die Bits und Bytes anschließend auf den Rechner.
Die Anwendungsfälle von einem solchen, sich aktualisierenden Feed, fallen (natürlich) breit gefächert aus. So lässt sich beispielsweise eine (Podcast-)MP3 schon direkt auf dem Heimweg zum Herunterladen vormerken, die man vielleicht Zuhause vergessen hätte. Entsprechend populär dürften sich auch Torrent-Dateien aufstellen. Clients wie µTorrent können bereits direkt mit RSS-Feeds und dessen Inhalt umgehen. Auch der Open-Source Media Player Miro reiht neben diversen Download-Manager wie Speed Download oder ähnlichen Vertretern in diese Aufstellung ein.
Die App läuft angepasst auf iPhone und iPad, sieht ganz schrecklich aus, tut aber ihren Job. Wer keine Lust darauf hat, sowas von Hand zu Stricken oder auf andere Möglichkeiten zurückzugreifen, findet eventuell Interesse an RSS Fuse (1.59 €; universal; App Store-Link).
iPad-Mag: Bloomberg BusinessWeek mit Apple-Abo

Auch die Bloomberg BusinessWeek startet am heutigen Tag, wie schon so viele Zeitungen und Magazine zuvor, sein digitales App-Dasein. Ohne diesen kurzen Blog-Verweis abkürzen zu wollen: Das jetzt veröffentlichte Magazin-Angebot (kostenlos; App Store-Link) fällt nach heutigen Standards rundum gelungen aus!
Das Wochenmagazin eröffnet mit Apples ‘In-App’-Abos. Vier Ausgaben pro Monat kosten 2.39 Euro. Wer bereits Print-Konsument ist, liest kostenlos. Die Probeausgabe gibt einen schönen Eindruck von der technischen Umsetzung. Diese fällt schlicht, aber extrem überlegt aus. Die ‘sozialen Funktionen’ drängeln sich nicht in den Vordergrund, sind jedoch mit einem einzelnen Fingerzeig aufgerufen. Die Ausgaben funktionieren sowohl im Hoch- als auch Querformat. Spätestens hier zeigt sich, dass jemand mitgedacht hat.
TechCrunch hält der Lobhudelei einen schönen Verriss entgegen. Dabei bemängelt das AOL-Blog, dass man lediglich die identischen Print-Artikel feilbietet. Abgesehen davon, dass es pro Ausgabe ein exklusives Video, aufbereitete Audio-Strecken und Bilder-Galerien sowie Live-Marktdaten gibt, finde ich die Trennung genau in dieser Form richtig. Immerhin lebt der Magazin-Charakter sehr stark davon, ein in sich abgeschlossenes Produkt darzustellen. Warum sollten Informationen der Webseite in die App gepumpt werden? Wen tagesaktuelle News interessieren, surft ohnehin zum Online-Auftritt.
Das sieht auch Oke Okaro, Leiter von Bloombergs ‘Mobile’-Abteilung so:
We see the website as something more for breaking news, while the app is more like the experience of the magazine.
Das Zitat entstammt einem Artikel auf paidContent.org und wird durch diesen – durchaus interessanten – Einzeiler ergänzt:
We are very pleased with Apple’s terms
Damit stellt sich BusinessWeek in eine bislang kurze Reihe von Magazinen wie Elle, Popular Science und Maxim, die sich schon zuvor mit Apples ‘In-App’-Konditionen einverstanden erklärten.
‘Unpleasant Horse’: PopCaps PR-Bühnenwerk
Anfang April verkündete PopCap Games – unsere Freunde von Plants vs. Zombies oder Peggle – stolz, die Gründung eines “experimentellen Labels“.
Unter dem Namen ‘4th & Battery‘ sollen “Designer und Entwickler von PopCap freie Hand haben, kleine, einfachere und manchmal auch ausgefallenere Spiele zu entwickeln, ohne die typischen Beschränkungen eines weltweit etablierten Spiele-Herausgebers beachten zu müssen.“.
Dessen Ausrichtung klingt spannend:
Anders als die herkömmlichen Franchises von PopCap werden sich einige der von 4th & Battery geschaffenen Inhalte, einschließlich des Launch-Titels Unpleasant Horse, an ein erwachsenes Publikum richten.
Jetzt, keine Woche später, segelt der erste Titel ‘Unpleasant Horse‘ in den App-Store-Genehmigungsprozess…
Die Spieler schlüpfen in die Rolle eines – wer hätte es geahnt! – auffallend unangenehmen Pferdes, das stolz Flügel zur Schau trägt und durch das Spiel manövriert, indem es kleine Vögel zerstört und von oben auf netteren Pferden landet. Auf anderen Pferden aufzusetzen, ermöglicht dem Spieler, sie erdwärts in einen sich unaufhörlich drehenden Fleischwolf zu drücken, um Extrapunkte und Boni zu bekommen.
…und bleibt in dessen Fängen hängen.
Das Entwicklerstudio kommentiert den gescheiterten Erstanlauf mit diesem – später zurückgezogenen – Tweet:

Mittlerweile ist die NYTimes auf die Geschichte aufgesprungen. Dessen Nachfrage beim Unternehmen blieb unbeantwortet. Die Zeitung wirft eine ‘zu geringe Alterseinstufung’ als Vermutung in den Raum:
It could be that 4th & Battery needs to just resubmit under a higher rating, perhaps the 17+ rating, to get approval.
’4th and Battery’ bestätigt dies indirekt durch einen nachfolgenden Twitter-Beitrag:
Anyhoo, we still love Apple. Honest. We even had (and liked!) a Newton back in the day. Hope we get an appropriate rating for the game!
Daher steht für mich fest: Das ganze Brimborium ist schlicht und ergreifend eine simple PR-Aktion. Pferde in Fleischwölfen, keine Stellungnahme, zurückgezogene Tweets und eine zu geringe Alterseinstufung sprechen eine ziemlich deutliche Sprache. Wer glaubt dabei bitte ernsthaft an den Zufall?
Kleiner Nachtrag: Auch die deutsche PR-Agentur von PopCap war bislang nicht zu einem Statement zu erreichen.
Ein dagegen ernsthaftes Problem ist die generelle Alterseinstufung für Webbrowser (oder Apps, die ansonsten irgendwie aufs Netz zugreifen) mit 17+. Die Entwickler dieser Apps beschweren sich gerade im großen Stil, dass ihnen (weiterhin) keine Promocodes für ihre App zur Verteilung bereitgestellt werden. Beispiel gefällig? ‘Blogsy‘ (2.39 €; App Store-Link), eine Weblog-Software zum Schreiben von Blog-Beiträgen, findet sich im App Store mit einer Voraussetzung für ein Mindestalter von 17 Jahren. “Häufig/stark ausgeprägt: Szenen mit erotischen Anspielungen.”
Nee, ist klar.
‘Plex’ feuert mit Version 1.1 dem Thema Medien-Streaming gehörig ein


Media Center Plex erreicht Version 1.1 seiner iOS-Software (3.99 €; universal; App Store-Link). Dem Update wurde eine überarbeitete Optik mit auf den Weg gegeben – siehe Screenshot-Vergleich der iPhone-Version (links alt / rechts neu). Die neue Gitternetz-Übersicht lässt die wirren Listen für eine Sortierung verschwinden. Diese sind ab sofort nur nur optional aufzurufen. Gut so.
Sowohl dadurch, als auch dem deutlich spürbaren Geschwindigkeitsschub, gelangt man flotter zu seinen Medien-Inhalten. Diese liegen weiterhin auf einem Windows- oder Mac-Server. Wer sich im gleichen Netzwerk befindet, dürfte bereits beim ersten Aufrufen der App die entsprechende ‘Sendestation’ finden. Wer sich von ‘außerhalb’ einwählt, muss ein paar (Dyn-)DNS-Strippen ziehen. Hier macht es AirVideo über den ‘Server PIN’ seinem Benutzer leichter. Ansonsten legt Plex jedoch in allen Belangen zu und hält mittlerweile seine Nase auf gleicher Höhe in die Luft.
Insbesondere in puncto Bedienung: Plex fischt sich aus dem Netz die entsprechenden Meta-Informationen zum Film oder der TV-Serie und lässt euch nicht in einer Ordnerwüste zurück. Das sieht schlicht und ergreifend großartig aus. Aber auch technisch wird eher gesprungen als gehoppelt: ‘Direct Streaming‘ schleust kompatible Mediendateien mit geringer CPU-Beanspruchung auf das mobile Gerät. Das Plex-Entwicklerblog hat dieser Funktion einen kompletten, sehr lesenswerten, Beitrag gewidmet.
As you might know, the current standard for web video is H.264 (regardless of how Google tries to undermine it); this codec happens to be the most common inside an MKV file, and also the most commonly supported on mobile devices. Android and iOS devices support decoding H.264 in hardware directly.
What you might not know is that the iOS devices (especially the latest generation, including the ATV2) have incredibly powerful little chips inside them for decoding video. Even though the specs say they are capable of 720p, it turns out that they do a good job with a lot of 1080p content as well. So when a client connects to the Plex Media Server, it describes its capabilities, and if the file falls within the acceptable range, the video is simply copied over to the new format (a process known as re-muxing). This again means that there is very little CPU used on the server side, and no loss in quality in the video. Streams start up nearly instantly, and seek quickly. All of this without the need to jailbreak, or use any private APIs.

Andere ‘Attraktionen’ gefällig? Untertitel-Unterstützung, ‘Universal-Search‘ und ‘AirPlay’-Videobildweitergabe. Weil die drahtlose Streaming-Lösung von Apple noch eine Handvoll Stolpersteine sein Eigen nennt, schaltet man die Funktion manuell unter den erweiterten Einstellungen frei. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, greift zum Kabel. ‘TV Out‘ schleicht sich ebenfalls neu in dieses App-Update.
Plex ist für iPhone und iPad bereits seit vergangenen August verfügbar. Der separate Entwicklungszweig vom Xbox Media Center reift bereits seit 2008. Die Plex-Serversoftware läuft bei mir seit einigen Monaten durchgehend auf dem MacMini ohne Probleme aufzuwerfen. Mit seiner jetzigen Erweiterung darf auch das iOS-Kind als Pflicht-Anwendung bezeichnet werden.
Ich hoffe, es wagt niemand das Wort ‘iTunes Privatfreigabe‘ in den Mund zu nehmen, solange diese Quellcode-offene Software-Kombi der Apple-Mediathek von allen Seiten den Podex versohlt.
Zweiter Anlauf: Zattoo schickt Live-TV-App ins Rennen

In Zusammenarbeit mit TV Digital, der Axel-Springer-Programmzeitschrift, schickt Zattoo, die Internetplattform zur Übertragung von Fernsehkanälen, eine ‘Live-TV-HD‘-App aufs iPad (kostenlos; App Store-Link). Diese bietet über eine WiFi-Verbindung und eine deutsche IP-Adresse vier Sendestationen zum Probeschauen. Wer das gesamte Paket, bestehend aus 40 Kanälen, auf dem iPad konsumieren möchte, zahlt pro Monat 3.99 €. Außerdem gibt es ein 3-Monats-Angebot für 9.99 € oder ein komplettes Jahr zum Preis von 29.99 €.
Zattoo überträgt Sender wie ARD, ZDF, DMAX, NDR oder Sport 1 aus. Auch internationale Kanäle wie Al Jazeera, Bloomberg oder CNN International sind verfügbar. Für die großen deutschen Privatsender bestehen keine gültigen Ausstrahlungsrechte. In der Schweiz existieren die iOS-Apps – sowohl für iPhone als auch iPad (Link) – bereits seit einiger Zeit. Dort sind RTL, Pro7 und Co. frei zu empfangen.
Im deutschen IP-Adressbereich experimentierte Zattoo bereits mit einer Web-App Ende Februar. Als die Geschichte sich herumsprach und an Fahrt aufnahm, zog Zattoo das Angebot zurück. Der angebliche Probelauf kehrte bislang, auch nach der heutigen App-Veröffentlichung, nicht zurück. Die damals zu buchenden Tarif fielen zirka 50-Prozent preiswerter aus, als das jetzt veröffentlichte offizielle Angebot.
Zattoo Live TV HD ist ausschließlich für das iPad verfügbar, spendiert seine Video-Inhalte jedoch per AirPlay einem Fernseher, der mit einem Apple TV bestückt ist.
(Danke, edians!)
Apropos Fernsehen: Pay-TV-Sender ‘Sky’ stellte in der vergangenen Woche seinen ‘Go’-Tarif vor, dessen Eckdaten ich hier bereits Ende März vorgestellt habe. Mit der Umstellung auf die 12-Euro-Zusatzsteuer ging Version 2.0 der App-Store-App (kostenlos; App Store-Link) einher, die jedoch weiterhin auf die Ausstrahlung des Sport-Segments begrenzt bleibt. Einen detaillierten Blick auf das (Tarif-)Paket haben die Kollegen von Teltarif (1/2) geworfen.





