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van Alex Olma
2. Juli 2018 – 21:42 Uhr

„Apple is rebuilding Maps from the ground up“

Vor drei Jahren schrieb Gurman drüber; am Freitag teilte Apple offiziell (überraschend viele) Details mit Matthew Panzarino über die Zukunft von Apple Maps.

The secret sauce here is what Apple calls probe data. Essentially little slices of vector data that represent direction and speed transmitted back to Apple completely anonymized with no way to tie it to a specific user or even any given trip. It’s reaching in and sipping a tiny amount of data from millions of users instead, giving it a holistic, real-time picture without compromising user privacy.

If you’re driving, walking or cycling, your iPhone can already tell this. Now if it knows you’re driving it can also send relevant traffic and routing data in these anonymous slivers to improve the entire service. This only happens if your maps app has been active, say you check the map, look for directions etc. If you’re actively using your GPS for walking or driving, then the updates are more precise and can help with walking improvements like charting new pedestrian paths through parks — building out the map’s overall quality.

All of this, of course, is governed by whether you opted into location services and can be toggled off using the maps location toggle in the Privacy section of settings.

Als sich die Wege von Apple und Google vor sechs Jahren trennten, gestand sich Cupertino selbst ein: Kartendienste sind Schlüsseltechnologien (und Schlüsseltechnologien will man bekanntlich in eigener Hand wissen).

Zwei Jahre hat es nach Angaben von Eddy Cue dann noch gedauert, bis man sich entschied selbst die notwendige Arbeit reinzustecken, anstelle mit TomTom, OpenStreetMap und Co. den Flickenteppich zu stopfen, für den Apple Maps am Anfang bekannt war.

Das klingt langsam. Insbesondere wenn man bedenkt, dass Apple bis heute für den Großteil des Kartenmaterials nur Lizenznehmer ist und an die entsprechenden Auflagen ihrer Lizenzgeber gebunden bleibt. Wenn Änderungen am Kartenmaterial eingereicht werden, müssen sie durch ein Bollwerk von externen (!) Review-Teams. Dadurch dauert es oft Wochen und Monate bis eine neue Autobahnabfahrten oder eine kürzlich eröffnete Parkgarage tatsächlich in Apple Maps auftaucht.

Wir wissen nicht, ob Apple in den besagten zwei Jahren versucht hat sich entsprechende Dienstleister einzuverleiben um die Hoheit über die Daten zu erlangen oder generell ihr Entscheidungs-Korsett ein Stück weit mit Geld zu lockern. Auf der einen Seite war Apple vor sechs Jahren eine noch wesentlich kleinere Firma; andererseits kaufte sich Google im Jahr 2013 vorausschauend das israelische Start-Up Waze, das seine kontinuierliche Erfolgsgeschichte schlicht weiterschrieb.

Apple has had a team of tool builders working specifically on a toolkit that can be used by human editors to vet and parse data, street by street. The editor’s suite includes tools that allow human editors to assign specific geometries to flyover buildings (think Salesforce tower’s unique ridged dome) that allow them to be instantly recognizable. It lets editors look at real images of street signs shot by the car right next to 3D reconstructions of the scene and computer vision detection of the same signs, instantly recognizing them as accurate or not.

Another tool corrects addresses, letting an editor quickly move an address to the center of a building, determine whether they’re misplaced and shift them around. It also allows for access points to be set, making Apple Maps smarter about the “last 50 feet” of your journey. You’ve made it to the building, but what street is the entrance actually on? And how do you get into the driveway? With a couple of clicks, an editor can make that permanently visible.

TechCrunch

Der von Panzarino beschriebene Ansatz – eine Kombination aus „probe data” (Segmenten von Ortsdaten, die von iPhones erfasst werden), hochauflösende Satellitenbilder sowie die LiDAR-Daten aus ihren eigenen Fahrzeugen – klingt sehr zukunftsgerichtet. Im Podcast ‚The Talk Show‘ #225 äußert sich Panzarino diesbezüglich noch deutlicher als im Artikel.

Apple erfasst hier Daten, die weit über die Anforderungen von Street View oder dem eigenen Flyover hinausreichen. Stöbert man durch die Details im Artikel, kann man sich dem Eindruck nicht verwehren: Apple baut hier primäre keine Navigationslösung für Autos. Vielmehr werden dort Daten erfasst, die in einem bevorstehenden Zeitalter von autonomen Fahrzeugen (aller Art) sowie AR Brillen notwendig sind.

Die Details, etwa die Form und Struktur von Gebäuden oder Grundstücken, die vielleicht obendrein abseits von zentralen Verkehrsknotenpunkten liegen, stehen klar im Fokus. Google Maps macht hier im Moment keiner etwas vor.

Die Kunst ist heute aber nicht mehr von Berlin nach München zu navigieren, sondern die richtige Gebäudeseite für den Eingang im Kartenmaterial zu verzeichnen oder über den richtigen Schotterweg durch den Englischen Garten zu führen.

Apple Maps – die Standard-Karten-App – liegt sechs Jahre nach ihrem holprigen Start in einer Version vor, die mit großer Mehrheit auf iPhones und iPads genutzt wird. Seit Dezember 2015 ist offiziell: „Apple says its mapping service is now used more than three times as often as its next leading competitor on iPhones and iPads, with more than 5 billion map-related requests each week.

Klar, Apple Maps ist die vorinstallierte (nicht zu wechselnde) Standard-Anwendung auf jedem iPhone. Klar ist aber auch: Bedeutend mehr Leute würden zu Google Maps greifen, wenn ihnen Apples Angebot nicht für ihre täglichen Bedürfnisse ausreichen würde. Wie gesagt: Es ist kein Kunststück mehr eine Route von Berlin nach München zu finden. Die Herausforderung für die nächsten Jahre scheint heute vielmehr eine Art Schnittstelle zwischen Ort und Person zu sein, die zukünftig von (AR-)Software nachgefragt wird – teilweise sicherlich auch für Navigation.

Vor 10 Jahren wussten wir alle noch nicht, dass wir so etwas wie Google Street View brauchen. Heute scheint es selbstverständlich sich auf seinem Telefon durch eine Fotostrecke fortlaufender Panoramabilder am anderen Ende der Welt zu klicken. Ich bin sehr gespannt auf Apples Beitrag für die Technologie der nächsten 10 Jahre (und hoffe, sie vergessen dabei das hier und heute nicht).

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