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van Alex Olma
12. Februar 2019 – 15:20 Uhr

„Im Durchschnitt gibt jeder US-App-Store-Kunde jährlich 79 US-Dollar aus.” Ja, aber mit einigen Fußnoten.

Apple’s push to get developers to build subscription-based apps is now having a notable impact on App Store revenues. According to a new report from Sensor Tower due out later this week, revenue generated per U.S. iPhone grew 36 percent, from $58 in 2017 to $79 last year. As is typical, much of that increase can be attributed to mobile gaming, which accounted for more than half of this per-device average. However, more substantial growth took place in the categories outside of gaming — including those categories where subscription-based apps tend to rule the top charts, the firm found.

US iPhone users spent, on average, $79 on apps last year, up 36% from 2017

Die durchschnittlichen 79 US-Dollar, die ein US-Kunde im Jahr 2018 für Apps ausgegeben haben soll, ist keine sehr hilfreiche Angabe. Egal wie man es nämlich dreht und wendet: Es bleibt ein Durchschnittswert (das arithmetische Mittel), der sich aus den (gesamten) erzielten Umsätzen sowie der Anzahl an (allen) amerikanischen Kunden errechnet. Einberechnet sind hier US-Kunden, die keinen einzigen US-Dollar ausgeben, aber auch alle US-Konsumenten, die jährlich Hunderte von US-Dollar im App Store lassen. Aussagekräftiger wäre hier also der Median, der Wert, der in der tatsächlichen Mitte liegt und sich nicht von Ausreißern beeinflussen lässt.

Auch der von Sensor Tower gezogene Vergleich zum Vorjahr ist problematisch: Haben (bestehende) App-Store-Kunden durchschnittlich mehr Geld ausgegeben, oder ist durch die gestiegene Zahl an neuen App-Store-Kunden im letzten Jahr sogar viel mehr Geld ausgegeben worden?

Die Anzahl der aktiven Geräte stieg nämlich in den letzten 12 Monaten (weltweit) um 75 Millionen iPhones. Es lässt sich zwar weiterhin die durchschnittliche Ausgabe pro Gerät berechnen, aber nicht unterscheiden wer diese Ausgaben getätigt hat. Die Angabe von einem Durchschnittswert ist deshalb nicht falsch, aber sie ist auch nicht sehr hilfreich.

Und auch den „notable impact on App Store revenue” durch „subscription-based apps” muss man richtig interpretieren: Pro Quartal zählt Apple 30 Millionen neue Abos – insgesamt sind es derzeit 360 Millionen „paid subscriptions”. Diese Abos beziehen sich allerdings nicht nur auf App-Store-Software, sondern beinhalten Kategorien wie Apple Musik oder iCloud. Der App Store besetzt mit einem geschätzten 30-Prozent-Anteil an der Services-Sparte zwar die größte Kategorie, aber der Umsatz aus dem App-Store-Geschäft beläuft sich jährlich derzeit nur auf 12 Milliarden US-Dollar.

Damit möge es zwar „nennenswerte Auswirkungen auf den App-Store-Umsatz” geben, aber im Gesamtbild ist „Apple’s push to get developers to build subscription-based apps” in dieser verhältnismäßig kleinen Unterkategorie der Dienste-Sparte nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

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