Fotos im Fokus: der Porträtmodus und ein nachgetragener Schärfentiefe-Effekt

Ein Mann mit Bart, Brille und Hut, der einen orangefarbenen Regenschirm hält, aus der Perspektive eines Selfies gesehen.

Der Porträtmodus im iPhone feiert in diesem Jahr seinen 10. Geburtstag. Seit dem iPhone 15 denke ich an diesen Modus jedoch fast nie, weil heutzutage quasi jedes Foto ein Porträtfoto ist.

For the first time, users can take portraits without having to switch to Portrait mode. When there’s a person, dog, or cat in the frame, or when a user taps to focus, iPhone automatically captures depth information, so users can turn photos into stunning portraits later in the Photos app on iPhone, iPad, or Mac. For greater creative control, users can also adjust the focus point after the photo has been taken.

Apple.com/Newsroom

Die automatische Porträterkennung führt zu einer „depth map“, genau wie der dedizierte Porträtmodus selbst. Hier könnt ihr anschließend in der Fotoanwendung den Fokus frei wählen und dessen Schärfentiefe anpassen.

Gerne übersehen: Setzt ihr im normalen Kameramode (durchs Bildschirmantippen) eine gelbe Fokus-Box, bestimmt ihr im Anschluss ebenfalls die Stärke des Schärfentiefe-Effekts – das Bokeh.

Knipst ihr dagegen Fotos ohne Porträtmodus und setzt auch manuell keinen Fokus, fehlt entsprechend die Schärfentiefe-Einstellung sowie die Taste in der Fotoanwendung (siehe „Tiefenmaske“ rechts).

Das Bild zeigt drei Screenshots eines Smartphones, auf denen die Bearbeitung eines Porträtfotos angezeigt wird. Das erste Bild zeigt zwei Objektive auf einer strukturierten Oberfläche, wobei die Option "PORTRAIT" ausgewählt ist und ein Schieberegler zur "TIEFE" eingestellt ist. Das zweite Bild ist eine Graustufenansicht des Originalbildes, mit einer großen, kastenartigen Figur in der Mitte, mit der Beschriftung "Heute, 14.55". Das dritte Bild ist dasselbe Foto, das nur helle und dunkle Farbverläufe mit der Bildunterschrift "Heute, 14.56" zeigt. Die UI-Elemente, einschließlich "Abbrechen", "Fertig" und anderer Bearbeitungssymbole, sind sichtbar.

Fehlen „Depth-Daten“, lassen sich diese mit maschinellem Lernen jedoch nachtragen – etwa mit Focos oder No Fusion. Der Tiefenschärfe-Effekt im ersten Foto dieses Artikels entstand durch einen solchen Nachtrag und nicht während der Aufnahme.