Für eine höhere Audioqualität: Pentaton

Mit einer überraschenden Pressemitteilung hievte Apple am gestrigen Montag die AirPods Max 2 aufs Niveau der AirPods Pro 3. Das ist für meinen Geschmack nach fünf Jahren zu wenig und zu spät – obwohl mich diese Kopfhörer weiterhin verzaubern.

Wenn man’s positiv sehen möchte: Erstkäufer:innen benötigen wirklich kein Upgrade, sondern vielleicht nur ein neues Kopfbandkissen.

Eine Hand hält ein rotes Smartphone, auf dem eine Musik-App-Oberfläche angezeigt wird. Der Bildschirm zeigt eine Playlist mit dem Titel "Volume 1" mit einer Liste von Songs: "Robber", "Atlantic", "Tried to Tell You", "Parking Lot", "Loss" und "Separated". Der aktuell gespielte Song ist "Wear" von "The Weather Station". Das Telefon ist mit einem weißen Kopfhöreradapter verbunden.

Apples Nischen-Kopfhörer geben mir jedoch die Chance, über einen Nischen-Audioplayer zu sprechen. Pentaton boxt in der Federklasse für leichtgewichtige Apps, die sich komplett aufs Wesentliche konzentrieren, dabei aber höchstmögliche (Audio-)Qualität einfordern.

Wer den Unterschied zwischen 320kbps und unkomprimiertem WAV tatsächlich hört, beeindruckt mich. Trotzdem habe ich es natürlich mit dem mir zur Verfügung stehenden Equipment ausprobiert: von High End über Low End bis zu den ersten (kabelgebundenen) AirPods Max.

Für Apples allererste Over-Ear-Kopfhörer steckt man das Lightning-auf-3,5-mm-Audiokabel beispielsweise an einen Klinke-auf-USB-C-Dongle.

Eine Hand, die ein rotes Telefon hält, das eine Audio-Equalizer-Oberfläche anzeigt. Die Oberfläche zeigt ein Diagramm mit mehreren Linien und mehreren Optionen, darunter: "Presets", "Impacto", "All Outputs", "Done", "Equalize Impacto" und "Master Gain". Der Text auf dem Telefon lautet: "11.05".

Pentaton spielt die dafür typischen, hochaufgelösten FLAC- und ALAC-Dateitypen, bringt als Besonderheit jedoch kopfhörerspezifische Equalizer mit. Aus einer sehr, sehr langen Liste sucht ihr eure Kopfhörer aus und übernehmt die vorgeschlagenen Einstellungen.

Die App zeigt euch sowohl die „Source Codec Details“ als auch die Parameter der Ausgabe. Über clevere Shortcuts, bei denen ihr Buttons länger gedrückt haltet, navigiert ihr die Anwendung für iOS und iPadOS.

Lange schaut ihr euch jedoch nicht um: Pentaton hält mit eiserner Disziplin seine reduzierte Aufmachung; entsprechend kurz fällt der „User’s Guide“ aus.

Ich bewundere das. Buttons und Menü sind leicht gesetzt; sich selbst aber so zu beschränken, ist gekonnt.

Pentaton wollt ihr, wenn bei euch eigene Musik in klassischen Ordnern herumliegt und diese über hochwertigere Kopfhörer mit angepassten Equalizer-Einstellungen auf die Ohren soll.