Die Alternative zum Magic Keyboard: keine Hardware-Tastatur.
350 Euro fürs Magic Keyboard sind zu viel Geld, um das iPad nur gelegentlich mit Trackpad und Tastatur zu bedienen. Es ist ein professionelles Zubehör, das die Vielzahl an Käufer:innen nicht benötigt – ganz besonders wenn’s das erste iPad ist.

Die Frage nach Alternativen lese ich häufig. Zuerst ziehe ich dann in Zweifel, ob man den permanenten Laptop-Formfaktor überhaupt präferiert, oder ob man nur der vertrauten Idee eines Notebooks anhängt.
Günstiger und temporärer sind kleine 20-Euro-Klapp-Keyboards, eine womöglich bereits vorhandene Tastatur oder ein Hackbrett, das sich mit mehreren Computern koppelt.
Keine Frage: Das, was Apples Magic Keyboard macht, macht es am besten. Logitech ist einer der wenigen verbliebenen Mitbewerber, den man abseits davon ausprobieren kann. Alle anderen „Look-alikes“, die sonst in den Amazon-Suchergebnissen auftauchen … existieren – mehr kann ich dazu nicht sagen.
Wenn’s als ein Arbeitsmittel durchgeht oder das iPad für euch die beste ablenkungsfreie Schreibmaschine verkörpert, überweist man zweifellos Apple seine Euros. Dafür bekommt man dann eine hervorragende Case-Keyboard-Kombo, auf der ich beispielsweise gerade diese Zeilen tippe.
Unabhängig davon bleibt es ein (hoch-)spezialisiertes und optionales Accessoire, das das iPad explizit in die Form eines Notebooks drängt – mitsamt dem zusätzlichen Gewicht, physisch wie konzeptionell. Als echter Touch-first-Computer ist das iPad nämlich keineswegs auf eine Hardware-Tastatur angewiesen. Sie ist nur ein Werkzeug, für das man im Vergleich zur reinen Tablet-Nutzung auch klare Abstriche macht, was sich durch KI-gestützte Spracheingabe ohnehin gerade grundlegend ändert.
Ich liebe die Flexibilität und Modularität von iPads und wie sie Laptops als untrennbarem Ganzen entgegenstehen. Eine daraus resultierende Erkenntnis: Eine Hardware-Tastatur ist hier lediglich ein optionales Zubehör.