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van Alex Olma
10. Januar 2013 – 8:46 Uhr

Who the f*ck is Evel Knievel? Hier kommt Joe Danger!

Joe Danger (2.69 €; universal; App-Store-Link) traue ich eine Dauerkarte für die App-Store-Charts zu. Der Crashtest-Pilot besitzt die verführerische ‚Angry Birds‚-Kurzweiligkeit, eine messerscharfe ‚Fruit Ninja‚-Präzision und die zackige ‚Temple Run‚-Reaktionsschnelligkeit. Sucht das ‚Jetpack Joyride‚-Publikum nach 1.5 Jahren vielleicht eine neue Herausforderung? Hier ist sie!

Was mir bislang nicht bewusst war: Motorräder scheinen eine geheime Leidenschaft vieler iOS-Kunden. Bike Baron (0.89 €; universal; App-Store-Link), Bike Race Pro (0.89 €; universal; App-Store-Link) und unzählige vergleichbare Zweirad-Kandidaten tummeln sich mit hoher Sternchenwertung bereits in den (deutschen) Top 100.

Sympathisch ist: Joe Danger entspringt keiner seelenlosen Auftragsarbeit eines großen Publishers sondern ist ein wohlbehütetes Indie-Projekt der britischen Hello Games, die sich in den vergangenen Jahren zwei gleichnamige Hit-Vorgänger für PSN und XBLA als Referenz erarbeiteten. Die markanten Slapstick-Animationen des (leicht) bierbäuchigen Stuntfahrers vor der farbenfrohen Cartoon-Kulisse erkennt man zwar sofort wieder, die Umsetzung für das iPhone und iPad ist jedoch grundlegend neu und stellt die Touch-Ansprüche in den Vordergrund. In Kombination mit der detailverliebten Physik lassen sich verpasste Goldtaler oder misslungene Loops nicht so einfach dem Spiel in die Schuhe schieben. Joe Danger ist fair, aber auch ordentlich schwer – zumindest wenn man gehobene Highscore-Ansprüche pflegt.

Wischgesten für ‚Wheelies‘, Spurwechsel oder kleine (und große) Hopser erfolgen in alle Richtungen auf dem iOS-Bildschirm und gefallen mir sogar besser als die (bereits exzellente) Joystick-Steuerung der Konsolenversion – auch wenn der Vergleich hinkt.

DirektJoeDanger

Nur einen Anlauf noch!

Pro Level sammelt ihr Medaillen und Münzen, die neue Hinderniskurse freischalten, neue Fahrer(-Kostüme) bezahlen und euch damit zu Game-Center-Ruhm befördern oder verbissene Herausforderungen gegen Freunde einheimsen. Die Ziellinie ist deshalb nur die halbe Miete. In zirka vier Spielstunden habe ich 37-Prozent von Joe Danger erspielt. Für die volle Punktzahl bedarf es zwangsläufig mehrerer Anläufe (der gleichen Strecken). Durch fehlende Ladezeiten und die nie abreißende Dudelmusik verfliegt die Zeit. Leider kopiert die iCloud euren Spielstand nicht zwischen mehreren Geräten.

Joe Danger ist unaufgeregt aufregend – irgendwie. Verspielt und aufmüpfig aber trotzdem komplett massenkompatibel und nicht nur aufgrund seiner exzellenten Technik einer dieser typischen One-Hit-Wonder im App Store.

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