von Alex Olma
2. Mai 2011 – 09:06 Uhr

Crowdflow – spende deine iOS-Datenbank

Feine Idee aus deutschen Landen: Unter Crowdflow.net lässt sich die persönliche Logdatei ‘consolidated.db‘ spenden um daraus die Informationen der eingesammelten WiFi-Basisstationen sowie Funktürme in eine offene Datenbank zu überführen. Das Projekt von Michael Kreil, Lorenz Matzat und Dr. pir.rat. Huxhorn startete letzten Dienstag und fand bereits 250 Teilnehmer, die 6 Millionen WLan-Stationen und 600.000 Funkmasten beisteuerten. Die Daten sind unter der ‘Open Database License (ODbL)‘ bereits als Download verfügbar.

IPhoneBlog de Crowdflow

Ein Java Applet (Quellcode auf Github) übermittelt aus der heiß diskutierten iOS-Datenbank die folgenden Informationen:

  • CdmaCellLocation
  • CdmaCellLocationHarvest
  • CellLocation
  • CellLocationHarvest
  • WifiLocation
  • WifiLocationHarvest

Daraus bastelte das dreiköpfige Team eine handgestrickte Visualisierung der gesichteten WLan-Router in Berlin.

Apple kündigte vergangenen Mittwoch an, in einem zukünftigen iOS-Update die Datenerfassung auf sieben Tage einzugrenzen und bei kompletter Deaktivierung der Ortungsdienste keine Aktualisierung der WiFi- und Funkturm-Informationen mehr vorzunehmen.

  • Anonymous

    Wie kann man so leichtsinnig sein einem Script zu erlauben Daten aus einem iPhone-Backup zu extrahieren und sie dann auch noch persönlich auf einen Server von Unbekannten zu laden? Und wie kann man so verantwortingslos sein und die fragwürdige Prozedur auch noch seinen Lesern empfehlen?

    • http://www.iphoneblog.de iphoneblog

      Hier kannst du ins “Script” reinschauen.

      https://github.com/royvanrijn/iPhoneJTrack

    • http://nils-techblog.de Nils Fischer

      Wie kann man so leichtsinnig sein, Tweets mit Location-Data zu versehen.
      Wie kann man so leichtsinnig sein, und Foursquare und Gowalla zu benutzen?
      Ich finde es nicht immer so wichtig, das Leute wissen, wo ich mich zur Zeit befinde. Außerdem erzählt man ja auch genug Leuten, wo man im Urlaub war.
      Ich finde das ganze nicht so schlimm. Es ist auch freiwillig. Man muss das ja nicht tun.
      Nils

      • Anonymous

        Findest Du nicht dass es ein geringfügiger Unterschied ist, ob man seinen FREUNDEN erzählt wo man im Urlaub war, oder ob WILDFREMDE ein detailliertes Bewegungsprofil von einem selbst bekommen?

      • http://nils-techblog.de Nils Fischer

        Natürlich ist es ein Unterschied. War auch kein gutes Beispiel.
        Aber wie gesagt:
        Es gibt mindestens 250 Menschen, denen es nichts ausmacht. Zuzüglich Gowalla und Foursquare.
        Außerdem ist es auch eine schöne Visualisation der Daten. Dabei geht es nicht um Datensicherung. Die meisten Erwachsenen schaffen es schon alleine, nicht umbedingt auf der Straße überfallen zu werden.
        Und wenn es Leute geben würde, die aus meinen iPhone Positionen meinen Wohnort schließen können, dann haben die so wieso besseres zu tun, als mich auszurauben.
        Oder sie haben schon. Denn sie kommen ja nicht an meine consolidated.db, ohne mein iPhone zu Jailbreaken oder zu backupen. Denn in Croudflow ist das ganze ja anonymisiert.
        Außerdem ist es, wie gesagt, freiwillig.
        Nils

      • Anonymous

        Auch bei den von Dir genannten Diensten gibt man die Standortdaten nur an Freunde weiter, nicht an fremde Personen. Und selbstredend ist es nicht besonders klug solche Dienste zu nutzen, da auch die Dienstanbieter die Daten bekommen. Die Erklärung wieso die Existenz solcher Dienste den sorglosen Umgang mit den eigenen Daten rechtfertigt, bleibst Du schuldig.

  • MichaM

    hallo,

    cool, dass ist doch mal eine nützliche und sehr interessante umsetzung und visualisierung von daten. genial.
    Interessant ist die Verteilung der Netze.
    Eine häufung im Regierungsviertel und Wedding und da wo der BND gerade baut. Oder sind es eher die Ecken wo das iPhone genutzt wird. Interessant finde ich auch die “Hotspots”/ ungleiche verteilung. naja Fragen über Fragen

    @benmillr
    ich empfehle den Artikel von heise.de worauf hier schon ein paar Tage früher hingeweisen wurde.

    @alex
    ich finde die Bilder auf der Seite nicht :(

    • http://www.iphoneblog.de iphoneblog

      Bilder?

      • MichaM

        hat sich erledigt. die Bilder waren auf vor Ort gerade geblockt.

        @benmillr.
        wenn ich alles gelesene bisher richtig verstanden habe, dann läst sich aus dieser datei so gut wie nix persönliches generieren oder herrauslesen.
        denke, da gibt es andere wege und vorallen Apps, die es “unbemerkt” machen und die entsprechenden Daten sammeln und generieren.
        war da nicht mal was mit Vorratsdatenspeicherung?

      • Anonymous

        Geniale Argumentation. Weil es noch schlimmere Datensammler gibt, kann man seine Daten auch gleich ins Netz blasen. Hier wurden schon die grundlegensten Dinge bzgl. Datenschutz nicht verstanden.

  • http://twitter.com/choise choise

    nette idee, aber den sinn verstehe ich noch nicht so ganz. wenn man identifizieren könnte ob das WIFI öffentlich zugänglich ist, wäre das ja super, aber es sieht wohl ehr so aus, also ob man einfach nur sieht, dass da ein WIFI ist und nicht ob man es nutzen kann oder nicht, sehe ich das richtig?

    • Christoph

      Man kann Anhand der benachbarten WLANs und dieser Datenbank seine Position ermitteln – und das ohne GPS und relativ genau. Im Endeffekt genau das was Apple auch damit macht – nur jetzt halt “in Frei”. Sehr gute Idee!

  • cc13

    Wenn ich mir die Zahlen so anschaue, bekomme ich meine Zweifel: 250 Menschen sollen 6 Millionen WLAN-Stationen eingesand haben. Das macht im Schnitt 24000 Stationen pro Einsender. Ist das nicht etwas viel?

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