[update] App-Store-Prüfung fehlgeschlagen

Today I originally wanted to tell you the great news, that Instacast HD has been updated for the new iPad and its Retina Display. […] The app has been rejected, because it displays an Apple logo as part of the ‘Apple Keynotes’ podcast. What? Hello? This Apple logo is displayed because it is being downloaded as part of a podcast feed.
Fehler können passieren, natürlich.
Eklatante Missgriffe wie dieser sind es jedoch, die den gesamten App-Store-Prüfprozess in Frage stellen. Nicht weil’s ein so offensichtlicher Ausrutscher ist oder Instacast bereits auf eine lange iOS-Biographie inklusive Apple-Promo zurückblickt. Nein, diese Art von Panne demonstriert einen Mangel an Verständnis, schlimmstenfalls Desinteresse, gegenüber dem betroffenen Entwickler und seiner Software.
Update: Schneller als gedacht: Instacast HD in Version 1.1 (3.99 €; App Store-Link) erhielt vor wenigen Minuten seine Freigabe.
Umsatz-Vergleich: Einem iOS-Dollar stehen 24-Android-Cent gegenüber

Anecdotally, developers consistently tell us that they make more money on iOS, about three to four times as much. To be sure, we pulled a sample of in-app purchase data from a set of top apps with versions on both iOS and Android, comprising of several million daily active users (DAUs). Running the numbers, we find that, on average, for every $1.00 generated on iOS, the same app will generate $0.24 on Android.
Flurry betrachtet nach eigenen Angaben 55.000 Firmen mit 135.000 Anwendungen. Für diese Statistik-Stichprobe wurden 50.000 Programme betrachtet.
Google reagiert auf Lodsys Patent-Kreuzzug

Google bezieht erstmals öffentlich Stellung zu den von Patentjäger Lodsys verklagten Android-Entwicklern.
“We’ve asked the US Patent Office to reexamine two Lodsys patents that we believe should never have been issued,” Google senior vice president and general counsel Kent Walker told Wired.com in a statement.
Mountain View fordert dabei eine Nachuntersuchung über die Gültigkeit der betroffenen Schutzrechte. Positive Folgen sind nicht ausgeschlossen, aber auch nicht wahrscheinlich.
Let me make this very clear: reexamination of Lodsys’s patents certainly could have positive effects further down the road. It’s possible (though by no means certain) that Lodsys’s ongoing litigation might be stayed – however, as Wired’s article explains, this happens in the Eastern District of Texas only “around 20 percent of the time”. In other words, there’s an 80% likelihood, just based on statistics, that Google’s reexamination requests won’t delay Lodsys’s litigation.
Von einem Freifahrtschein, sowohl für App-Store- als auch Market-Entwickler, scheinen wir noch weit entfernt.
Seit Mitte Juli sind dem Club der betroffenen Indie-Entwickler auch Entertainment-Schwergewichte wie Rovio, Electronic Arts, Atari, Square Enix und Take-Two unfreiwillig beigetreten. Dessen Lodsys-Klageschrift liegt auf Scribd.com.
Wer nach der populären ‘This American Life‘-Episode noch zwei weitere Linkverweise verkraftet, liest ‘Patent Trolls Drive App Developers from U.S. Market‘ und ‘More on Software Patents‘, die abermals den Wunsch steigern, dass Lodsys den Bogen so dermaßen überspannt, dass dieses Geschäftsmodell implodiert.
Update hinter der Bühne: iOS-App-Store liefert Übersicht der gekauften Software


Während ich mich noch ein wenig vom Live-Blog erhole, darf schon einmal der Blick in den iOS-App-Store geworfen werden. Dort schaltete sich in den vergangenen Minuten die Übersicht der gekauften Programme frei, um diese komfortabel noch einmal herunterzuladen.
(Danke, Filid!)
Update

Die neuen Einstellungen für den Store sollen nicht vergessen werden…
(Danke, @twitsho!)
Keine App-Store-Bewertung mehr nach Promocode-Download (?)
Pro veröffentlichtem Update einer App-Store-App lassen sich vom dazugehörigen Entwickler jeweils 50 Promocodes an Freunde und andere Entwickler verteilen oder der Presse (für Verlosungen) zustecken. Seit einigen Tagen berichten registrierte App-Store-Produzenten, dass für so heruntergeladene Programme, vom jeweiligen Besitzer keine Bewertungen abgegeben oder Rezensionen mehr verfasst werden konnten.

In einem Foren-Eintrag von TouchArcade findet sich ein Bündel an geschilderten Erfahrungen. Diese fallen unterschiedlich aus. Einige Entwickler berichten von einer direkten Apple-Rückmeldungen, die ausdrücklich bestätigen, dass keine Bewertung mehr übermittelt werden darf, wenn der vorangestellte Download über einen Promocode bezogen wurde. Andere Einträge können dies (noch) nicht nachvollziehen. Teilweise scheint es Unterschiede zwischen dem US-Store und seinen internationalen Außenstellen zu geben. Auch das Alter des Promocodes mag eine Rolle spielen.
Rezensionen, die bereits verfasst und veröffentlicht wurden, und auf einen Gutscheincode-Download zurückgingen, sollte dies allerdings nicht nachträglich beeinflussen.
Meine Tests verliefen ebenfalls nicht eindeutig. Zwei in der letzten Woche erhaltende Promocodes, die ich im deutschen App Store eingelöst habe, führten nur zu einer einzelnen Review-Veröffentlichung. Die zweite Bewertung zeigt sich zwar in der Übersicht des Benutzerkontos, taucht aber nicht unterhalb der App im öffentlichen Bereich auf. Im US-Store habe ich ebenfalls zwei Bewertungen vorgenommen. Einmal für einen aktuellen Promocode und das andere Mal für einen Gutschein, der bereits Anfang 2009 eingelöst wurde. Beide Bewertungen tauchen nicht im App Store auf. Rückmeldungen gab das System mir (bislang) nicht. Im TouchArcade-Forum berichtet man jedoch, dass Apple derzeit (teilweise) mit dieser Fehlermeldung arbeitet:

Die Hinweisbox ist keine Unbekannte und geht auf eine App-Store-Änderung aus dem Jahr 2008 zurück. Damals modifizierte Apple das Bewertungssystem und verlangte, dass man vor der Abgabe einer Rezension die App mindestens einmal heruntergeladen haben musste. Es fand (und findet weiterhin) jedoch keine Überprüfung statt, ob der Nutzer das Programm jemals öffnete.
Aus Apples Perspektive macht die möglich Einschränkung Sinn, da Entwickler sich so keine positiven Rezensionen mit kostenlosen Downloads zuschustern können. Mit entsprechenden Finanzmitteln lässt sich das System natürlich weiterhin austricksen. Apple kündigte jedoch mehrfach an, ein solches Verhalten mit entsprechenden Rauswürfen abzustrafen, sollte man den Missbrauch entdecken.

If you attempt to cheat the system (for example, by trying to trick the review process, steal data from users, copy another developer’s work, or manipulate the ratings) your apps will be removed from the store and you will be expelled from the developer program.
Falls Nutzer wirklich zukünftig nicht mehr in der Lage sind, Bewertungen für Software mit Promocode-Downloads abzugeben (wonach es derzeit aussieht), dürften auch Verlosungen an Reiz verlieren.
Software-Problem: Android-Nutzer warten ein Jahr länger auf Top-Apps

Die Anzahl der Applikationen für Android und iOS liegen mittlerweile (fast) auf Augenhöhe. Größter Unterschied sind aktuell die 65.000+ iPad-Apps. Trotzdem schwanken die Zeitabstände zwischen iOS- und Android-Veröffentlichungen erheblich. Im Durchschnitt warten Google-Nutzer rund 420 Tage länger auf die gleiche Chartlisten-Applikation.
Zumindest ist das die kleine Rechnung, die ich mir aufgrund des gestrigen PCWorld-Artikels “Apple’s Popular Apps Not Exclusive to iPhone: Analysis” vorgenommen habe. Vergleicht man die dort aufgeführten “most popular apps” (über dessen Zusammenstellung man kräftig streiten kann), weisen Programme, die sowohl im App Store als auch auf dem Google Market verfügbar sind, einen erheblichen Unterschied im Erscheinungsdatum auf. Alle, bis auf einen einzigen Software-Produzenten dieser ‘Hitliste’, veröffentlichten ihre App wesentlich früher als den entsprechenden Android-Bruder. Der besagte Ausreißer, bei dem die iOS-Variante (lediglich) 12 Tage nach der Android-Fassung erschien, war ‘The Weather Channel‘. Ein Projekt, das an ‘Googles Android Developer Challenge’ teilnahm.
Titel – App-Store-Erstveröffentlichung / Android-Release / Differenz in Tagen
- Bible – 27.08.2008 / 18.10.2009 / 417 Tage
- Bump – 27.03.2009 / 13.11.2009 / 231 Tage
- Calorie Tracker – 02.11.2008 / 18.12.2009 / 411 Tage
- Facebook – 27.08.2008 / 30.07.2009 / 337 Tage
- Fandango Movies – 13.03.2009 / 20.01.2010 / 313 Tage
- FlightTrack – 17.11.2008 / 14.02.2011 / 819 Tage
- Google Earth – 27.10.2008 / 22.02.2010 / 483 Tage
- IMDB – 08.12.2009 / 30.06.2010 / 204 Tage
- Kindle – 04.03.2009 / 28.06.2010 / 481 Tage
- Movies by Flixster – 27.08.2008 / 14.05.2009 / 263 Tage
- Pandora Radio – 27.08.2008 / 09.09.2009 / 381 Tage
- Shazam – 27.08.2008 / 14.07.2010 / 686 Tage
- Skype – 31.03.2009 / 05.10.2010 / 553 Tage
- SoundHound – 27.08.2008 / 15.06.2010 / 657 Tage
- The Weather Channel – 08.11.2008 / 27.10.2008 / -12 Tage (Android Developer Challenge)
- Yelp – 27.08.2008 / 07.12.2009 / 467 Tage
Der komplette Artikel klammert Spiele vollständig aus. Wer einen Blick in den Google Market wirft, weiß warum. Ein Vergleich wäre (fast) unmöglich.
Letzten Herbst fragte John Gruber “Where Are the Android Killer Apps?” und stellte dabei nüchtern dessen Abwesenheit fest. Sein Blick auf die “Top 30 Android Apps of All Time“, die TechCrunch zuvor veröffentlichte, ist ein ebenso begrenzter Ausschnitt, wie die von mir oben betrachtete PCWorld-Auswahl. Allgemeingültige Aussagen bleiben daher enorm schwierig.
Wer jedoch aus Interesse (und/oder beruflichen Gründen) an der globalen Tech-Szene partizipiert, bekommt ein Gespür dafür, inwiefern sich die Software-Geschäfte unterscheiden. Zumindest stelle ich dies als neutrale Behauptung einfach mal in den Raum. Jedem Hinweis auf eine vielversprechende Android-App gehe ich persönlich dabei genauso gespannt nach, wie der Lawine von App-Store-Neuerscheinungen. Persönliches Resultat: Mein Nexus One zählt ganze 10 installierte Applikationen. In meiner iTunes-Bibliothek dagegen lagern derzeit 1201 iOS-Programme.
Aber nochmal: Der quantitative Unterschied ist nicht entscheidend. Diesbezüglich stimme ich dem PCWorld-Artikel vollkommen zu. Die ‘großen’ Mitspieler müssen auf beiden Systemen vertreten sein.
Da Apps dieser Tage jedoch ein Barometer für Entwicklerstärke und Innovationen zu sein scheinen, bleibt (für mich) wirklich (und ohne Wertung!) unbeantwortet (aber legitim zu fragen): Woher kommt der zeitliche Verzug bei den Erscheinungsterminen? Warum tauchen Apps mit besonderen Alleinstellungsmerkmalen wie Meal Snap oder IntoNow zuerst im iOS-Store auf? Warum schaffen es keine Spiele in den Android Market und woher stammt das enorme Ungleichgewicht zwischen einem stark wachsenden Android-Hardware-Markt und einem uninspirierten Software-Geschäft?
Apple veröffentlicht iTunes 10.2 in Vorbereitung auf iOS 4.3

Mit einem Vorlauf von zirka einer Woche drückt Apple bereits heute, dass für iOS 4.3 benötigte iTunes-Update, durch die Download-Leitung. Auf lediglich 35 Megabyte werden die Anpassungen zur Synchronisation sowie verbessertem ‘Home Sharing’ hereingereicht.
(Danke, @codenaga!)
Für iOS in Version 4.3, das am nächsten Freitag von der Leine gelassen wird, ist die ‘iTunes Privatfreigabe’ (engl. ‘Home Sharing’) ein großes Thema. Aus dem heimischen WiFi zapft man damit drahtlos vom mobilen Gerät seine iTunes-Bibliothek auf einem Mac oder PC an. Für Audio- und Video-Inhalte, die sich bereits innerhalb der Apple Medienverwaltung befinden, ist das eine sehr lobenswerte Erweiterung.

Die aktuelle iOS Beta 3 für Entwickler enthält diese Funktion bislang noch nicht. Ob im Laufe der Woche noch eine finale Vorab-Fassung erscheint, ist derzeit noch unbeantwortet.



