von Alex Olma
28. Juli 2012 – 13:02 Uhr

‘WriteUp’ – ein Text-Editor mit Gesten-Unterstützung

Im Mai publizierte Daniel Hooper ein Touch-Textsprung-Konzeptvideo. In den darauffolgenden Monaten hüpften einige Schreibanwendungen diese Idee an. So auch WriteUp (2.39 €; universal; App Store-Link). Den schlanken Text-Editor für iPhone und iPad jedoch auf dieses Feature zu reduzieren, wäre unangemessen.

WriteUp 3.2 – Introducing swipe selection from Prasanna Gopalakrishnan on Vimeo.

Im Gegensatz zu anderer App-Store-Software funktioniert die versprochene ‘Wischgesten’-Unterstützung hier exzellent – Fingerspitzengefühl vorausgesetzt. ‘Gewischt’ wird horizontal und vertikal, was kleine und große Textbrocken flink markiert. Ein bemerkenswerter Vorteil gegenüber Apples Textauswahl: Zwei oder drei Finger wischen direkt über der Bildschirmtastatur und verdecken damit nicht die bereits geschriebenen Worte.

Es gibt jedoch auch Fingergesten über dem eigentlichen Textfeld. Ein ‘2-Finger-Swipe’ nach links widerruft die letzte Eingabe. Jeder, der sich schon mal über eine unsinnige Autokorrektur geärgert hat, atmet auf. Im Vollbild reicht ein einzelner Fingerzeig an den linken oder rechten Displayrand um den Cursor nur einen Schritt zu bewegen.

Aber wie eingangs bereits betont: WriteUp ist mehr als ein netter Gesten-Editor, der auf Dropbox seine TXT-Dateien ablegt. Die Anwendung enthält eine Versionsverwaltung, die automatisch unterschiedliche Zwischenstände speichert und bei Bedarf wiederherstellt.

Genau wie Writing Kit teilt sich die Textverarbeitungssoftware den iPad-Bildschirm auch mit einem Browserfenster – ideal für Web-Recherche. TextExpander hilft bei umfangreicher Tipparbeit und Shortcuts zu OmniFocus, Tumblr, Mail oder die Nachrichten-App leiten geschriebene Worte wieder aus der App heraus.

Klar gibt’s auch Stolpersteine. Ich hatte vereinzelt Probleme beim Verschieben von Textdateien in Ordner. Auch die Einblendung der iOS-Tastatur ‘verschluckte’ von Zeit zu Zeit die letzte Textzeile. WriteUp scheint mit diesem Bug jedoch nicht allein. Dürfen wir iOS den Patzer in die Schuhe schieben?

WriteUp erhielt erst vor zwei Tagen ein Software-Update und ist derzeit 40-Prozent günstiger aus dem App Store zu laden.

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