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van Alex Olma
30. März 2011 – 13:54 Uhr

Android Market startet mit In-App-Verkäufen

IPhoneBlog de InApp

Der Android ‚Market‘ startete am gestrigen Tag mit ‚In-App‘-Verkäufen. Die iOS-Plattform erhielt diese Bezahl-Option für zusätzliche Funktionen, digitale Güter oder Abonnements mit Firmware 3.0 im Juni 2009.

Seitdem ist einiges passiert. Vom ursprünglichen „Free apps always remain free“ über eine ‚(doppelt-)erzwungene Passwortabfrage‚ bis hin zu uns bevorstehenden Neuregelungen für Abo-Modelle. Insgesamt darf dessen Entwicklung als durchaus ‚belebt‘ bezeichnet werden.

Zum Start des ‚App-internen-Abrechnungssystems‘ beim iOS-Konkurrenten, zeigen sich bereits einige Software-Programme mit Beispiel-Implementierungen. Disneys ‚Tap Tap Revenge‚ oder die Comics von ComiXology sind bereits alte iOS-Nasen. Dementsprechend identisch präsentiert sich das System. Google vermerkt in seiner Beschreibung: “If you aren’t yet familiar with In-app Billing, we encourage you to learn more about it.” Man fühlt sich genötigt zu ergänzen, „…oder werft einen Blick auf’s iPhone oder iPad„.

Die Beobachtung bleibt mit Spannung zu verfolgen, wie sich ein solcher, nicht unerheblicher Infrastruktur-Ausbau ohne übergeordnete Kontrolle entwickelt. Eine legitime Frage wäre sicherlich: Wird auch bei Google der Zeitpunkt erreicht, an dem ein zusätzliches Sicherheitsnetz notwendig ist, um Kids davon abzuhalten alle Schlumpfbeeren-Vorräte aufzukaufen?

Doch ein Lob ans Apple-System ist dies keinesfalls. Der ehemalige App-Store-Stolz ‚Tap Tap‚ ist durchsetzt mit einem intransparenten „Credit“-Bonussystem. Dabei erhält man für den kostenfreien App-Store-Download komischer Drittanbieter-Software Punkte, die man in Musik-Downloads eintauschen kann. Die teilnehmende Software, ‚Pimp Your Screen‚, ‚LaDiDa‚ oder ‚Police Scanner Radio‚ lässt schon beim Lesen der Namen winzige Gehirnzellen implodieren. Von den 30-sekündigen Gratis-Samplern, die an jeder Bildschirmecke verteilt aufschlagen (gleich neben den AdMob-Bannern), einmal ganz abgesehen.

Für mich persönlich funktionieren ‚In-App‘-Käufe in zwei Varianten auf mobilen Betriebssystemen: beim Einzelerwerb von Magazinen und Zeitschriften und für Software-Erweiterungen im Stil von ‚Pro‘-Funktionen.

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Ohne große Abwägung habe ich beispielsweise nach dem ersten Starten von ‚Alien Blue‚ (kostenlos; App Store-Link), einem inoffiziellen Reddit-Client, $2 US-Dollar für ein Pro-Upgrade hinterhergeworfen. Die App funktionierte, sieht vielversprechend aus und will daher auch in vollem Umfang genutzt werden.

Ähnlich geht es mir mit Kiosk-Apps, die Magazin XY zu einem festen Einmalpreis anbieten. Ein Blick ins Inhaltsverzeichnis oder auf einen Beispiel-Artikel greift (mir) beim Kauf unter die Arme. So kann ich es beispielsweise sehr befürworten, dass das ‚Wall Street Journal‘ gerade vor wenigen Tagen mit dem Verkauf von Einzelausgaben über die iPad-App begann.

Wichtig ist (mir): Transparente und verständliche Darstellung der Preisstruktur. Ein Hinweis auf die ‚Wiederherstellung‘ des Contents, wenn man beispielsweise das Gerät wechselt, gibt es gutes Bauchgefühl. Ist ein separates Benutzerkonto zum Kauf notwendig, muss ich der Verwendung dieser App bereits im Vorfeld einen hohen Mehrwert zuschreiben. Dadurch bleiben einige Programme bereits auf der Strecke.

Vielleicht ist es eine ganz persönliche Vorliebe, aber wer mich a) an die Hand nimmt, mir b) zeigt wo und für was ich Geld ausgeben soll und schlussendlich noch c) ein paar lustige Worte in die Runde wirft, die mir das Gefühl eines Geschäftsverhältnisses auf Augenhöhe geben, hat d) eigentlich schon gewonnen.

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