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van Alex Olma
20. April 2012 – 13:36 Uhr

‚Pocket‘ sucht neue ‚Read-it-Later‘-Kunden

Ein Wechsel von Instapaper zu Pocket (kostenlos; universal; App Store-Link), vormals ‚Read it Later‚, erwäge ich persönlich nicht. Konkurrenz tut jedoch gut, weil die ‚Später-Lesen‘-Dienste – Readability sei in dieser Aufstellung nicht vergessen – wahrhaft wertvolle Daten anhäufen. Marco Arment, der Mann hinter Instapaper, weiß, was diese Woche, im vergangenen Monat oder im letzten Jahr gelesen wurde. Das wichtige Detail: Die in seiner Datenbank hinterlegten Artikel und Links sind nicht von einem Computeralgorithmus erstellt sondern von menschlicher Hand eingepflegt.

Die Instapaper-Nutzerbasis mag noch verhältnismäßig klein sein, aber Dienste, über die man sein eigenes Informationsangebot ’netzumspannend‘ zusammenstellt, wachsen durch die Verbreitung von iPads und Smartphones enorm. Daher ist es überhaupt nicht verwunderlich, das ‚Read it Later‚ nach fünf Jahren mit aktuell fünf Angestellten, (kürzlich) 2.5 US-Millionen an Risikokapital einstrich.

DirektPocket

Read it Later‚ verfolgte zuvor ein Instapaper-ähnliches Geschäftsmodell. Mit Pocket folgt nun nicht nur eine optische Neuausrichtung sondern ein kompletter Bruch mit der dahinterstehenden Business-Strategie. Sein Entwickler Nate Weiner löste mit einem Blogpost zu diesem Thema eine Diskussion über Vergütungsmodell von Start-ups aus.

While the concept of “save for later” has been growing in popularity, it is not something that the majority of people understand, nor immediately see the value of. Integrating a service like Pocket into your day takes a big investment of time up-front.

Pocket made the right move to appeal to a new demographic, much like Pinterest did. It’s risky to be free, but they have a service that takes some time to buy in to and see the value, especially with non-geeks who generally aren’t digital collectors naturally.

That’s what I meant when I said: “because “figure it out later” can often end up being something that you, the user, aren’t going to be OK with”.

We no longer live in a world in which commerce is characterized by the simplistic exchange of currency for a product or service. Instead, the Internet has given rise to utterly new forms of revenue generation. Although, arguably, many of these methods are inherently flawed, I have faith that such problems are merely indicative of the Internet’s continued growing pains.

Unterm Strich steht: Jeder sucht sich seine Nische – ein Mangel besteht nicht. Außerdem ist keiner dieser bisherigen Dienste bereits unersetzlich. Der Kurswechsel von Pocket fasst eine neue Zielgruppe ins Auge, dies merkt man schon am Werbespot zur App. Gleichzeitig bindet der Service auch Videos ein, ähnlich dem bereits vorgestellten Spool. Schon deshalb ist ein „Shootout“ auf 10.000 Zeichen, wie ihn iMore gestern ins Netz stellte wuchtete, nur bedingt sinnvoll.

Wichtig ist: Pocket erweitert den gesamten ‚Read-it-Later‘-Markt, der ein (grundlegendes) Problem löst, das vielen Nutzern noch überhaupt nicht bekannt ist.

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