Siri AI in iOS 27 beta 1
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From a pure AI perspective, nothing Apple showcased during their WWDC keynote yesterday was particularly groundbreaking. In fact, much of it featured capabilities long since available in other AI tools and services – in some cases, years ago. And guess what? That doesn’t matter. Based on what we saw yesterday, Apple is set to win in AI. At least from a consumer perspective.
M.G. Siegler | „Apple Wins Consumer AI By Default“
Siri AI landet mitten in eine Aufspaltung, die sich schon länger abzeichnet: die Unterscheidung zwischen „Consumer AI“ und „Business AI“.
Endkonsumenten zahlen nicht für Produktivität; anders als Firmen. Auch deshalb verschieben OpenAI und Anthropic ihre Prioritäten auf agentische Workflows. Der klassische Chat-Bot ist kein Geschäft mehr für sie.
Alleinstellungsmerkmal von Siri AI ist der persönliche Kontext, allerdings auch die bewusste Beteiligung und Einbindung der besagten Person.
Leute lieben es etwa, einzukaufen oder die Vorfreude auf eine (Urlaubs-)Entscheidung. Es ist nicht ausschließlich das Misstrauen, ob der Bot die richtige Wahl trifft, sondern der explizite Wunsch, mitzuwirken.
AI, die dabei unter die Arme greift, muss keinesfalls das allerletzte High-End-Modell sein. „Reasoning at Flash-level latency and scale“ wie Gemini 3.5 Flash ist dafür oft mehr als ausreichend. Insbesondere, weil Siri AI vorerst exklusiv auf Systemebene arbeitet und allein durch den Zugriff auf den persönlichen Suchindex mögliche Halluzinationen deutlich minimiert.
„Was hat AI jemals für uns getan?“
„Easy. Mehr Arbeitsspeicher in Apples Computern seit 2024 und ein Snow-Leopard-Release1 im Jahr 2027!“
Für uns Europäer ist der Fokus aufs Bugfixing und die Performance sogar noch viel zentraler: Ein Drittel der gestrigen Keynote betrifft uns vorerst nicht.
Ein Drittel? Die Quantifizierung ergibt sich für mich aus der komplett umgekrempelten Keynote-Struktur.

Ich empfand es als äußerst zeitgemäß, die Betriebssysteme nicht mehr zu trennen, sondern Überschneidungen vorauszusetzen und gewisse Unterscheidungen herauszuarbeiten.
„Platform improvements – no notes!“
Wie zahlreich die kleinen „Quality of life“-Verbesserungen im Alltag ausfallen, zeigt sich im Sommer. Mit den ersten Betas auf meinen Geräten fühlt sich der von Apple betonte Geschwindigkeitsgewinn aber schon jetzt substanziell an.

Woher die Motivation für „Trust and Safety“ kam, erschließt sich mir nicht – insbesondere weil’s ein langatmiges und verhältnismäßig theoretisches Screen-Time-Segment war.
Und warum die Konzentration auf Kids? Prädestiniert für eine Screen-Time-Überwachung sind Erwachsene – „The kids are all right“.
Überhaupt fehlten mir Nuancen für alle Menschen, die durch eine solche Kontrolle speziell verwundbar sind. Und Erziehung lässt sich nicht outsourcen.

Siri AI meistert jetzt Weltwissen und zeigt erste agentische Ansätze. Das ist hilfreich, um etwa Fragen zu Bildschirminhalten abzuwerfen, mitunter ein paar Klicks bei der Informationssuche zu sparen oder bei der Erstellung von Content zu helfen.
Die Integration und die Möglichkeit, unterschiedliche Daten zusammenzuziehen, in einen „personal context“ zu stellen, ist der eigentliche Mehrwert; alleinstehende Apps existieren für alle gestern gezeigten Demos – in besserer Form. Das sind dann jedoch weitgehend abgekoppelte Datentöpfe.
Und das macht den Nicht-EU-Start von Siri AI auf iOS und iPadOS so frustrierend: Siri AI scheint tief in die Struktur der Betriebssysteme eingeflochten, nicht nur aufgesetzt. Die Trennlinien sind so unscharf, dass ich im Moment nicht einmal wüsste, auf welche Features wir genau verzichten müssen.
Es fehlt nicht mehr nur „iPhone Mirroring“; das gesamte OS fühlt sich zurückgelassen an – unabhängig davon, auf welchen Geräten welche AI überhaupt funktioniert und wie intensiv man das tatsächlich benutzt (weil’s AI-typisch einige fragwürdige Grenzen übertritt).

Schlussnotiz: Ich fand es bemerkenswert, dass es keinen Schnitt im Video oder verkürzte Darstellungen bei den Demos für Siri AI gab.
Das ließ die Präsentation in diesen Minuten superzäh wirken, ist dieser Tage aber sicherlich notwendig, um deren Authentizität und Machbarkeit hervorzuheben. Trotzdem muss es Apple arg aufgestoßen sein, so derartig die Luft und das Tempo rauszunehmen.

One image a year, back to 1990. The art goes flat the year Apple kills skeuomorphism. It turns to glass the year everything turns to glass. It glows for years before Siri does. Apple keeps telling you what’s coming. In the invite.
Was Loupe zeigt, sehen (potenziell) auch andere Apps.
Das ist keine Panikmache und nicht skandalös, aber eine Anregung, bestimmte Zugriffsrechte vielleicht nicht unüberlegt auszuteilen.

Loupe is an iOS and iPadOS app that gives you a hands-on tour of the device fingerprinting surface. It reads real values from public iOS APIs, the same ones any third-party app can call, and shows them to you raw. The point is simple: see what your iPhone quietly exposes, and why each reading helps an app recognize you again.
Ich wusste etwa nicht, dass der Lautstärkewert fingerprintable ist.

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Die im Video genannten Apps und Webseiten heißen: Clove + Mela + Foodgawker + Foodle.recipes.