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van Alex Olma
26. Oktober 2009 – 12:00 Uhr

Cinemizer Plus – Videobrille von Carl Zeiss

Die erste Carl Zeiss ‚Cinemizer‘-Videobrille fiel in eine Zeit, als die iPhone-Firmware von Version 1.x auf 2.0 umgestellt wurde. Mit Kompatibilitätsproblemen kämpften damals alle Hardware-Anbieter von iPhone-Zusatzprodukten, so auch der Cinemizer. Das Nachfolgemodell kommt ganz ohne Software-Zicken aus und beherbergt von iPod Classic über iPod touch oder iPod nano bis iPhone alle Apple-Geräte, die in der Lage sind Video(filme) auszugeben.

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Die Videoausgabe erfolgt über den Dock-Anschluss mit einer Auflösung von 640×480 Pixeln, dass derzeitige Apple-Maximum. Carl Zeiss sprach mir gegenüber von einer Akkulaufzeit von 8 Stunden, die Broschüre (PDF-Link) spricht von 4 Stunden. In meinem Test über das vergangene Wochenende konnte ich locker zwei Spielfilme mit der Brille ohne eine neue USB-Ladung anschauen. Falls sich der iPod-Ladestand dem Ende entgegen neigt, übernimmt die Cinemizer-Brille ab zirka 20-Prozent Restladung kleine Teile der Versorgung – Ziel ist der gemeinsame Akku-Tod.

Sehr löblich!

Die Brille stellt jegliches Videomaterial dar, das sich über die iPod-Anwendung am iPhone ausgeben lässt. Aber auch App Store-Anwendungen wie ‚Air Video‘ (iPhoneBlog-Link), die von einem Mac oder PC Videodateien per WiFi auf das iPhone streamen, lassen sich von der Zusammenarbeit mit der Brille überzeugen. Leider limitiert Apple die Videoausgabe und erlaubt nicht, Spiele oder andere Programme über den Dock-Anschluss und damit die Videobrille anzuzeigen.

zeiss1.jpgzeiss2.jpg

Die Cinemizer Plus verarbeitet auch 3D-Material. Dazu lässt sich derzeit als primäre Quelle YouTube nennen. Die Schlagwortsuche nach ‚yt3d swap=true‚ entdeckt rund 850 Dateien, die in plastischer Darstellungsform durch die 3D-Brille an die Auge gelangen.

Anwendungsfall

Als klassische Anwendungsfälle für die Brille gelten Vielflieger. Wer nicht unbedingt erster Klasse reist, genießt das große Filmformat direkt vor den Augen und ärgert sich nicht mehr über die stark verfärbten Röhrenmonitore. Außerdem ist die Brille bereits bei Zahnärzten sehr populär, um den kleinen Kindern nicht den Zahnsteinbohrer sondern ein lustiges Donald Duck-Video vor die Nase zu halten. Aber auch privat habe ich es als sehr angenehm empfunden, mich auf den Rücken zu legen und an der ‚Decke‘ das gewünschte Videobild zu verfolgen.

Es bedarf einer gewissen Umstellung, mit diesem ‚Nasenaufsatz‘ so dicht am Gesicht einen Film zu schauen. Wer sehr empfindlich auf Druckstellen reagiert, friemelt eine ganze Weile bis die Brille richtig sitzt.

-> Video-Link*

Fazit

Wer sich einen persönlichen Anwendungsfall für die zirka 100g-schwere Videobrille vorstellen kann, stört sich nicht an der etwas plastikartigen Verarbeitung und dem kostenintensiveren Preispunkt.

Vornehmlich liegt es jetzt an Carl Zeiss-Partnern wie Apple und der Filmindustrie, hochaufgelöstes Material für den Endkunden – auch über die iPhone-/iPod-Schnittstelle – verfügbar zu machen. Insbesondere die Limitierung der Videoausgabe sollte Apple beschäftigen. Mit über 20.000 verfügbaren App Store-Spiele könnte die Zeiss-Brille ein echter Publikumsmagnet werden.

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