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van Alex Olma
11. Mai 2011 – 20:01 Uhr

‚BeamItDown‘ streicht die Segel. Apples erstes 30-Prozent-‚Opfer‘?

IPhoneBlog de iFlow

Über einen wütenden Blog-Eintrag verkündet der Software-Entwickler ‚BeamItDown‘ seinen App-Store-Ausstieg.

The crux of the matter is that Apple is now requiring us, as well as all other ebook sellers, to give them 30% of the selling price of any ebook that we sell from our iOS app.

Über den ‚iFlow Reader‚ (kostenlos; App Store-Link) – inklusive angeschlossenen Bücher-Store – konkurrierte der Händler bislang als Underdog mit Amazon oder dem iBookstore. Die Anfang Februar geänderten Verkaufsbestimmungen, bei denen zum gleichen Preis ein digitaler Gütervertrieb innerhalb von Anwendungen gewährleistet sein muss, soll dem eBook-Händler seine Geschäftsgrundlage rauben.

Unfortunately, because of the “agency model” that has been adopted by the largest publishers, our gross margin on ebooks after paying the wholesaler is less than 30%, which means that we would have to take a loss on all ebooks sold. This is not a sustainable business model.

Vergleichbare Geschäfte betreiben Amazon oder auch Netflix, die sich bislang zur bevorstehenden Deadline noch überhaupt nicht äußerten. In der letzte Woche erzielten einige große US-Verlagshäuser Vereinbarungen mit Apple über zukünftige Abo-Modelle.

Bevor sich ‚BeamItDown‘ traute, seine App dem Prüfungsprozess vorzulegen, versuchte der Entwickler sein Geschäftsmodell bei Apple abzuklopfen.

We sent a letter to Apple VP Philip Schiller in September 2009 to confirm our business model. Apple told us they couldn’t guarantee anything – submit the application and they’d let us know after submission.

Aus dem aktuellen Blog-Beitrag geht nicht hervor, warum der öffentliche Aufschrei („We put our faith in Apple and they screwed us.„) erst zum jetzigen Zeitpunkt erfolgt. Die neuen Regeln sind immerhin seit Februar bekannt. Außerdem wird nicht erwähnt, ob erneut das Gespräch mit Cupertino gesucht wurde.

Bevor iFlow Reader Anfang Dezember 2010 seine App-Store-Zulassung erhielt, veröffentlichte der Entwickler 51 Bücher in Form von Einzelanwendungen. Ohne ‚BeamItDown‘ schnell erhaschte Publicity unterstellen zu wollen, verwundert es mich trotzdem sehr, dass kein konstruktiver Lösungsweg vorgeschlagen wird.

We will no longer be selling ebooks from our app or website. Our Website at iflowreader.com will be gone so you will no longer be able to access it import books or download your books to your devices or examine any of your bookmarks. […] We will no longer be offering any apps in the iTunes App Store.

Und über die ’schmutzigen‘ 30-Prozent kann man sicherlich geteilter Meinung sein. Eine davon ist diese hier:

Apple doesn’t give a damn about companies with business models that can’t afford a 70/30 split. Apple’s running a competitive business; competition is cold and hard. And who exactly can’t afford a 70/30 split? Middlemen. It’s not that Apple is opposed to middlemen — it’s that Apple wants to be the middleman. It’s difficult to expect them to be sympathetic to the plights of other middlemen.

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