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van Alex Olma
8. Dezember 2010 – 7:42 Uhr

[update] Bild.de setzt iPad-Leser vor die Tür

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Das Unterhaltungsangebot von Bild.de sperrt am heutigen Morgen seinen Internetauftritt für Leser, die mit einem iPad-Webbrowser die Online-Seite erreichen. Die URL ‚bildgehtapp.bild.de‘ verweist in den App Store zum 79-Cent-Angebot, wenn sich der Browser als Apple Tablet ausgibt. Das iPhone leitet weiterhin auf die mobile Webseite wap.bild.de um.

Nutzt man eine alternative Surf-App, bei der sich die Browser-ID (User-Agent) umstellen lässt, kann Bild.de ohne Einschränkungen angesteuert werden. Mit iCab Mobile (1.59 €; universal; App Store-Link) findet sich beispielsweise eine solche, empfehlenswerte Alternative.

‚Bild HD‘ für das iPad steht seit Anfang Dezember zum Kauf. Die Idee, den App Store als komfortable Bezahlschranke (Paywall) zu benutzen und sich keine eigenen Gedanken zu machen ist jedoch älter. Bereits im November 2009 kündigte Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer AG, die Bekämpfung der „Kostenlos-Kultur im Internet“ an. Über das vergangene Jahr steuerte Bild gezielte Kampagnen, die sich vornehmlich gegen ein Online-Angebot der öffentlich-rechtlichen Sender richtete. Absurde Diskussionen um ‚Wettbewerbsverzerrung‚ mit aktiven Leser-Beleidigungen mischten sich in die Strategie der Axel Springer AG.

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Lichtblick: Während die Tagesschau-App (anscheinend) weiterhin „fertig in den Schubladen liegt„, haben iOS-Benutzer über http://m.zdf.de/mediathek/ seit dem gestrigen Dienstag mobilen Zugriff auf die Videos der ZDF Mediathek.

Update

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Gegenüber dem Mediendienst Kress gibt Mathias Döpfner Verkaufs- und Download-Zahlen der Axel-Springer-AG-Anwendungen zu Protokoll.

  • „Bild“ iPhone: 405.400 Verkäufe, 263.300 Downloads
  • „Welt“ für iPhone: 39.000 Verkäufe, 25.500 Downloads
  • „Welt“ für iPad: 7.700 Verkäufe, 123.000 Downloads
  • etc.

    Die Zahlen lassen nur ansatzweise einen Rückschluss darauf zu, wie viel Geld Springer mit den Apps umsetzt. Denn unter „Verkäufe“ summieren sich Monats-, Dreimonats- und Jahresabos plus kostenpflichtige Downloads von Apps. Downloads umfassen kostenpflichtige und kostenlose Downloads. Insgesamt realisierte Springer knapp 540.000 Verkäufe.

    via Kress.de + Alexander Köhn

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