Die iOS-App von Plex spielt sich als mobiler Medienserver auf

von alex olma | 22. März 2013 | 10:42 Uhr

IPhoneBlog de Plex Sync

Version 3.1 erhält ein nettes neues Premium-Feature: Der ‘Mobile Media Server‘ von Plex (4.49 €; universal; App-Store-Link) erlaubt es, die aufs Gerät synchronisierten Filme und Serien von dort aus anderen Plex-Clients anzubieten. Das bedeutet: Als zahlender PlexPass-Kunde konvertiert ihr eine Episode eurer Lieblingsserie für den Offline-Konsum vom Desktop aufs iPad – ein Klick reicht dafür aus*.

Schleppt ihr das iPad dann zu Freunden, steht diese Episode zum Streaming für alle anderen Plex-Geräte, wie beispielsweise Fernseher, Set-Top-Boxen sowie weiteren Smartphones und Tablets mit iOS, Android und Windows Phone im gemeinsamen Netzwerk bereit. Simpel ausgedrückt: Euer iPad spielt sich als mobiler Streaming-Server auf.

Das bedeutet auch: Liegen ganze Staffeln einer Serie auf dem Plex-Server für unterwegs, können mehrere Geräte gleichzeitig unterschiedliche Folgen zu sich streamen – allerdings nicht kopieren.

In vielen Fällen mag es einfacher sein, einen Film aus dem Plex-Verzeichnis per AirPlay auf einen Fernseher zu werfen. Ist jedoch kein Apple TV (Affiliate-Link) vorhanden, der das AirPlay-Signal entgegennimmt, und der Digital AV Adapter (Affiliate-Link) für den direkten Kabelanschluss vergriffen, hilft vielleicht die kostenlose Plex-Installation auf dem Desktop, NAS oder einem der unterstützten Fernseher um die mitgebrachten TV-Shows gemeinsam anzuschauen.

* Angemerkt sei: Die Entwicklung von Plex ist sehr lebhaft, testet aber auch ab und an seine eigenen Grenzen. Manchmal bedarf es einem Bugfix-Release bis neue Funktionen rund laufen. Diese Erfahrung habe ich bereits beim Sync gemacht, als die Funktion im November neu dazukam, und auch jetzt mit dem ‘Mobile Media Server‘.

RSS / Fever° / Sunstroke

von alex olma | 18. März 2013 | 15:19 Uhr

Fever° ist für die an RSS interessierte Mehrheit keine Google-Reader-Alternative – schon wegen der notwendigen Installation auf dem eigenen Server. Googles Todeserklärung Frühjahrsputz für eine Handvoll Produkte, hat in kleinem Maßstab jedoch auch hier, beim mittlerweile drei Jahre alten Projekt von Shaun Inman, für Aufregung gesorgt.

Wer trotz gut gemeinter Warnung Klarstellung die 23-Euro-Lizenz im eigenen Datenschrank installiert, sei Sunstroke (4.49 €; App-Store-Link) als iPhone-Client ans Herz gelegt. Die App ist zusammen mit Reeder (2.69 €; App-Store-Link), das seit Version 3.0 auch mit Fever° abklatscht, die derzeit beste Möglichkeit sein Feed-Verzeichnis zu lesen*.

Zugegeben: Die generelle Software-Auswahl, die das ganz persönliche RSS-Archiv in Fever° durchstöbert, ist nicht groß. Am Desktop ist man auf den Browser (oder eine mäßig tolle Fluid-App) angewiesen; ein angepasstes iPad-Programm ist bislang noch gar nicht aufzutreiben. Die fehlende Konkurrenz senkt jedoch keineswegs den Anspruch an Sunstroke, das flink synchronisiert, butterweich scrollt und sich aufgeräumt sowie durchdacht aufstellt.

IPhoneBlog de Sunstroke

Ein Alleinstellungsmerkmal von Fever°, der Server-Software-Komponente, läuft unter dem Titel ‘Hot‘. Fever° rauscht hier durch eure Feeds und bewertet auf einer Temperaturskala über welche Themen häufig gesprochen wird. Das ist ideal um sich nach einem onlinefreien Wochenende schnell in die ‘knackig frischen’ Themen einzulesen. Sunstroke bildet dieses Feature perfekt ab.

Bereits bei Reeder zu schätzen gelernt habe ich die Ein-Finger-Geste um aus einem RSS-Artikel zurück in die Übersicht zu wischen. Damit springt man flott in Beiträge, zieht sich aber genau so schnell wieder zurück. Während die Überschriften der Artikel in der Listenübersicht an einem vorbeifliegen, markiert Sunstroke diese als gelesen. Artikel lassen sich vormerken (‘Saved‘) oder zu Pinboard oder Instapaper schicken. Einzig und allein eine Suche, wie sie über den Browser möglich ist, fehlt.

IPhoneBlog de Sunstroke Screenshots

Google legt den Schalter für Reader Anfang Juli um. Bis dato erwarten uns noch zahlreiche Experimente. Fever° ist mir in Kombination mit Sunstroke sehr sympathisch, weshalb ich meine 350 Feeds vorerst exklusiv dieser Aufstellung anvertraue.

* Lustige Randnotiz vom Sunstroke-Entwickler Anthony Drendel: Der deutsche App Store hat nach Nordamerika bislang die meisten Kopien seiner Software verkauft.

1Password 4 (+ Video)

von alex olma | 13. Dezember 2012 | 06:09 Uhr

1Password ist grundsätzlich die erste App, die ich auf einem neuen Computer installiere; egal ob es sich um einen Mac, ein iPhone oder iPad handelt. Version 4 für iOS, grundlegend überarbeitet, erschien soeben im App Store als Universal-Software (6.99 €; App-Store-Link), die sich für den wichtigen Ersteindruck ein hübsches (und überfälliges) Redesign gönnt.

IPhoneBlog de 1Password FavoritenIPhoneBlog de 1Password Einstellungen

Vergessen ist der angestaubte Standard-Look. Das Button-Artwork ist bemerkenswert. Die kleinen Icons für Software-Lizenzen und die Integration der Webseiten-Logos geben auf Retina-Displays kräftig an.

Die optische Pracht soll jedoch nicht von den praktischen Stärken ablenken, die 1Password (44.99 €; MAS-Link) so unverzichtbar machen. Endlich gibt es eine Suchfunktion, die keine Kategoriegrenzen mehr kennt – egal ob der Zugangscode in einer Notiz steht oder als Web-Login abgespeichert wurde.

Eine Favoritenliste habe ich mir lange gewünscht. Suchbegriffe wie ‘Gmail’ liefern bei mir zehn unübersichtliche Treffer, von denen ich gewöhnlich immer den gleichen Eintrag benötige. Die ‘Action Bar‘, ausgelöst durch eine kleine Wischgeste, erlaubt schnelles Kopieren der Formularfelder.

IPhoneBlog de 1Password iPad

Je nach Paranoia-Level Sicherheitsvorliebe Sync-Anspruch gleicht Version 4 seinen Datenbestand nur über iCloud oder mit Hilfe der Dropbox ab. Ich bin bislang mit Dropbox ausnahmslos gut gefahren und fühle mich nicht nach einem Wechsel – insbesondere mit der feinen Übersicht des Sync-Verlaufs (-> Einstellungen -> Erweitert -> Fehlerbehebungen). Meine Einträge schreibe und lese ich von (und mit) allen Geräten. Dropbox kümmert sich um den Rest.

AgileBits hat einen cleveren Demo-Mode mit Beispieldatenbank in der Software hinterlassen um der Familie und den Freunden eine Max-Mustermann-Produktpräsentation zu geben. Diese Funktion habe ich genutzt, um ein paar erste Eindrücke des gelungenen Updates einzufangen.

Direkt1Password *

* Alle selbsterstellten iPhoneBlog-Videos gibt es auch als Podcast (iTunes-Link). Bitte bleiben Sie stehen, hier gibt es viel zu sehen.

Plex-Premium: iOS tankt Medien über PlexSync

von alex olma | 21. November 2012 | 13:40 Uhr

IPhoneBlog de PlexSync

Plex hat ein Geschäftsmodell! Geld konnte man zwar schon früher einwerfen, seit gestern versprüht der PlexPass jedoch erhöhten Reiz.

Using PlexSync, you can flag content from your library (or from certain channels) for download. Once you’ve done that, your server will convert the content you selected to a compatible format, and the mobile client will download the content to your device so you can view it when you’re offline.

Ich konnte das Zusammenspiel zwischen dem Plex-Server und der (öfters erwähnten) iOS-App (4.49 €; universal; App-Store-Link) schon erfolgreich ausprobieren. Dabei fielen mir auch eine Handvoll (kleiner) Fehler vor die Füße. Daher belasse ich es an dieser Stelle mit dem kurzen Hinweis auf das große Update und lasse das reizvolle Konzept, das mir tatsächlich eine fortlaufende Abogebühr entlocken könnte, erst noch ein paar Tage auf mich wirken bevor es hier ein Feature bekommt.

Löblich: die Safari ‘iCloud Tabs’

von alex olma | 5. Oktober 2012 | 16:47 Uhr

IPhoneBlog de iCloud Tabs

Mountain Lion mit Safari 6 sowie Mobile Safari unter iOS 6 synchronisieren geöffnete Browserfenster – zwischen allen Macs, iPhones, iPads und iPod touches, die auf den gleichen iCloud-Account zugreifen.

Ein Feature, das es auch zwei Wochen nach seiner Veröffentlichung noch zu loben gilt. Die ‘iCloud Tabs‘ sind ein echtes Argument für Apples Browser auf den mobilen Geräten sowie dem Desktop.

IPhoneBlog de Fusszeile

Einzige Kritik: Während das iPad auf ein leicht zugängliches ☁-Symbol in der Menüleiste blickt, hangeln sich iPhones umständlich durch Lesezeichen-(Unter-)Ordner. Mobile Safari benötigt auch auf dem iPhone ein freistehendes ‘iCloud Tabs‘-Icon.

Das Nike+ FuelBand (+ Video)

von alex olma | 7. September 2012 | 11:36 Uhr

Das Nike+ FuelBand, aktuell nur in den USA und GB erhältlich, ist total toll und gleichzeitig total nutzlos. Aber lasst mich das erklären…

DirektFuelBand*

Der Reiz, wie im Video angesprochen, liegt in der Spielerei mit den Daten aus dem Beschleunigungssensor. Die Angabe über gelaufene Schritte oder verbrannte Kalorien nehme ich dabei nicht sehr ernst. Wer sich auf die Couch legt und den ganzen Tag sein Armgelenk schüttelt, erreicht auch so das selbst gesteckte Tagesziel.

Sinnvoll ist das nicht, wer hätte es gedacht. Trotzdem stimmt der Trend von den kleinen LED-Leuchten des Armreifs. Nach ein paar Wochen fällt es nicht mehr schwer abzuschätzen, wie das aktuelle Tagespensum an Bewegung ausfiel. Einer meiner durchschnittlichen Jogging-Runden erzeugt zwischen 1000 und 1500 Fuelpunkten. Diesen von Nike ausgedachten errechneten Wert muss man nicht hinterfragen weil er es schafft, zu motivieren. Es ist ein wenig bizarr sich selbst dabei zu ertappen, wie viel Freude man für virtuelle Trophäen entwickeln kann, die die iPhone-App (kostenlos; App Store-Link) ausspuckt.

Die Webseite (http://nikeplus.nike.com) und die iPhone-Software legten in den vergangenen Monaten ordentlich zu. Insbesondere der Sync (auch über USB am Mac/PC) darf mittlerweile als flink bezeichnet werden. Die Anbindung an Path ist noch rudimentär und von den ‘Gamification’-Aspekten erhoffe ich mir einen noch stärkeren Feature-Ausbau. Acht Monate nach dem initialen Verkaufsstart gibt es hier jedoch keinen Grund zu meckern.

Die Nachfrage ist durch die anhaltend knappe Verfügbarkeit immer noch absurd hoch. Für aktuelle Ebay-Preise kann man beinahe selbst ein London-Wochenende buchen und dort die £129.00 (~160 €) in Nike Town ausgeben. Wer ernsthaft über den Kauf nachdenkt, vermisst vorher sein Handgelenk über den ‘Size Guide‘ (PDF). Garantie- und Support-Ansprüche lassen sich übrigens auch aus Deutschland gelten machen.

Ihr wollt ein Fazit? Ja, so eins hätte ich auch gerne. Ich bin selbst verwundert, dass ich keinen einzigen Tag in den vergangenen drei Monaten ohne das FuelBand verbracht habe. Fragt mich in drei weiteren Monaten noch einmal, aber im Moment plane ich nicht ohne das Armband – der Statistik zuliebe…

Nike versteckt sich clever hinter dem Fitness-Argument, obwohl die Hardware dies nicht im Detail hergibt. Sie kitzelt jedoch am Ehrgeiz, diese verdammte LED-Anzeige jeden Tag neu in den grünen Bereich zu boxen. Und das ist bemerkenswert.

* Alle selbstproduzierten Videos gibt’s auch als iTunes-Podcast. Nicht nur heute extrem motiviert!

Update: Oliver liefert einen tollen Kommentar-Tipp für Interessenten!

hab auch eins, kann man über nike.uk online bestellen, einfach beim checkout den deutschen account nutzen, wird aus den niederlanden innerhalb eines tages via ups geliefert. 139 Euro, keine versandtkosten….

[iOS-App] Buy Me a Pie!

von alex olma | 21. Mai 2012 | 15:38 Uhr

DirektBuyMeaPie!

Es gilt noch einmal zu betonen, was Podcast-Kollege Wölfle bereits vor zwei Wochen lobte: Buy Me a Pie! (2.39 €; universal; App Store-Link) ist eine Einkaufslisten-App, die besonders in ihrer Verwendung zu zweit glänzt.

Über einen Familien-Account lassen sich gemeinsam Lebensmittel zum Einkauf vormerken – ohne iOS-Gerät gibt’s den Web-Zugang. Der Sync zwischen alle registrierten iPhones und iPads geschieht augenblicklich, so dass man selbst auf getrenntem Beutezug durch den Supermarkt über die Fundstücke vom Shopping-Verbündeten informiert bleibt.

Push-Notizen geben Auskunft über neue oder bereits ausradierte Einträge. Namen, die das Wörterbuch für Delikatessen und Hygieneartikel nicht kennt, merkt sich die App nach der ersten Buchung.

Google ohne Drive: der Online-Festplatte fehlt ein Spielplan

von alex olma | 25. April 2012 | 00:46 Uhr

IPhoneBlog de Drive

Google verpasst, irgendetwas spannendes mit seinem ‘Drive‘ anzustellen. Ein bisschen Wolkenspeicher, nun ja. Microsoft bietet für weniger Geld mehr Platz und Dropbox ist bereits für unzählige Apps ein essenzielles Sync-Backend. Steve Jobs brachte es mit “it’s a feature, not a product” auf den Punkt.

Google kommt arg spät, ohne iOS-App, ohne bedeutende (Software-)Partnerschaften und nur mit halbem API-Umfang. Klar, kann das alles noch werden. Bald wird auch aus Google Music noch mehr als ein Datengrab für Song-Dateien. Nee, ernsthaft: Wo bleibt die Innovation?

Google Drive bringt im aktuellen Zustand nichts voran sondern imitiert lediglich bestehende Dienste. Egal wie viele Vergleichstabellen man zeichnet: Drive ist kein iCloud-Konkurrent im Smartphone-Derby sondern sitzt, ähnlich wie die iOS-App von Dropbox, nur auf der Zuschauertribüne – wohlgemerkt auf der Zuschauertribüne im eigenen Stadion.

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