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van Alex Olma
7. Juli 2011 – 5:33 Uhr

‚Bullet-Hell‘-Feuerwerk: Deathsmiles (+ Video)

Pixel-Chaos liegt in der Highscore-Luft. Deathsmiles, aus der japanischen Spieleschmiede Cave, kündigt sich an.

Nach Espgaluda II, Dodonpachi und Mushihimesama Bug Panic läuft sich das iPhone wieder heiß – was durchaus wörtlich gemeint ist. Euer Dauerfeuer richtet ihr dabei sowohl auf die linke aber auch rechte Bildschirmhälfte. Über einen dedizierten Button schaltet ihr zwischen der Stoßrichtung um.

DirektDeathsmiles *

Ich schlängele mich seit dem vergangenen Wochenende durch den iOS-Kugelhagel. ‚Retro Gaming Fanboy‘ Thomas Meier spielt die PAL-Version auf Xbox seit Februar (Affiliate-Link) und sammelte zuvor bereits Erfahrungen mit der japanischen Veröffentlichung. Genau deshalb habe ich ihn gebeten, ein paar Worte zum Shoot’em-Up, mit Fokus auf die Xbox-Fassung, an dieser Stelle zu verlieren.


IPhoneBlog de Princess Tiara

Knapp zwei Jahre nach der Japan-Veröffentlichung auf Xbox 360 und knapp vier Jahre nach dem Spielhallen-Release hat es der Horizontal-Shooter Deathsmiles endlich nach Europa geschafft. Für das japanische Videospielstudio Cave ist es erst das zweite horizontale Shoot’em-Up – Progear No Arashi, Kandidat Nummer 2, hat nie seine Wurzeln zum Automaten aufgegeben.

Wir Europäer bekommen die längere Wartezeit mit Bonus-Content der Mega Black Label Edition entschädigt. In Japan musste man für den spielbaren Zusatz-Charakter, die Extra-Stage und einen weiteren Schwierigkeitsgrad noch einmal satte 1200 Microsoft Points investieren. Außerdem enthält die deutsche Version den Soundtrack auf CD sowie Desktop-Accessoires wie Hintergrundbilder und Artworks.

Das Setting siedelt sich in einer kunterbunten ‚Gothic-Fantasy‘-Umgebung an. In den sechs verschiedenen Spielmodi darf man sich auf allerhand skurrile Gegner freuen, zu denen unter anderem der Sensenmann, überdimensionale Drachen und eine riesige Kuh namens Mary zählen. Der Arcade Mode ist die unveredelte Low-Res-Spielhallen-Adaption. Die anderen Modi wurden überarbeitet und bieten feinste 2D Grafiken in hochauflösender Pixeldichte.

Feinde greifen aus allen Richtungen an und füllen in exzellenter Bullet-Hell-Manier den ganzen Bildschirm mit Geschossen. Um den Kugeln und Gegnern Herr zu werden nutzt man zwei Knöpfe fortlaufend: Feuerrichtung link und Feuerrichtung rechts. Hält man beide Buttons gedrückt, bildet sich ein Abwehr-Kreis um den Charakter. Jeder Feind, der diesen Ring versucht zu durchbrechen, erhält eine saftige Bleipulver-Abreibung. Wenn es einmal ernst um euren Lebensstand werden sollte, greift ihr zu ‚bildschirmreinigenden‘ Bomben.

Abgeschossene Gegner hinterlassen Bonus-Gegenstände. Hat man von den Items 1000 Stück gesammelt (in den verschiedenen Spielmodi schon ab einer Anzahl von 100), kann man durch gleichzeitiges Drücken der beiden Feuerknöpfe den vernichtenden ‚Power-Up-Modus‘ aktivieren. In einem Zeitfenster, bei dem ein Countdown von 1000 auf 0 herunterzählt, lässt sich der Highscore in ungeahnte Dimensionen schießen. Gegnerkontakt beendet die Punktejagd. Das mag sich einfach anhören, verlangt aber eine gehörige Portion Zielwasser.

Video-Replays lassen sich abspeichern. Der erreichte Highscore wird auf Xbox Live vorgezeigt. Der Soundtrack weiß zu gefallen und passt perfekt zur explosiven Umgebung. Der letzte Endboss wird sogar zu einem Musikstück aus Phantom der Oper bekämpft. Die japanischen Sprach-Samples der Zwischensequenzen hat man in der Pal-Version leider vergessen. Auch die Übersetzung der Geschichte, nicht gerade ein elementarer Bestandteil eines 2D-Shooters, wirkt falsch durch den Sprachwolf gedreht.

Nichtsdestotrotz: Wer sich für das Genre begeistert, greift ohne großes Nachdenken zu. Absurd: Mit seinen vielen Extras hat das Spiel hierzulande nie den gängigen Vollpreis gekostet.


(Danke, Thomas!)

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