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van Alex Olma
17. September 2015 – 12:56 Uhr

‚Peace‘ filtert und blockt auf Basis der Ghostery-Datenbank

Peace (universal; 2.99 €; App-Store-Link) ist mein erster Inhalts-Blocker, den ich über die nächsten Tage ausprobiere. Irgendwo muss man anfangen (die Auswahl fällt erwartungsgemäß groß aus1), und Marco Arments neue App hebt sich durch ein verständliches Nutzerinterface ab. Außerdem bietet die Software eine bequeme Möglichkeit komplette Webseiten nicht zu blockieren („Unrestricted Sites“).

IPhoneBlog de Peace

Hauptmerkmal ist natürlich der (exklusive) Ghostery-Deal. Auch ich verwende die Safari-Erweiterung, die Tracker und Scripte unterdrückt, mittlerweile am Desktop. Sie genießt meinen Vertrauensvorsprung, der grundsätzlich nicht schadet, weil man die Kontrolle über das was man filtert, aus der Hand gibt. Ich finde es verdient eine deutliche Betonung, dass ein Content-Blocker eure Sicht aufs Web mitbestimmt.

After being dissatisfied with every other option, only a few weeks ago, I contacted Ghostery to see if I could license their database for Peace. I thought it was a long shot, assuming that they’d either say no, or that we’d take forever to work out a deal and miss the iOS 9 launch.

To my surprise, they loved the idea and we worked out the entire deal in about a week: I’ll make and sell the app and give them a percentage of the revenue. That’s it. The app is completely my code, using a copy of Ghostery’s tracker database hosted on my server that the app periodically checks for updates.

Introducing Peace, my privacy-focused iOS 9 ad blocker

Um überhaupt abzuschätzen was Peace leistet, aktiviere ich vorerst nicht mehrere Blocker gleichzeitig (obwohl das möglich wäre). Ich stoße mich bereits jetzt an der Entscheidung die Ads vom Werbenetzwerk ‚The Deck‘ zu blocken (die auch Arment auf Marco.org auffährt). Harmloser, eleganter und unaufdringlicher als deren Banner geht es kaum. Wenn man solche Bemühungen auf eine gemeinsame Stufe mit selbstabspielenden Videos oder der Restvermarktung über Google Adsense stellt, läuft was falsch (oder man entscheidet, dass eine Kategorie wie ‚akzeptable Ads‘ einfach nicht existiert).

Punkt 2, der mir unangenehm aufstößt, ist die prominente „Block External Fonts“-Platzierung. Es gibt Webseiten, die geben sich Mühe eine interessante Schriftart auszuwählen, die durch Aktivierung dieser Option in Peace hinfällig wird. Blockiert man diese individuellen Fonts, wird das Web langweiliger und zumindest für mich steht das in keinerlei Verhältnis zu eingesparten Ladezeiten. Vielleicht fällt es nicht jedem sofort auf wenn das iPhone eine Ersatzschrift lädt. Aber auch wer nicht alle Schrifttypen kennt, kann sie (unterbewusst) genießen.

Andererseits empfinde ich es als sehr positiv dass Peace keine Option anbietet um Webseiten komplett ohne Bilder zu laden. Ein paar Megabyte hin oder her, irgendwann nimmt man sich den Spaß beim Seitenaufruf.


  1. Voraussetzung ist ein 64Bit-Gerät – Apple will das so. Damit bleibt beispielsweise das iPhone 5c in puncto Inhalts-Blocker außen vor. 

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