Nächstes Apple-Event: in der Woche vom 21. – 25. März ➊

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Attention Apple nerds, investors, media and everyone else who needs to know when Tim Cook’s next product event is going to be held: It’s going to be the week of March 21.

Or to put it another way, it’s not going to be on March 15, the time frame that other outlets previously reported, according to several sources.

Re/code

Kara Swisher meint, wir sollen uns die Kalenderwoche 12 – vom 21. bis zum 25. März – für ein Apple-Event freihalten.

Auf der Agenda stehen dann wohl: ein iPhone SE sowie ein 9,7-Zoll-iPad-Pro.

Update ➊

John Paczkowski legt sich fest: Montag, der 21. März, wird’s.

Aktuelle Anweisung: mehr iPhone-, iOS- und iCloud-Verschlüsselung

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Apple engineers have begun developing new security measures that would make it impossible for the government to break into a locked iPhone using methods similar to those now at the center of a court fight in California, according to people close to the company and security experts.

If Apple succeeds in upgrading its security — and experts say it almost surely will — the company will create a significant technical challenge for law enforcement agencies, even if the Obama administration wins its fight over access to data stored on an iPhone used by one of the killers in last year’s San Bernardino, Calif., rampage.

Apple Is Said to Be Trying to Make It Harder to Hack iPhones

Seit Jahren verbessert Apple die iPhone-Sicherheitsfunktionen und verschlüsselt Kundendaten. Die Informationen der New York Times sowie der Financial Times („Apple to boost customers’ iCloud encryption“) sind daher nur bedingt neu.

Tatsächlich neu: Die nächsten iOS-Versionen stehen unter besonderer Beobachtung. Welchen offenen Baustellen widmet sich Tim Cooks Mannschaft für das nächste iPhone und das nächste iPhone-OS? Im Vergleich zu den Vorjahren wartet auch eine bedeutend größere Anzahl interessierter Personen auf das kommende ‚iOS Security Guide‘-Update. Letzter Stand: September 2015.

Wie der Artikel von Matt Apuzzo und Katie Benner richtig festhält: „A security solution that defeats the F.B.I. is unworkable if it frustrates consumers.“

Passwort vergessen = iCloud-Fotobibliothek weg? Betriebssystem-Updates nur noch nach Eingabe des Gerätecodes? Wie weit treibt man den Kundenaufwand für das Thema Sicherheit?

Fest steht: Apple hat die Motivation, die Ressourcen und den Willen den San-Bernardino-Fall bis zum obersten US-Gericht durchzufechten. Programmcode als ‚Free Speech‘ ist als Argument nicht auszuschließen. Außerdem müssen Hilfegesuche der US-Regierung an private Firma in einem zumutbaren Rahmen bleiben. Durch stärkere Verschlüsselung und angehobene Sicherheitsmaßnahmen ist genau das neu zu bedenken.

Bis dafür aber moderne Gesetze durchgearbeitet sind, die (vielleicht sehr eingeschränkt) entsprechende Fragen beantworten, entscheidet erst einmal der technische Status-quo, den Apple für sich und zugunsten seiner Kunden derzeit verbessert.

”This case is not about one phone,“ Cook said today. „This case is about the future.“

Exclusive: Apple CEO Tim Cook Says iPhone-Cracking Software ‘Equivalent of Cancer’

Über diese „Zukunft“ schrieb die New York Times gestern noch einen zweiten (meiner Meinung nach wichtigeren) Artikel.

But if Apple is forced to break its own security to get inside a phone that it had promised users was inviolable, the supposed safety of the always-watching future starts to fall apart. If every device can monitor you, and if they can all be tapped by law enforcement officials under court order, can anyone ever have a truly private conversation? Are we building a world in which there’s no longer any room for keeping secrets?

Farhad Manjoo | „The Apple Case Will Grope Its Way Into Your Future

Pixel-esk: HoPiKo

(Vimeo)

HoPiKo (universal; 1.99 € ➞ kostenlos) – ein ‚Speedrun-Plattformer‘ wenn man so will – entschuldigt keinen (einzigen) Fehler. Ein Mini-Run erstreckt sich immer über fünf (super-kurze) Level. Stirbt man in Level 3, wird neu gestartet. Fliegt man in Level 4 an die Wand, wird neu gestartet. Katapultiert man sich in Level 5 in eine der rasierklingenscharfen Barrikaden…wird neu gestartet.

HoPiKo ist knüppelhart, vollgepumpt mit fantastischen Chiptunes-Klängen und ein perfekter Zeitvertreib für zwei oder vier freie Minuten.

LG G5 und Samsung Galaxy S7 ohne „Adoptable Storage“

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With both the Galaxy S7 and LG G5 sporting expandable storage, and Google adding great SD support to Android 6.0, this year it seemed like storage enthusiasts would get everything they could ever want. Apparently that’s not the case though, as both OEMs have shunned Google’s new „Adoptable Storage“ feature.

Die Kurzfassung: Android Marshmallow verschmilzt den internen Speicher mit der Kapazität separat nachgeschobener MicroSD-Karten. „Adoptable Storage“ sieht fürs Telefon dann aus wie eine zusammenhängende Platte und nicht mehr wie zwei separate Laufwerke. So rüstet man ein Smartphone mit wenig fest verbautem Speicher günstig auf.

Zumindest in der Theorie: Samsung und LG patchen für ihre neuen Flaggschiffe Googles optionale Systemfunktion aus dem Betriebssystem.

Samsung decided not to use the Android Marshmallow “adoptable storage” model. We believe that our users want a microSD card to transfer files between their phone and other devices (laptop, tablet, etc), especially the photos and videos they shoot with the camera. […]

We think that our model of using microSD for mass storage is more in-line with our owner’s desires and expectations for how microSD should behave.

The LG G5 and Galaxy S7 won’t support Android 6.0’s adoptable storage

Ich bin mir sicher: Diese individuellen Softwareentscheidungen für einzelne Geräte helfen den Android-OEMs dabei die lahmende Update-Politik anzukurbeln.

Keine Funktionseinschränkung für Apple Pencil

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Apple, ganz Ohr:

Apple has confirmed with The Verge that all of those features will soon make a comeback. „We believe a finger will always be the primary way users navigate on an iPad, but we understand that some customers like to use Apple Pencil for this as well and we’ve been working on ways to better implement this while maintaining compatibility during this latest beta cycle,“ a spokesperson said. „We will add this functionality back in the next beta of iOS 9.3.“

No, Apple isn’t taking features away from the iPad Pro’s Pencil

iOS 9.3 Beta: Apple Pencil navigiert nicht mehr durchs iPad-OS

Mitunter ist die Informationskluft zwischen Blogs und Podcasts interessant. Aktuelles Beispiel: Apples Pencil lässt sich bis iOS 9.2.1 als (nahezu) vollwertiger Fingerersatz benutzen. Mit den ersten vier Betaversionen von iOS 9.3 streicht Apple den Funktionsumfang zusammen und degradiert den Stift zu einem Werkzeug, das nur malt und (PDFs) anmerkt (und nicht mehr über den Homescreen wischt oder durch Webseiten scrollt).

Mit jeder neuen Betaversion wiederholte sich die Podcast-Diskussionen, die (zurecht) fragten was Apple sich von diesem Rückschritt verspricht. In Blogs schlägt das Thema so richtig erst heute, nachdem Serenity Caldwell darüber schrieb, auf.

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This is a plea to the development team at Apple: There’s still time to add these Pencil features back for the final iOS 9.3 release. They’re not only useful for the folks that just draw or sketch with the Pencil — they also provide functionality for video and audio editing, and offer priceless accessibility for those who have trouble with their hands.

Apple, don’t cripple the Pencil’s navigation in iOS 9.3

Eine ausführlichere Problembeschreibung findet sich von CGP Grey und Myke Hurley im (ohnehin hervorragenden) Cortex-Podcast (Episode #23, ab Minute 48:30).

Das überzeugendste Argument aber, und ganz nebenbei ein passender Platz für eine Systemoption, sind hier die Bedienungshilfen. Das Repetitive-Strain-Injury-Syndrom – eine Verletzung durch wiederholte Beanspruchung, umgangssprachlich der Tennisarm – besitzt eine lange Geschichte an Computerarbeitsplätzen. Durch Schmerzen im Handgelenk oder im Unterarm wechseln Computernutzer seit jeher ihre Eingabegeräte – unter anderem auf ergonomische Tastaturen oder Wacom-Tablets mit Stift-Steuerung.

Es gäbe diverse andere Gründe, die für eine systemweite iOS-Navigation über den Apple Pencil sprechen. Ebenso gibt es eine Handvoll Argumente, mit denen man logisch dagegen debattieren kann. Über die gesundheitlichen Vorteile allerdings, lässt sich nicht streiten. Eine Accessibility-Einstellung wäre der richtige Kompromiss.

Der Wunsch nach einem Präzedenzfall

This is a seminal battle between the biggest tech company on the planet and the most powerful government on the planet. This is why it’s important that we don’t get mired down in technicalities. For Apple, and for us, this is not a question of can we, but a question of should we. A question that will have implications for everyone from journalists to heads of state to private citizens of all countries.

Matthew Panzarino | „Why Apple Is Fighting Not To Unlock iPhones For The Government

Die „technicalities“ sind interessant – keine Frage. Schlussendlich sind es aber die Motive, die zeigen worüber hier eigentlich gestritten wird.

Die amerikanische ‚Intelligence Community‘1 hofft auf einen Präzedenzfall, auf den man sich beim nächsten Mal wieder berufen kann, ohne sich dann erneut einer Diskussion über Konsequenzen oder Prinzipien stellen zu müssen. Obwohl das richterliche Gesuch eng formuliert ist (es geht um ein iPhone 5c und um modifizierte Software, die nur auf diesem eindeutig identifizierten Gerät – im RAM – läuft) entspricht das nicht ansatzweise den mitschwingenden Hoffnungen. Das US-Justizministerium zögerte beispielsweise keinen Tag um kundzutun, dass man da doch noch 175 Telefone in einer Schublade hätte, die auf den Ausgang der Gespräche zwischen Apple und dem FBI warten.

Noch deutlicher zeigt sich die Anspruchshaltung im offenen Brief von FBI-Chef James Comey. Sein Schrieb ist eine Beleidigung für alle Beteiligten, die mehr als nur Wahlkampf mit diesem Terroranschlag betreiben. „We Could Not Look the Survivors in the Eye if We Did Not Follow this Lead“ – während man existierenden Beweise, so wie die bestehenden iCloud Backups, durch einen unbedachten Passwortwechsel der Apple ID, den man zwischenzeitlich versuchte dem San Bernardino County Department of Public Health unterzuschieben, fahrlässig verspielte.

Ihr Statement zum Thema zeigt entweder a) Unfähigkeit oder b) Unehrlichkeit:

FBI must clarify which of these two meanings their letter had. Either the FBI has recklessly interfered with the processing of evidence OR FBI has mislead the courts on the amount and the nature of assistance required by Apple under the All Writs Act.

Jonathan Zdziarski

Für mich bleibt das Problem ein fehlgeleitetes Selbstverständnis, mit dem die US-Sicherheitsbehörden hier einen Zugriffsanspruch – no matter what – auf alle Datensätze erheben, ungeachtet der Tatsache, das echte Terroristen dann einfach anders verschlüsseln.

Es steht außer Frage, dass das Thema komplex, vielschichtig und allem voran schwierig zu erklären ist. Mit Trump-Rhetorik, so wie sie Comey an den Tag legt, wird’s plötzlich alles ganz einfach. Deshalb hat das FBI die Diskussion auch in die Öffentlichkeit gezerrt.

Although this case is about the innocents attacked in San Bernardino, it does highlight that we have awesome new technology that creates a serious tension between two values we all treasure: privacy and safety. That tension should not be resolved by corporations that sell stuff for a living.

„Corporations that sell stuff for a living“ – wow. Zwischenzeitlich beschleicht einen das Gefühl, Apple, WhatsApp, Twitter, Google, Facebook und Microsoft tun mehr für Bürgerrechte als Regierungen und deren Organisationen. Es geht nicht darum blind einer Firma und ihrem Verständnis von Sicherheit zu folgen. Wie schwierig es ist einen gemeinsamen Nenner zu definieren, beispielsweise im Vergleich zwischen Europa und den USA, erleben wir regelmäßig bei App-Store-Urteilen, die nicht technisch begründet sind.

Nein, wenn wir (ernsthaft) darüber diskutieren Verschlüsselung aufzuweichen, indem wir standardisierte Methoden etablieren um diese auszuhebeln, hilft das wahrscheinlich nicht bei der Aufklärung von schwerem Verbrechen, führt aber ganz sicher zu mehr Straftaten wie Identitätsdiebstahl und Datenmissbrauch.

Die undankbare PR-Arbeit, die Apple im Moment gezwungen ist stellvertretend für eine ganze Branche anzunehmen, zeigt sich pointiert. Und selbst wenn der Fall am Freitag komplett zugunsten von Apple vom Tisch gewischt wird: Das nächste ‚Hight-Profile-Case‘, die nächste richterliche Anordnung und der nächste Versuch politisches Kapital aus einem Attentat zu schlagen, ist vorhersehbar.

You can’t build a backdoor without weakening security.“ Eine sehr realistische Chance besteht aber Systeme so zu bauen, dass viele der Daten einzig und allein im Zugriff des Besitzers einer Hardware oder der Eigentümerin von einem Onlinekonto bleiben. Daten, die nicht anfallen, lassen sich nicht weitergegeben. Apple hat in den letzten Jahren sukzessive einige seiner Dienste entsprechend umgebaut. Das war vorausschauend, wie sich dieser Tage einmal mehr zeigt.


  1. …um unfair zu verallgemeinern… 

„Answers to your questions about Apple and security“

iPhoneBlog.de_Answers

As the government has confirmed, we’ve handed over all the data we have, including a backup of the iPhone in question. But now they have asked us for information we simply do not have.

We feel the best way forward would be for the government to withdraw its demands under the All Writs Act and, as some in Congress have proposed, form a commission or other panel of experts on intelligence, technology, and civil liberties to discuss the implications for law enforcement, national security, privacy, and personal freedoms. Apple would gladly participate in such an effort.

Apple.com

In Ergänzung dazu: Tim Cooks Memo an die Apple-Belegschaft findet sich bei BuzzFeed.