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van Alex Olma
8. August 2011 – 14:34 Uhr

M.I.C. Gadget: Bluetooth-Tastatur fürs iPad 2 (+ Video)

IPhoneBlog de Keyboard

Nach einigen Testwochen, die ich mit dieser, nicht von Apple lizenzierten Bluetooth-Tastatur für das iPad 2 verbrachte, kristallisieren sich zwei positive Eigenschaften heraus.

Punkt Nummer 1 ist offensichtlich: die Haptik. Auf den kleinen schwarzen Mini-Tasten kann man entgegen einem Touch-Bildschirm seine Finger ruhen lassen. Abgesehen vom Anschlagpunkt dürfte dies aktuell das größte Problem beim Tippen auf einem berührungsempfindlichen Display darstellen. Wann sich das ändert oder ob neue Gesten- und Spracheingaben einem Wandel zuvorkommen, mag ich nicht abschätzen. Fest steht jedoch, dass sich vor 15 Monaten niemand hat ausmalen können, größere Textmengen in 10-Finger-Haltung auf einem Touch-Display zu produzieren. Wie auch immer…

Punkt Nummer 2: Dieses preiswerte China-Keyboard (inklusive Versand zirka 45 Euro) gibt dem iPad eine aufrechte Standposition. Das klingt im ersten Gedankengang banal, verbirgt jedoch einen praktischen Vorteil. Dazu ein kurzer Ausflug in die Vergangenheit: Dem iPad-Case der ersten Generation (wer erinnert sich noch an den klobigen Neopren-Überzieher?) konnte man viele schlimme Dinge nachsagen, er balancierte jedoch in waagerechter Position rutschfest auf Oberschenkeln oder im Schneidersitz seines Nutzers. Das iPad 2 tut dies nicht. Weder komplett ohne ein Hülle aber auch nicht mit dem (vermeintlich cleveren) Smart Cover. Der bunte Apple-Deckel macht daher ausschließlich auf platten Oberflächen Sinn.

Nun möchte ich der Bluetooth-Tastatur nicht zu viele lobende Worte in die Schuhe schieben, da das iPad nicht verankert ist und dazu neigt nach hinten umzukippen. Fest steht jedoch, dass es eine umfangreiche Textproduktion in schwierigen Positionen (Konferenzen, überfüllte Seminarräume, etc.) ermöglicht. Um diese Stärke überhaupt zu entdecken, musste ich erst ein paar Wochen mit dem Accessoire verbringen.

DirektKeyboard *

Der Rest ist ehrlich gesagt Kleinkram. Die Schutzfunktion, bei der die Tastatur gleichzeitig zum Gehäuse wird, ist nett. Durch das erhöhte Gewicht von 307 Gramm jedoch nicht ohne Nachteil. Zum Vergleich: Apples Smart Cover wiegt 140 Extra-Gramm. Fein, dass der magnetische Verschluss den Bildschirm ausschaltet, wenn man das iPad kopfüber auf die Plastik-Tasten legt.

Die Schnellwahltasten an der Oberseite sind hilfreich um die Display-Helligkeit zu regulieren oder die Lautstärke auszuschalten. Da man für jede andere Geste jedoch auf den Bildschirm fingern muss, hält sich der Mehrwert in Grenzen.

Die Bluetooth-Verbindung ist praktisch, da das iPad waagerecht aber auch hochkant eingesetzt werden kann. In aufrechter Position ist das Übergewicht nach hinten allerdings deutlich spürbar. Die kabellose Freiheit bringt aber auch Nachteile. So habe ich mehrmals die leidvolle Erfahrung gemacht, dass sich das Keyboard ohne ersichtlichen Grund vom Tablet abmeldete. Entweder man wechselt danach in die Systemeinstellungen und erneuert die Bluetooth-Verbindung oder schaltet das Zubehör einmal komplett aus und wieder an. Wie man es auch macht, einige nervige Sekunden ziehen dabei ins Land.

IPhoneBlog de Keyboard 2

Zur Tastatur selbst: Mit dem US-Layout, insbesondere der verkleinerten Enter-Taste, muss man klarkommen. Die Knöpfe lassen sich softwareseitig natürlich aufs jeweilige Land einstellen. Entgegen einer klassischen Tastatur schrumpfte jedoch die Größe der einzelnen Tasten erheblich. Das benötigt Einarbeitungszeit. Vorteilhafter wäre hier der Verzicht, insbesondere vom überdimensionalen Caps Lock oder den Pfeiltasten, gewesen.

Um es deutlich zu sagen: Das M.I.C.-Accessoire macht aus einem iPad kein MacBook Air. Trotzdem erreiche ich sehr annehmbare Geschwindigkeiten beim Tippen. Diese hier zusammengetragenen 500 Wörter entstanden mit dem iA Writer innerhalb einer halben Stunde. Am Mac bin ich gewöhnlich nur ein paar Minuten schneller, bevorzuge jedoch eine angenehmere Auflage der Handballen und den wesentlich besseren Anschlag. Ein Vergleich, obwohl er sich ungehobelt aufdrängt, erscheint mir daher unfair.

* Alle selbstproduzierten Videos gibt’s auch als iTunes-Podcast – der sich weiterhin über eine kurze Bewertung freut…

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