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van Alex Olma
29. November 2009 – 17:40 Uhr

[review] Sonos S5-Lautsprecher mit iPhone-Steuerung

Zeit für Musik.

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In der iPhoneBlog-Redaktion gehen nicht unzählige, aber durchaus einige Soundsysteme ein und aus, die keine Blogbetrachtung erfahren. Im Jahr 2009 kann man sich leider nicht mehr dadurch auszeichnen, eine Dock-Schnittstelle und ein iPhone-Logo auf der Schachtle zu haben. Bis auf wenige Ausnahmen, wie beispielsweise dem B&W Zeppelin Soundsystem, bleibt mir (persönlich) der Nutzen von diesen räumlich stark eingeschränkten 08/15-Klangpegeln verschlossen. Aber das nur am Rande.

Die Sonos S5-Lautsprecher verfolgen einen komplett anderen, sehr vernetzten, Ansatz. Als Alleinstellungsmerkmal der 400 €-Box, die zwei Hochtöner, zwei Mitteltöner und ein Subwoofer hinter ihrer Blende verbirgt, gilt das Netzwerk. Zwei oder mehr der Sonos-Boxen bilden untereinander ein sogenanntes Mesh-Netzwerk.

Dabei kommunizieren die Lautsprecher mit- und untereinander, so dass ohne Probleme neue Exemplare der designkargen Klangkörper in den Haushalt integriert werden können. Mindestens eine, der ansonsten drahtlosen Gerätschaften, muss mit einem Router oder Switch verbunden werden. Wenn eure ‚Internetbox‘ an einem unwegsamen Ort platziert wurde, hilft die 100 €-treue ZoneBridge, die einen ersten Verbindungsanstoß aufbaut.

Sonos verfolgt damit konsequent den Ansatz der ‚Mehr-Raum-Beschallung‘. Die Boxen können durch die Netzwerktechnologie und dessen Signalweitergabe auch große Strecken in Häusern überbrücken und ohne elendigen Echoeffekt, synchron Musik in unterschiedlichen Räumen wiedergeben. Bei Bedarf kann jedoch auch die Küche fetzige Rockmusik hören während im Schlafzimmer beruhigendes Ambiente läuft.

Die Lautsprecher sind damit extrem flexibel aufzustellen. Die Beschallung mit einem einzigen Gerät kann locker ein 25 Quadratmeter-Zimmer beschallen. Sowohl tiefe Bass-, als auch ausfallende Höhenklänge verarbeitet die 4 Kilobox wirklich hervorragend.

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Musik

Doch woher kommt die Musik?

Bei der kinderleichten Einrichtung, die jeder hinbekommt, der es schafft innerhalb von zwei Minuten zwei Tasten zu drücken, wird zuerst nach seiner iTunes-Bibliothek gefragt. Es können jedoch auch NAS-Laufwerke (SMB) oder alle anderen Orte auf internen oder externen Festplatten angegeben werden. Einen echten Mehrwert schafft Sonos mit Kooperationen von Internet-Musikdienstleistern. In Deutschland ist dabei neben Last.fm die Napster-Integration hervorzuheben.

Ohne Anmeldung und ohne eine E-Mail-Adresse zu hinterlassen, gewährt man dem Sonos-Kunden einen 30-tägigen Testlauf zwischen den zirka 8 Millionen Songs der Musik-Flatrate. Wer die Begeisterung danach teilt, kann für rund 10 € seine bezahlte Mitgliedschaft antreten. Obwohl ich mir hier noch mehr musikalische Zusammenstellungen von den eigentlichen Benutzern wünschen würde wie dies beispielsweise bei Spotify der Fall ist, bleiben die Möglichkeiten unbegrenzt. Ein echter Genuss, zwischen den Charthits, Mitarbeiter-Wiedergabelisten und Genres zu surfen und diese drahtlos an das heimische Boxensystem zu schicken.

Während in den USA nach Rhapsody, Sirius Radio oder Pandora am Start sind, darf darauf gehofft werden, das sich Sonos noch mit anderen Musik-Streaminganbietern in ein Boot setzt. Beziehungsweise sollten sich die Anbieter von Inhalten einmal darüber klar werden, das man im Internet keine Ländergrenzen mehr benötigt.

Würde ich mir die Lautsprecher leisten (können), würde ich mir auch eine entsprechende Musik-Flatrate leisten.

DirektSonos (HD-Video) *

iPhone

Sonos bietet nicht seit Gestern Lautsprechersysteme für mehrere Räume an. Was früher mit einer proprietären Fernbedienung gesteuert wurde, übernimmt heutzutage die iPhone-Anwendung. Und wenn ihr dachtet, das bislang schon alles Muskelpakete präsentiert wurden, lässt sich hier noch einmal ein richtiger ‚Sixpack‘ entdecken.

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Die kostenlose Anwendung kann ganz ohne Computer die Gerätschaften einrichten und unterschiedlichen Sound mit unterschiedlichen Lautstärken auf mehrere Geräte verteilen. Entgegen meinen ersten Vermutungen bei einem solch komplexen Funktionsumfang, navigiert sich die App pfeilschnell. Möchte man auf ganz hohem Niveau meckern, sollte eine UI-Designer hier noch einmal entschlacken und die Lernkurve herabsetzen. Manche Menüpunkte machen in der Praxis keinen Sinn beziehungsweise benötigen Übersichts-Kategorien wie ‚Musik‘, ‚Radio‘ oder ‚Einstellungen‘, die von überall am Bildschirm zugänglich sind.

Wirklich kinderleicht lässt sich eine Wiedergabe anstoßen, die Napster-Musikdatenbank durchwühlen oder die (lokale) Musiksenderliste bespringen. Während man am iPhone danach ganz normal weiterarbeitet, telefoniert oder E-Mails schreibt, funktioniert der ‚re-connect‘ (meistens) ohne spürbare Verzögerung.

Erstaunlich!

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Fazit

Das Sonos S5-Paket macht Freunde an allen Ecken. Wer sich eines der voluminös-klingenden Soundblaster neben seinen Computer stellt, versorgt über den Line-In das gesamte Mehrfamilienhaus mit Klangkompositionen. Obwohl sich für einen solchen Anwendungsfall die Installation von AirportExpress-Geräten + ein paar No-Name Lautsprecher sicherlich preiswerter gestalten, bekommt man von Sonos ein ‚Rundum-glücklich‘-Paket auf ganz hohem Niveau. Dem steht der aufzuwendende Preispunkt sicherlich in nichts nach. Damit es nicht zu sehr im Portmonee schmerzt, kann man die Lautsprecher schrittweise dazukaufen.

Jemand der keine Lust auf das Verlegen von Kabeln hat und nicht von einem angeschalteten Computer seine Musik in die Welt drückt, sollte sich ein wenig Platz auf dem Wunschzettel zu Weihnachten lassen.

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