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van Alex Olma
10. März 2015 – 12:27 Uhr

Unspektakulär und exakt auf den Punkt

2007: ein Telefon, ein Breitbild-iPod mit Touchscreen und ein „Breakthrough Internet Communicator“.

2015: ein präziser Zeitmesser, ein revolutionäres Kommunikationsgerät und eine fortschrittliche Sportuhr.

Im Gegensatz zur alten Steve-Jobs-Show folgte gestern die Ergänzung: „…and so much more“. Beim zweiten Durchlauf der Keynote fiel mir auf, wie pointiert Apples Aussagen zur Watch saßen. Die Präsentation leierte keine Features runter, sondern zeigte sich zusammenhängend – mit klarer Struktur. Kevin Lynch bestellte mit Apple Watch einen Uber zum Flughafen, schritt mit der Bordkarte auf der Uhr durch die Sicherheitskontrolle und öffnete sein Hotelzimmer ohne Schlüssel. Zwischendrin schrieb er der Familie und (fern‑)steuerte sein Haus.

Das klingt unspektakulär, fast langweilig. Es ist kein Holodeck-Versprechen oder ein selbstfahrendes Auto. Für eine absehbare Zukunft, die schon nächsten Monat beginnt, ist das allerdings mächtig. Apple beschrieb Funktionen, wie wir sie alle im Alltag wiederfinden. Shazam am Armgelenk, um herauszufinden welcher Song gerade im Autoradio spielt, ist praxisnah. Es ist kein Gedankenexperiment oder eine Vision was Computer am Körper einmal leisten können, sondern bereits im April Realität. Nicht zu vergessen: Health in Verbindung mit ResearchKit.

Apple Pay ist in den USA schon heute ein Hit. Apple Watch vereinfacht die Bezahlung erneut. Da dieses Angebot im Moment jedoch nur dort gilt, definiert dies den kleinsten gemeinsamen Nenner. Apple Watch als „unsere persönlichste Technologie“.

IPhoneBlog de Watch Event b

Natürlich war das Maß an Spektakel, das Apple gestern abfeuerte, begrenzt. Nach dem Herbst-Event im letzten Jahr kannte jeder den groben Leistungsumfang, den Apple Watch in seiner ersten Generation abdeckt. Apple trommelte in der gestrigen Veranstaltung noch einmal kräftig für diese Basics, die sie ähnlich wie das Preisspektrum und die Batterielaufzeit verständlich kommunizierten. Das muss nicht jeder für sich als begehrenswert empfinden, das muss nicht jeder jetzt kaufen, aber man muss festhalten, das die gestrige Erklärung funktionierte1.

IPhoneBlog de Watch Event a

Tim Cook gelang außerdem der Spagat, das iPhone als absolut notwendige Komponente herauszuarbeiten. Apple Watch spricht nicht nur über Bluetooth, sondern auch über WiFi mit dem iPhone. Zuhause oder im Büro muss man sein Telefon also nicht in Armlänge halten um Apple Watch zu benutzen. Apple unterstrich, woher die Apps kommen: aus dem App Store auf dem iPhone.

Apple Watch darf man sich für eine lange Zeit nicht ohne ein iPhone vorstellen, selbst wenn die Apps wie angekündigt bald eigenständig auf der Uhr laufen.

Fine, the Apple Watch may well “empower and enrich” the lives of those who wear it. As I said, the use-cases on parade today were compelling, and I haven’t even touched on the possibilities hinted at by the debut of the associated health diagnostic platform ResearchKit. But it’s also going to power iPhone sales. It’s going to push veteran iPhone users to upgrade to new iPhones and it’s going to give folks on rival mobile platforms one more reason to switch.

John Paczkowski | „The Apple Watch Isn’t A Watch, It’s An iPhone Sales Engine


  1. Apple nimmt im nächsten Monat Vorbestellungen entgegen, ohne einen einzigen Tech-Spec der Uhr preiszugeben

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