Björn Teichmann, deutscher Entwickler der iPhone IRC-Applikation Rooms (1.59€; App Store-Link), schnipselt sich mit ein bisschen Programm-Code und gelungenem Videoschnitt das folgende Konzeptvideo zusammen um schneller durch das iPhone-Springboard zu navigieren.
Mit Firmware 3.0 promotet Apple zwar bereits Spotlight als geradlinigen Programmstarter, wer jedoch gefallen am Konzept findet darf einen entsprechenden Musterbrief in Richtung Cupertino schicken.
Die Weiterentwicklung von Software kostet Geld sowie Ressourcen von Zeit und (Support-) Kraft. Desktop-Progamme verfolgen daher unterschiedliche Formen der Lizenzierung.
Wenn wir unseren Blick einmal ausschließlich auf die Privatanwender beschränken, aktualisiert sich mein Mac-Programmordner recht regelmäßig und für kleine Applikations-Updates grundsätzlich kostenlos. Große Aktualisierungen, die meist im Zusammenhang mit Versions-Sprüngen stehen, können nach der geleisteten Erstinvestition dann noch einmal für Geld nachgerüstet werden.
Der übliche Update-Preis. Soweit, so etabliert.
Im App Store ist das alles ein bisschen anders. Jegliche Applikation, die man derzeit im digitalen Einkaufszentrum erwirbt, kommen mit einer lebenslangen Aktualisierungs-Lizenz. Der Entwickler bestimmt zwar den Abgabepreis, alle eingepflegten Aktualisierungen sind jedoch ab dem Verkaufszeitpunkt inbegriffen.
Natürlich besteht die Möglichkeit, den gleichen Programm-Code unter anderem Namen in den App Store einzustellen. Die erwirtschaftete Reputation – inklusive Kommentare, Blog-Reviews und Verlinkungen – würden in solch einem Fall jedoch ‚genullt‘. Auch wenn dies für manche Programme einen dringend benötigten ‚Neustart‘ bedeuten kann, ist ein Großteil der Entwickler bestimmt stolz auf seinen Code. Aktuell bietet der App Store jedoch keine Möglichkeit, die Weiterwentwicklungen vom jeweiligen ‚Programm-Baby‘ an vorhandene Käufer noch einmal mit einer Gebühr zu belegen. Wenn man also konstant an seiner Applikation schraubt um sich mit den anderen 25.000 Applikationen zu messen, tut man dies aus gutem Service für seine Kunden.
Natürlich werden Updates auch medial betreut und neue Käufer stoßen durch Testberichte auf das jeweilige iPhone-Programm. Verkaufsspitzen hängen bei bekannten Applikationen immer schon mit Software-Updates zusammen.
Einigen Programmen könnte man unterstellen für diesen ‚lebenslangen Update-Fall‘ mitgedacht zu haben. Führen wir uns exemplarisch das Fußball-Programme iLiga (1.59€; App Store-Link) vor Augen, welches seinen Titel zur neuen Saison 2008/2009 anpassen könnte und so ein kostenpflichtiges Updates (durch ein neues Programm) nachschiebt.
Diese simplen Zahlenspiele können jedoch bei Weitem nicht alle Programme mitmachen, weshalb wir auf die ‚In-Game‘-Verkäufe zu sprechen kommen.
Was auf dem Apple Event vom 17. März eher anhand einer Ausrichtung auf Spiele mit Raketenwerfern und Stereo-Soundsystemen visualisiert wurde, könnte ein ganz wichtiger Schritt für die professionelle Weiterentwicklung von iPhone-Software bedeuten. Die etablierte Desktop-Software macht es ja eigentlich schon jahrelang vor.
‚Major Updates‘ beziehungsweise ‚Pro Funktionen‘ können innerhalb einer Applikation nachgekauft werden und so ein tragbares Finanzierungsmodell für ‚Produktivitäts-Software‘ darstellen. Natürlich kann dies nur ein erster Schritt sein, da der App Store meiner Meinung nach nicht um einen Ausbau mit verschiedenen Lizenzmodellen umzukommt.
Software ist halt keine Musik, die einmal unverändert produziert und dann nicht wieder überarbeitet wird. Software sei hier auch ganz klar von Spielen abgegrenzt. Updates und Bugfixes für Spiele sollten weiterhin konstant erscheinen und nach einer Erstinvestition kostenlos für seine Käufer herunterzuladen sein. Neue Welten, Waffen oder Gegner, die für den Konsumenten einen Mehrwert gegenüber Version 1.0 schaffen, dürfen gerne in meinen Geldbeutel greifen.
Wenn wir uns um den Vertrieb von professioneller iPhone-Software langfristig Gedanken machen, muss die Voraussetzungen geschaffen werden, dass Entwickler für die konstante Weiterentwicklungen ihrer Programme (Vertriebs-) Unterstützung erfahren.
Autobesitzer freuen sich außerdem über die Bluetooth Streaming-Funktionaltät (YouTube-Video) bei der das Audio-Signal des iPhones drahtlos an das Autoradio weitergegeben werden kann. Alles natürlich erst in der kommenden Firmware 3.0.
Die Applikation Evernote (kostenlos; App Store-Link) bekommt seit Monaten ein erstes großes Update. Darin enthalten ist eine Breitbild-Ansicht, kleine Vorschaubilder für Dateien, zu sortierende Favoriten und ein integrierter Web-Browser. Weitere Verbesserungen betreffen die bereits enthaltenen Funktionen aus Version eins, die sicherlich einen weiteren Blick auf das Programm, der sich synchronisierenden Notizen, rechtfertigt.
Der GTA-Klone Payback (hier bereits im Video-Review) erwirtschaftet innerhalb der ersten zwei Verkaufsmonate 400.000 US-Dollar. Von den 65.000 verkauften Kopien werden jedoch preislich noch Steuern und Apples-Anteil von 30% abgezogen.
Sein Entwickler Apex-Designs gibt stolz bekannt, das sie damit Top-Seller wie Trism (2.39€; App Store-Link) und iShoot (1.59€; App Store-Link) in den Jahresanfängen 2009 ausgestochen haben. Auch die nachträglich-veröffentlichte Lite-Version (kostenlos; App Store-Link) macht eine ordentliche Welle und wurde bis Ende März bereits eine halbe Millionen Mal heruntergeladen.
‚Safari Tab Closer‘ schließt auf nur einen Mausklick Fingerzeig alle geöffneten Browserfenster.
Natürlich ausschließlich für Geräte mit Jailbreak. Ich hätte jedoch nichts dagegen wenn Cupertino einen Blick auf das unabhängige Entwicklerprogramm wirft und mir für die Firmwware 3.0 solch ein Feature einbaut. Derzeit renne ich nämlich fast täglich in Pop-Up Webseiten, die sich lediglich aus dem Grund nicht öffnen lassen, da bereits acht Safari-Seiten aufgerufen sind.
Mit Google Latitude hat der Suchmaschinen-Gigant Anfang Februar einen ‚ich-bin-hier-und-mache-jenes‚-Dienst eingeführt. Auf dem iPhone funktioniert der geo-lokalisierte Twitter-Klon noch nicht. In einem aktuellen Blog-Beitrag wurde jedoch abermals bestätigt, das Latitude bald Einzug in die Google Mobile App (kostenlos; App Store-Link) erhalten wird.
Apple Insider veröffentlicht ein neues zweieinhalb Minuten-Video der (ersten!) 3.0 Beta-Firmware. Seit Gestern sind bekanntlich zwei Entwickler-Versionen verfügbar: Beta 1 = 7A238j und Beta 2 = 7A259g.
Obwohl die Funktionen bereits mehrfach gesehen, beschrieben und abgearbeitet wurden, schaue ich mir doch immer wieder gerne die anstehenden Features wie Spotlight, Sprachaufzeichnungen und Copy & Paste an.
Ebenfalls jetzt als Beta-Material verfügbar: Die Anti-Phishing Einstellungen für Safari.
Ars Technica verweist auf erweiterte Entwickler-Bedingungen für iPhone-Programmierer:
(e)You will not, through use of the Apple Software, services or otherwise, create any Application or other program that would disable, hack or otherwise interfere with the Security Solution, or any security, digital signing, digital rights management, verification or authentication mechanisms implemented in or by the iPhone operating system software, iPod touch operating system software, this Apple Software, any services or other Apple software or technology, or enable others to do so; and
(f) Applications developed using the Apple Software may only be distributed if selected by Apple (in its sole discretion) for distribution via the App Store or for limited distribution on Registered Devices (ad hoc distribution) as contemplated in this Agreement.
Jegliche Interpretation, die den rechtlichen Passus in Beziehung zur Jailbreak-Szene setzen, halte ich für komplett überzogen. Rechtliche Absicherung steht hier im Blickpunkt und der Anbieter eines elektronischen Gerätes hat jedes Recht in seinen Benutzerbestimmungen ‚unrechtmäßige Eingriffe oder Distributionswege‘ zu definieren und auszuschließen.
Aber wo wir gerade vom Jailbreak reden: Mit der Überschrift ‚Cat. Bag. Mouse.‘ verkündet das Dev-Team vor einer guten Stunde den Jailbreak der aktuellen Beta-Firmware 3.0.
Eine aktualisierte Version des Pwnage- oder QuickPwn-Tools wird jedoch nicht veröffentlicht.
Die Palette an eigen-produziertem iPhone-Zubehör von Apple ist klein. Jetzt wird sie winzig.
Das Bluetooth-Headset verabschiedet sich in der gestrigen Nacht letztendlich doch aus dem amerikanischen Apple-Store. Vor einigen Tage wurde das Blauzahn-Headset bereits dort mit der Statusmeldung ‚discontinued‘ versehen.
Und obwohl der deutsche Apple Store noch fleißig die elegante Formulierung ‚Versandfertig in: Derzeit nicht verfügbar‘ angibt, wird wohl auch hier das Angebot bald entfernt.
Mit der Firmware 3.0 steht uns jedoch die Unterstützung des A2DP – Advanced Audio Distribution Profile – ins Haus. Damit können Stereo-Audio-Signale drahtlos über Bluetooth vom iPhone an die Ohren geschickt werden. Derzeit verfügbare Produkte kämpfen jedoch mit dem Kompromiss zwischen der Größe der Kopfhörer und der dafür benötigten Stromversorgung.
Ob Apple weiter im Zubehörmarkt kämpfen möchte oder diesen komplett seinen Drittherstellern überlässt, wird sich eventuell diesen Sommer zeigen.
Apple stellt am heutigen Abend mit dem Build 7A259g eine aktualisierte Version der neuen Beta 3.0-Firmware zum Download bereit. Neben einigen Performance und Stabilitätsverbesserungen steht Entwicklern mit der zweiten Revision, des im Sommer erscheinenden Firmware-Update, nun auch der Zugriff auf den ‚Push Notification‘-Dienst zur Verfügung.
Mittlerweile haben sich einige Entwickler den Download zur Brust genommen und berichten über eine erhebliche Geschwindigkeitsverbesserung. Außerdem steht die API für ‚In-App‘-Verkäufe sowie die offizielle Tethering-Unterstützung den Entwicklern zur Verfügung.
In den Einstellungen taucht des Weiteren ein bislang leerer Menüpunkt namens ‚Store‘ auf:
Registrierte iPhone-Entwickler greifen jetzt zu und hoffen auf eine freie Leitung.
Update II
Im gleichen Atemzug wurde das SDK überarbeitet und schreibt jetzt die Version 9M2725 auf seine Fahnen.
Update III
Heute Morgen (von mir) noch als April-Scherz abgetan, hat sich die Meldung von MacRumors über elf Springboard-Seiten mittlerweile bewahrheitet. Damit können in der neuen Firmware bis zu 180 Applikationen (vorher 9 Seiten und 148 Programme) untergebracht werden.